Familienministerin fordert Notruf-Knopf fürs Internet

Internet & Webdienste Die Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen hat als eine Reaktion auf den Amoklauf in Winnenden einen zentralen Notruf für das Internet gefordert, um zukünftige Taten verhindern zu können. Der aktuelle Stand der Ermittlungen zeigt, dass die Tat nicht im Internet angekündigt wurde. Trotzdem gab es in der Vergangenheit bereits oft Vorboten im Netz. Laut von der Leyen können Gleichaltrige dies am besten wahrnehmen, wissen aber oft nicht, an wen sie sich wenden sollen.

Deshalb fordert sie, dass Hilfsangebote im Sinne eines "110 im Netz" präsenter sein müssen. Auch der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) hatte kürzlich Internet-Notrufmöglichkeiten gefordert, um unmittelbar reagieren zu können.

Die Bundesbildungsministerin Annette Schavan hatte als Konsequenz nach dem Amoklauf vorgeschlagen, Gewaltseiten im Internet zu sperren. "Nach einem solchen Massaker erwartet die Öffentlichkeit zu Recht, dass wir Maßnahmen zur Verbesserung des Schutzes und der Sicherheit ergreifen", sagte Schavan dem 'Hamburger Abendblatt'. "Deshalb muss man auch prüfen, wie Gewalt befördernde Elemente im Internet eingedämmt oder blockiert werden können."
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