Bundesnetzagentur: Wieviel Bandbreite immer ankommen muss

Die Bundesnetzagentur will mit einer neuen Festlegung sicherstellen, dass Provider ihren Kunden nicht Bandbreiten verkaufen, die sie in der Praxis nie zur Verfügung stellen. Das ist das Ergebnis einer breit angelegten Datensammlung an den ... mehr... Internet, Netzwerk, Kabel, Ethernet Bildquelle: KalasMannen / Flickr Internet, Netzwerk, Kabel, Ethernet Internet, Netzwerk, Kabel, Ethernet KalasMannen / Flickr

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Liebe Bundesnetzagentur, das ist eine schöne Fleißarbeit, nur Recht haben und auch kriegen ist in D. ziemlich oft ... sagen wir mal schwierig.

Wie wäre es wenn ihr ein nettes Programm schreiben würdet oder lasst, das die Messungen automatisch beim Anwender ausführt.
Gleichzeitig stellt ihr euch als Inkassobevollmächtigte der Kunden hin (nur und ausschließlich im Vertragsverhältnis zum Provider) und kassiert bei Unterschreitung für die Kunden beim Provider ab, zusätzlich könnt ihr direkt noch eine Gebühr obendrauf erheben die der Provider zu tragen hat, damit könnt ihr euren Dienst am Bürger dann finanzieren.

Tja ich ahne es, daraus wird wohl nichts.
 
@Kribs: Zum Einhalten der Gesetze sind in Deutschland die Bürger zuständig, denn sonst wären die Anwälte arbeitslos ^^
 
@Kribs: Es wird ein Tool geben, mit dem man Messungen machen und diese dann zur BNetzA schicken kann. Dauert aber noch.
 
@Chosen_One: und wenn die Messung da ist? Meinst du, dass der Anbieter dann von denen eine Anzeige bekommt?
 
@Remotiv: in Italien ist das schon seit einigen Jahren so. Je nach Profil ist ein gewisses Bandbreiten Minimum vorgeschrieben (ich weis nicht die genauen %) welches IMMER anliegen muss (technische Probleme mal ausgeschlossen). Die staatliche Netzagentur stellt ein Tool bereit welches 24 Stunden lang die Leitung misst (vorher muss man natürlich Personalien angeben und was für ein Profil/Vertrag man hat damit die Software am Ende des Tests ein Gutachten erstellen kann. Dieses kann dann dem Provider geschickt werden und er hat eine Frist von 2 Wochen diese Mängel zu beheben. Falls dies nicht möglich ist darf der Kunde fristlos und ohne Zusatzkosten vom Vertrag zurücktreten
 
@Remotiv: Nein, aber du bekommst ein Sonderkündigungsrecht. Darum geht es. Du kannst nach einer solchen Messung aus dem Vertrag aussteigen.

In einer Idealen Welt würde man danach einen neuen Vertrag auf Basis der Messung aufstellen mit entsprechend angepassten Preisen.

Wenn es am Ort aber von jedem Anbieter nur 30% der versprochenen Leistung gibt, kannst du zwar bei jedem Kündigen, musst dich aber, wenn du Internet haben willst für einen entscheiden.

Das Gesetz verpflichtet die Provider nicht die angegebene Bandbreite bereitzustellen. Es erlaubt dir nur von dem Vertrag auch vor Ablauf der Vertragslaufzeit zurückzutreten.

Am Ende ist es lächerlich. Es müsste für jeden unterschrittenen Anschluss eine saftige Strafzahlung die persönlich von den Aktionären und verantwortlichen Angestellten gezahlt werden muss. Denn sonst würde die Firma es einfach auf die Kunden umwälzen. Es soll ja auch nicht die Firma bestrafen, sondern die Angestellten die die Verträge verkaufen und das Angebot trotz in Realität nicht vorhandener Leistung überhaupt erst erstellen, sowie diejenigen die diesen Betrug finanziell überhaupt möglich machen und letztendlich davon profitieren. Das ganze muss so lange gehen bis die Angebote ehrlich werden und man wirklich nur für das bezahlt was man bekommt. Warum nicht einen Tarif pro kbit und dann mit einem Tool messen und dadurch den Tarif bestimmen lassen?

