Google geht mit Chrome OS gegen MS in Stellung

Andere Betriebssysteme Wozu benutzen Sie Ihr Notebook am häufigsten? Die Wahrscheinlichkeit, dass die Antwort "zum Surfen im Web" lautet, ist sehr hoch. Diesen Trend hat auch Google erkannt und mit Samsung und Acer die ersten Chromebooks geschaffen. Siehe auch: Erste Chromebooks ab Juni in Deutschland erhältlich

"Nichts als das Web" verspricht das Team rund um den Google Vice President Sundar Pichai, der für die Entwicklung des Betriebssystems Chrome OS verantwortlich ist. Da Chromebooks nichts weiter können müssen, als die verschiedenen Web-Angebote ordentlich darzustellen, kann bei der Hardware gespart werden. Heraus kommt ein günstiges Produkt wie das Chromebook von Acer, das ab 349 US-Dollar zu haben sein wird. Der Preis für den deutschen Markt ist noch nicht bekannt.

ChromebooksDie ersten beiden Chromebooks Im Zusammenhang mit den Chromebooks wird auch klar, warum Google so daran interessiert ist, das Web voran zu bringen. Wenn die gesamte Arbeit an einem Notebook im Web erledigt werden muss, dann sollte es natürlich so schnell wie möglich sein. Nicht nur der Browser muss flink sein, sondern auch die Technologien, die der Browser nutzt. Die von Google entwickelte HTTP-Alternative SPDY, die Glasfaseranschlüsse für zu Hause, die zahlreichen Entwicklerwerkzeuge für schnellere Web-Anwendungen - all das ergibt mit den Chromebooks am Horizont einen Sinn.

Und es scheint zu funktionieren. Der Suchmaschinenbetreiber demonstrierte auf der Entwicklerkonferenz I/O 2011 zwei Chromebooks, von denen man die Menschen überzeugen will, die die eingangs gestellte Frage mit ja beantwortet haben. Laut dem Google-Manager Sundar Pichai nutzen im gesamten Unternehmen nur noch 20 Prozent der Mitarbeiter ein System mit Windows. Mit dem Betriebssystem von Microsoft sei nichts verkehrt, es biete in der aktuellen Version sogar intelligente Sicherheitsfunktionen, doch wer größtenteils mit dem Web arbeitet, ist mit Chrome OS besser bedient, meint der Google-Gründer Sergey Brin.

Chrome OSChrome OSChrome OSChrome OS

Um mit Chrome OS Geld verdienen zu können, richtet sich Google mit den Geräten explizit an Unternehmen. Für 28 Dollar pro Nutzer und Monat erhält man ein Chromebook inklusive automatischen Updates für Soft- und Hardware. Ist das Chromebook nach einer gewissen Zeit veraltet, gibt es ein neues Modell. Dabei fallen keinerlei zusätzliche Kosten an.

Chrome OS in UnternehmenChromebooks in Unternehmen Da sich unter Chrome OS keine Desktop-Anwendungen installieren lassen, musste sich Google für die Firmenkunden etwas einfallen lassen. Zusammen mit Citrix bietet man eine Virtualisierungslösung an, bei der die benötigten Anwendungen auf einem Server laufen und über den Citrix Receiver auf dem Chromebook virtualisiert ausgeführt werden können. Google demonstrierte dieses Feature am Beispiel von Photoshop CS5, das innerhalb weniger Sekunden einsatzbereit war. Die Virtualisierungslösung soll in diesem Sommer die Betaphase hinter sich lassen und anschließend zur Verfügung gestellt werden.

Im Unternehmensbereich könnte Chrome OS zur Gefahr für Microsoft werden. Sobald die Unternehmen erkennen, dass sie mit der Lösung von Google Geld sparen können, aber dennoch alle Anforderungen an die IT erfüllt werden, steht einem Wechsel nichts mehr im Weg. Einige bekannte Firmen sind bereits auf Google Apps umgestiegen und haben damit bewiesen, dass sie kein Problem damit haben, dass sämtliche Daten auf den Servern von Google abgelegt werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, auf andere Dienstleister zurückzugreifen oder gar eine eigene Lösung zu entwickeln, die sich recht einfach in Chrome OS integrieren lässt.

Auch beim mobilen Arbeiten könnte Google dem Marktführer aus Redmond einige Kunden streitig machen. Doch beim Heimeinsatz wird Chrome OS wohl kaum Erfolge feiern können. Für aufwändige 3D-Spiele ist ein Windows-PC noch immer die ideale Plattform, sofern man die Konsolen nicht berücksichtigt. Zudem gibt der Google Vice President Sundar Pichai selbst zu, dass man für Aufgaben wie Videoschnitt noch nicht zu Chromebooks greifen sollte. Die Betonung liegt hierbei wohl auf dem Wörtchen 'noch'. Der für Chrome geplante Native Client hat wohl eine größere Bedeutung, als man auf den ersten Blick vermuten würde.
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