 Entgegen der Zusicherungen der US-Musikindustrie, nicht mehr mit Klagen gegen Filesharing-Nutzer vorgehen zu wollen, wurde im April eine Reihe von Prozessen eingeleitet.
Im Dezember hatte der Branchenverband RIAA gegenüber dem US-Kongress einen Strategiewechsel angekündigt. Demnach sollte auf eine stärkere Kooperation mit den Internet-Providern gesetzt werden. Klagen sollten nur noch folgen, wenn ein Nutzer trotz mehrerer Ermahnungen weiterhin Musik über Tauschbörsen verbreitet.
Ungeachtet dessen wurde im April eine neue Klagewelle losgetreten. Wie viele Nutzer betroffen sind, ist derzeit noch nicht genau bekannt. Das Blog ' Recording Industry vs The People' zählte in den öffentlichen Datenbanken über laufende Verfahren allerdings 62 Fälle.
In einer ersten Stellungnahme spricht die RIAA davon, dass man zu den im Dezember verkündeten Zusagen stehe. Bei den aktuellen Klagen handle es sich zum Teil um Anzeigen, die bereits im letzten Jahr gegen Unbekannt eingereicht wurden und wo nun der jeweilige Nutzer identifiziert werden konnte. Einige Klagen wurden demnach auch eingereicht, nachdem die Anwender bereits mehrfach über ihren Provider ermahnt wurden, hieß es.
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