Aber auch das wäre nur in einer Traumwelt so. Letztendlich ist es ein Gewinn für die Verbraucher, wenn auch nur ein kleiner....
 
@Speggn: Angestellte sollen bestraft werden? Dann aber auch bitte in jedem Berufsfeld, vor allem aber in dem Beruf, den du zurzeit nachgehst.
 
@Chosen_One: Als gelernter Elektriker steht man bekanntlich mit einem Fuß im Knast.

Ärzte müssen für grobe Fehler auch persönlich haften.

Polizisten müssen für unangemessenes Verhalten im Dienst (unnötige Gewalt zum Beispiel) persönlich haften.

Ich bin der Meinung das Mitarbeiter die an einem solchen Betrug beteiligt sind auch dafür haftbar gemacht werden sollten. Jedem Mitarbeiter eines Providers der die Verträge verkauft, obwohl er genau weiß das die verkaufte Leistung nie ankommt sollte auch dafür gerade stehen. Als kleines Rad im Getriebe nur zu einem winzigen Teil. Wie sonst soll man bei den Angestellten das Gewissen wecken? Sie verstecken sich doch nur hinter der nach oben verschobenen Verantwortung. Die Strafe muss sich dann natürlich die komplette Hirarchie bis ins Management hoch ziehen, wobei der Anteil stätig steigt. Sodass die Manager für JEDEN einzelnen Vertragsbruch haften müssen, die Abteilungsleiter nur noch für die in den jeweiligen Abteilungen und die ausführenden Mitarbeiter eben nur für jene, die sie selbst zu verantworten haben.
Als Beispiel: Von jeder Strafzahlung muss das Management 70% Tragen, 20% der Abteilungsleiter für jeden Betrug in seiner jeweiligen Abteilung und jeder Mitarbeiter 10% der Strafzahlung für jeden Betrug den er letztendlich ausgeführt hat.

In meinem Beruf betrüge ich niemanden und mache mich nicht strafbar. Nicht als Anweisende und auch nicht als Ausführende Person.
Sollte ich irgendwann wieder als Elektriker arbeiten, dann bin ich sehr wohl für meine Fehler persönlich haftbar.

Das Verhalten der Provider Verträge zu verkaufen die nicht dem Realität entsprechen ist meiner Meinung nach strafrechtlich relevant. Daher sollte jede an dem Betrug beteiligte Person von der Staatsanwaltschaft angezeigt werden, und wie oben beschrieben mit einer Strafzahlung belegt werden.
Zusätzlich sollte sich der Geschädigte auf dem zivilrechtlichen Weg Schadensersatz einklagen können.
 
@Speggn: Ich unterstelle den Verkäufern per se aber keinen Vorsatz.
Wenn ich bei meinem ISP meine Adresse bzgl. Geschwindigkeit erfrage bekomme ich eine Indikation. Und diese ist nicht immer "volle Geschwindigkeit". 10 MBit/s und mit wird dann der 16 MBit/s-Tarif empfohlen.
Wenn ich mir dagegen Vodafone/Kabel anschaue. Abends und an Wochenenden zumindest bei meinem Kumpel sehr instabil und fernab der "bis zu"-Geschwindigkeit. Und weil das technisch so grottig und instabil ist, darf der Verkäufer zahlen? Soll er lieber raten besser zur Telekom zu gehen? Der schaut doch auch nur in sein System und das sagt ihm, was der Kunde in etwa zu erwarten hat.

Wenn ich mir die Regressansprüche meiner Kunden angucke, die entstehen können, wenn ich nicht sauber arbeite und ich dafür haftbar gemacht werden kann, wenn ich Fehler mache (ohne Vorsatz natürlich), dann mach ich lieber was mit Blumen.
 
@Chosen_One: Und ich bin der Meinung das man ausführender Mitarbeiter letztendlich die Verantwortung trägt.

Ich bin außerdem der Meinung das die Regelung mit zwei Messungen hier viel einfach ist um eine Strafrechtliche Relevanz darzustellen.

