Schweden: Provider verweigern Pirate Bay-Sperrung

Filesharing Die schwedischen Internet-Provider weigern sich, den Zugang zum BitTorrent-Tracker "The Pirate Bay" zu sperren. Entsprechende Forderungen wurden nach dem Urteil gegen dessen Betreiber laut. Vor allem die IFPI, die internationale Branchenorganisation der Musikindustrie, hatte eine Blockade seitens der ISPs verlangt. "Das ist ein Urteil gegen Pirate Bay und nichts, dass irgendeinen Provider berührt", stellte allerdings Patrik Hiselius, Anwalt des Telekommunikationskonzerns Telia Sonera, gegenüber der Tageszeitung 'Svenska Dagbladet' klar.

Die Forderungen der Musikindustrie kommen seiner Ansicht nach außerdem übereilt, da das Urteil noch nicht einmal rechtskräftig ist und die Betreiber des Trackers Revision eingelegt haben. Aber auch wenn es bei der aktuellen Urteilslage bleibt, sieht er keinen Anlass, tätig zu werden.

"Wir werden keine Sperrung von Inhalten vornehmen, solange wir nicht direkt dazu gezwungen werden", fuhr Hiselius fort. Dieser Ansicht schlossen sich auch Vertreter der Provider Bredbandsbolaget und Com Hem.

"Wir werden keine Seiten gegenüber unseren Kunden zensieren, das ist nicht unsere Aufgabe", erklärte auch Jon Karlung, Geschäftsführer des Providers Bahnhof. "Ich bin gegen alles, das die Prinzipien eines freien und offenen Internets untergräbt", fuhr er fort.
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