Wer ist Satoshi Nakamoto? - Nun soll Elon Musk hinter Bitcoin stecken

Ki, tesla, Elon Musk, Tesla Motors, Spacex, Tesla Energy Bildquelle: Flickr
Zum Rätselraten um den Ursprung der Kryptowährung Bitcoin hat ein ehemaliger Mitarbeiter des Raumfahrt-Unternehmens SpaceX eine neue Theorie beigesteuert: Der Entwickler des Systems hinter Bitcoin, von dem bisher nur das Pseudonym Satoshi Nakamoto bekannt ist, soll niemand Geringeres als Elon Musk sein.
Für die These von Sahil Gupta, einem Informatik-Studenten der Yale University, der längere Zeit eine Praktikanten-Stelle bei SpaceX inne hatte, sprechen so einige Punkte. Solange allerdings keine konkreten Beweise vorgelegt werden können, muss auch diese Theorie mit der gebührenden Vorsicht behandelt werden. Immerhin gab es in den letzten Jahren immer wieder auch sehr konkrete Verdachtsmomente zu der Person hinter dem Nakamoto-Pseudonym, die sich allerdings letztlich immer als relativ haltlos entpuppten.

Laut Gupta verfüge Musk aber auf jeden Fall über die technischen Fertigkeiten, um ein System wie Bitcoin Realität werden zu lassen. Die Software hinter der Währung wurde in C++ geschrieben, einer Sprache, die Musk immer wieder zur Realisierung seiner Projekte einsetzt - auch wenn dies viele andere ebenso tun. Öffentlich nachprüfbar - in seinem theoretischen Bericht zum Transportsystem Hyperloop - sind auch Musks Kenntnisse im Bereich der Kryptographie und der Wirtschafts-Theorie, die für den Aufbau eines solchen Währungssystems nötig sind. Infografik: Bitcoin peilt die 10.000$-Marke anBitcoin peilt die 10.000$-Marke an Für die These spricht auch die Erfahrung, die Musk bereits mit der Online-Finanzwelt hatte. Immerhin gehört er zu den Gründern des Payment-Dienstes PayPal und legte mit dessen Verkauf an eBay vor 15 Jahren den Grundstein für sein Vermögen. Ein Experiment wie Bitcoin würde sich auch in seine Suche nach einer Lösung diverser Probleme einreihen lassen. Die Kryptowährung tauchte immerhin ausgerechnet im Jahr 2008 auf, als die letzte große Weltwirtschaftskrise ausbrach.

Es gibt gute Gegenargumente

Gupta sieht außerdem einen Beleg für seine Theorie darin, dass Musk bei Interview-Nachfragen zu seiner Sicht auf Bitcoin stets sehr überlegt und zurückhaltend antwortete. Hinzu kommt ein ziemlich kryptischer Tweet aus dem Jahr 2014, als ein User ihn nach seiner generellen Meinung zu Kryptowährungen befragte. Musk antwortete damals lediglich, dass die Sache nun, da Satoshi Nakamoto enttarnt ist, schlicht erledigt sei.

Es gibt aber auch Punkte, die gegen Guptas Theorie sprechen. So hat Musk das Jahr 2008 mehrfach als ziemlich schlimme Zeit beschrieben. Seine Unternehmungen SpaceX und Tesla hatten damals mit erheblichen Problemen zu kämpfen und es steht in Frage, ob Musk da überhaupt die Zeit hatte, sich mit den theoretischen Grundlagen der Bitcoins zu befassen. Fraglich ist für Skeptiker außerdem, ob eine Person, die derart stark im Licht der Öffentlichkeit steht, ein solches Geheimnis wirklich lange bewahren kann.

sentifi.com

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