Es sollten eher wöchentliche Messungen über 1/4 Jahr sein. Zudem muss der Provider nach den ersten zwei Messungen den Tarif entsprechend anpassen. Der gebotenen Leistung entsprechend, ausgehend vom eigentlichen Tarif. (30 Mbit für 30€ würden 5€ für 5Mbit bedeuten Wer sich für 30€ 250Mbit kauft und nur 5 bekommt, muss dann halt nur 60ct im Monat zahlen). Der Provider darf erst nach vereinbarter Vertragslaufzeit zurücktreten.
Sollte er dem nicht nachkommen und sich entweder der Tarif oder die Geschwindigkeit nach dem 1/4 Jahr nicht angepasst haben, macht er sich strafbar.

Es liegt letztendlich in der Verantwortung des Verkäufers zu wissen, was er da verkauft. Er könnte vom Techniker eine Geschwindigkeitsmessung durchführen lassen und damit den Tarif vorerst festlegen. Macht er aber nicht. Vielleicht darf er es auch nicht? Dann sollte er seine Arbeit verweigern da ihn sein Vorgesetzter nicht mit genügend Kompetenzen ausstattet um seiner Verantwortung nachgehen zu können.

Beispiel aus anderer Branche: Ich würde als Elektriker nie mit der Arbeit beginnen wenn ich meinen Arbeitsbereich nicht sicher vor unerlaubtem Zugriff schützen kann. Sollte mein Vorgesetzter mich nicht mit Mitteln zum Abschranken des Arbeitsbereiches ausstatten verweigere ich ihm mit vollen Recht die Arbeit. Da würde auch kein Gericht gegen mich entscheiden.
 
@Speggn: Du kannst den Kleinsten der Gruppe (Arbeiter/Angestellter - wie Verkäufer oder Elektriker) nicht per sé zur Verantwortung ziehen. Das ist doch etwas abseits der Realität.

Wenn Du es nicht schaffst - und ja, mir ist bewußt, das schaffen irgendwie immer genügend Mitbürger - Dich von der Gemeinschaft durchziehen zu lassen, dann steht irgendwann ein Sozialorgan vor Dir und fordert und droht.

Wenn Du Deine Rechnungen nicht mehr zahlen kannst, gehst Du in die Privatinsolvenz oder arbeiten. Zugegeben, sehr oberflächlich und viele Menschen gehen wirklich lieber selbst ihr Auskommen erarbeiten, als der Allgemeinheit auf der Tasche zu liegen; aber (um mal auf den Punkt zu kommen:) warum sollen die "Kleinen" bluten, wenn sie das System (Staat, wie Managemente) nötigen oder anhalten arbeiten zu gehen?

Wenn es Fahrlässigkeit ist (Ärzte sind nicht umsonst versichert), kann man auch heute schon als kleinstes Rädchen im Getriebe zur Verantwortung gezogen werden. Wenn es sich um mangelnde Aus- oder Weiterbildung handelt, die zu Fehlern (bspw. geringerer Bandbreite) führen, ist die darüber liegende Hierarchie verantwortlich und meinetwegen haftbar zu machen.

Für gewinnorientiertes Handeln mit Versprechungen, die nicht haltbar sind, wäre dann doch das Unternehmen (sprich die höchste Hierarchie) zur Verantwortung zu ziehen? Gern auch die Aktieninhaber solcher Unternehmen.

Verantwortung wird nicht umsonst nach oben durchgereicht, etwas in einem System nicht funktioniert. Leider ist die höchste Ebene in Unternehmen zu oft schlicht un(an)greifbar.
 
@Speggn: Du willst also jemand bestrafen der die leitungsqualität nicht beeinflussen kann, noch die Angaben im System das er bedient gemacht hat. Wird das management freuen
 
@Speggn: In der Regel ist es aber kein Angstellter. Ich jedenfalls hatte keinen Kontakt mit einem Menschen (außer dem Eletriker der den Verstärker gelegt hat) als ich Vodaphone-Kunde wurde.
 
@Bautz: Dann den Mitarbeiter der für die Bandansagen zuständig ist...
 
@0711: Das Mangement würde 70 - 90% der Strafe Zahlen. Mehr als 100€ oder so sollten an dem Mitarbeiter pro Fall nicht hängen bleiben. Sie sollen ja nicht bankrott gehen, sondern einen Denkzettel bekommen der sie in Zukuft nachdenken lässt.

Er kann die Leitungsqualität nicht ändern. Er hat aber ein Produkt verkauft bei dem er sich nicht vergewissert hat, ob dieses Produkt wirklich der verkauften Qualität entspricht.

Wenn ich einen Kiosk betreibe, und Täglich mehrere Zigarettenschachteln verkaufe, die eingeschweißt sind, auf denen 19 Zigaretten steht, aber am Ende nur 5 drin sind. Das dauert keine Woche, da macht man mir den Laden zu und ich werde von der Staatsanwaltschaft wegen gewerblichen Betrugs angezeigt.
Ich hätte spätestens nach der ersten Meldung das etwas nicht stimmt in Zukunft jede Schachtel nachwiegen und mit einer nachweislich echten vergleichen müssen. Und wenn ich das nicht tue, nehme ich den Schaden für meine Kunden billigend in Kauf.

Was bitte macht ein Vertragsverkäufer bei einem Internetprovider anders?
 
@Diak: Bis zur ersten Beschwerde würde ich von Fahrlässigkeit sprechen. Und es wäre ein Versicherungsfall und noch nicht strafbar. Sobald sich die Beschwerden häufen das in bestimmten Regionen der Anschluss zu langsam ist, dann ist es eindeutig Vorsatz wenn man weiterhin die Höchstgeschwindigkeit verkauft.

Und natürlich ist der Mitarbeiter gegen Fahrlässigkeit versichert.

Ein Arzt der, obwohl ihm Eindeutig gezeigt wurde das seine Behandlung Schäden verursacht, weiter so behandelt, muss auch mit dem Vorwurf des Vorsatzes rechnen.

Bis zum ersten Melden bleibt es Fahrlässig. Danach wird es zum Vorsatz wenn man aus der Meldung keine Konsequenzen zieht.

Mir geht es darum das die kleinen Rädchen in Zukunft ihren Dienst verweigern sollen wenn sie auch nur den Hauch eines Betruges oder einer Unrechtmäßigkeit wittern. Und dies sollte ihnen der Gesetzgeber auch ermöglichen.

Alternativ Angebot:

Bestraft das Management und zahlt die Strafe als Belohnung an den Mitarbeiter aus, der den Betrug aufgedeckt hat. Sollte er daraufhin gefeuert werden, darf er sich als Belohnung auf eine Lebenslange Rente freuen, die ab diesem Tag vom Management privat bezahlt werden muss.
 
@Speggn: Wenn er es verkauft, verkauft er es im auftrag des Unternehmens, das unternehemn ist haftbar, der Mitarbeiter nicht...das unternehmen gibt dem Mitarbeiter die entsprechenden angaben und darauf kann er sich verlassen, wenn diese angaben fehlerhaft sind ist nicht der Mitarbeiter haftbar sondern das unternehmen
Glaubst du ernsthaft der Verkäufer bekommt einen übersicht über die Beschwerden? In einer 10 Mann bude ist das vielleicht noch so, bei den internetprovidern im haus eher nicht

Würdest du von selbstständigen sprechen wäre es was anderes, der kioskbetreiber ist in deinem fall selbstständig

Die Entlohnung der Mitarbeiter in unternehmen zielt darauf ab dass sie keine Haftung übernehmen, dafür bekommt der Mitarbeiter nicht so viel, sollte der Mitarbeiter nicht im sinne des Unternehmens gehandelt haben so wird er vom unternehmen sanktioniert (keine erfolgsprämie, Abmahnung, ausbleibende Gehaltserhöhung, Kündigung) und nicht vom kunden/Gesetzgeber.

Dein zweiter beitrag zeigt das du von einer fantasiewelt sprichst
 
@0711: Natürlich tu ich das. Habe ich Anfangs doch schon erwähnt.

Ich würde auch behaupten das die Gehälter mit der gestigenen Verantwortung steigen müssen. Sodass man damit gleichzeitig das Problem der finanziell prekären Beschäftigungsverhältnisse lösen würde.

Ich bin mir sehr wohl bewusst das die Realität eine andere ist. Und das sich mein Vorschlag in dieser nicht umsetzen lässt.

In der Realität sollten wir uns als Verbraucher freuen, das wir wenigsten etwas von der Willkür der Unternehmen geschützt werden mit dem neuen Gesetz. Was irgendwie traurig ist, finde ich, da es wirklich nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist.

Es sollte wenigstens soweit gehen das die verantwortlichen im Management ein Berufsverbot bekommen, also in Zukunft keinerlei Personalverantwortung mehr übernehmen dürfen.
Ist bei Ärzten die per Vorsatz betrügen oder Schaden anrichten auch so.

Und das ist nicht wirklich Realitätsfremd. Es würde die Gesellschaft vor diesen Gierigen Menschen schützen. Sie würden durch den Betrug ihre charakterliche Nicht - Eignung für die Personalführung nachweisen.
 
@Speggn: Letztlich hilft bei Willkür der Unternehmen nicht die Mitarbeiter zu bestrafen, sondern jene die Entscheiden können oder das Unternehmen selbst. Ich halte dienen Ansatz für völlig verfehlt und denke dass hiermit nur der Druck auf die Mitarbeiter steigt, die Verantwortung steigt, die Entlohnung aber nicht adequat. Aus der Verantwortung werden sich Unternehmen dann rausstehlen und dafür sehr dankbar ist...gerade bei Internationalen Unternehmen werden die Mitarbeiter die einzigen auf welche der Druck steigt, den Entscheidern im Ausland wird es wurst sein, die nächste "human ressource" wird vom Arbeitsamt geliefert nachdem die alte verbraucht ist

Doch das ist realitätsfremd, denn der einfache Verkäufe bekommt selten die Reklamationsquoten oder gar aus welchen Bereichen diese kommen mit...dafür gibt es Strukturen im Unternehmen dass sich nicht jeder mit sowas auseinandersetzen muss. Der Mitarbeiter hat guten Grund darauf zu vertrauen dass die Angaben welche ihm gegenüber gemacht werden auch korrekt sind, er gibt diese ja lediglich weiter
 
Da hast du schon irgendwie recht. Das sind alles nur Dinge die Funktionieren würden wenn ALLE Menschen in der Westlichen Hemisphäre am selben Strang ziehen würden. Was letztendlich auch nötig sein wird, wenn man erreichen möchte das sich die Schere zwischen Arm und Reich langsam schließt, und nicht immer schneller öffnet. Denn wenn die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden, dann würde man bald mehr Strafzahlungseinnahmen als Steuereinnahmen haben....

Zum Beispiel der Cum-Ex Skandal -> Geld zurück + Strafen und man hätte 1/3 des Bundeshaushalts eingenommen. Es werden sicher tausende Menschen beteiligt sein, die je nach Vermögen von ein paar hundert mit bis zu Milliardenstrafen belegt werden sollten. Ich will gar nicht wissen wie viele Billionen in der USA am Fiskus vorbei geschleust werden....

Ps: Sollte der Betrug nachgewiesen sein, muss halt auch ein kleiner Mitarbeiter nachweisen das er es nicht hätte wissen können. Nicht ausgehend von dem Was ihm sein Vorgesetzter sagt, sondern von dem was er in Eigenrecherche hätte in Erfahrung bringen können. Verantwortung halt.

Ich sagte ja auch, in der Realität sieht es leider anders aus.
 
@Speggn (re:4): Es geht aber NICHT um "...eine Strafrechtliche Relevanz..." ! Es geht um Vertragsrecht nach BGB ! Da wird nix strafrechtlich relevant, allerhöchstens zivilrechtlich (BGB) wie Nichteinhaltung von ziv. Verträgen, Ersatzleistungen, Schadensersatzforderungen, Kündigungsrechte usw. Alles nix Strafrechtliches. Nur Zivirecht!

Manch Einer würde vielleicht meinen, wie wäre es mit Betrug? Das bedarf aber noch besonderer Umstände und ist in diesem Zusammenhang noch nie vorgetragen worden bzw. gerichtlich abgehandelt worden.
 
@Kiebitz: Meiner Meinung nach ist das Betrug. Und sollte Strafrechtlich verfolgt werden.

Zivilrechtlich kommt das ganze noch dazu.

Stells dir vor wie ein Autounfall den man verschuldet hat. Zum Schadensersatz und der Zivilklage, kommt noch eine Strafanzeige wegen gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr und fahrlässiger Körperverletzung. Die gibts oben drauf.

Und so sollte es hier auch sein. Ist es in der Realität natürlich nicht,das ist mir bewusst. Aber das ändert nichts daran das die jetzige Lösung dazu führt, das man einfach Menschen übers Ohr zieht, die nicht das Geld oder die Nerven oder den sozialen Rückhalt haben, um sich Zivilrechtlich zur Wehr zu setzen. Ist das Selbe mit der Mietpreisbremse. Es ist lächerlich das der Mieter sich jetzt gerichtlich zur Wehr setzten kann wenn der Preis zu hoch wird. Der Staat müsste hier eingreifen und dem Vermieter bei mehrmaligem Verstoß die Immobilien beschlagnahmen und verkaufen. Der Gewinn ist dann die Strafzahlung die der Staat einbehält.
So fliegt der Mieter nicht raus weil er dem Vermiter ein Dorn im Auge ist. Der Vermieter kann seinen unrechtmäßigen Machenschaften nicht mehr nachgehen und stellt damit keine Gefahr mehr für die Gesellschaft dar. Die Strafzahlung, bzw. Beschlagnahmung aller Immobilien (außer der selbst bewohnten natürlich) sollte dieser Person dann ein genügend großer Denkzettel sein.
Der Mieter sollten den Vermieter bei einem Verstoß gegen die Mietpreisbremse einfach anzeigen können, und die Staatsanwaltschaft übernimmt dann den Rest.
Genauso sollte es sein wenn einem Provider nachgewiesen werden kann, das er eine deutlich geringere Bandbreite liefert als er verkauft.
 
@Speggn (re:4): Da geht aber Einiges durcheinander bei Dir! 1. Der ausführende Mitarbeiter handelt im Auftrag des Arbeitgebers, hier also des Providers. Er hat keinen Einfluss auf die Art und Ausführung der Leistung der Netze. Das hat der Provider als Anbieter.

2. Der Verkäufer ist nicht der einzelne Angestellte, der Verkäufer ist der Provider!

3. Arbeitsverweigerung ist Kündigungsgrund. Der einzene Angestellte betrügt auch nicht, falls Du so denken solltest, denn er hat keinen persönlichen Gewinn in der Sache.

Zu Betrug: Deiner Meinung nach magst Du es so sehen, im Sinne des Strafrechts ist es das aber nicht!.

Dein Beispiel "Autounfall" im übertragenen Sinne bei dieser Thematik, trifft nicht den Kern. Folgendes Konstrukt wäre das richtige Beispiel: VW-Diesel - Verkäufer - Werk >>> . Richtig wäre, ein Autoverkäufer verkauft einen VW-Diesel. Diese sind nun ja (teils) mit Mängeln behaftet. Das konnte der Verkäufer aber nicht wissen. Er ist auch nicht verantwortlich dafür. Darum ist nicht er sondern das Werk haftbar. Ähnliches gilt bei anderen Mängeln, etwa defekte Airbags. Den "Autounfall" hat die Firma, der Provider, verursacht durch Minderleistung. Dein Beispiel ist daher falsch.

Zur Mietsache: Natürlich kann ein Mieter rechtlich gegen einen Vermieter vorgehen, der überhöhte Miete verlangt. Der Mieter kann sogar in aller Ruhe einen solchen Mietvertrag unterschreiben. Und ist er in der Wohnung geht er gegen die überhöhte Miete vor. Geht tatsächlich so zu machen. Nur, ist natürlich keine schöne Sache, mit einem Vermieter (ob privat oder Großkonnzern) im Clinch zu liegen.

Nur, bei allem was Du schreibst ist ja auch was Wahres dran, aber die Welt, die Rechtslage ist nun mal nicht so. Und handeln kann man eben (und machmal auch nur leider!) innerhalb des Rechts / der rechtlichen Möglichkeiten.
 
@Kiebitz:

1. Der Ausführende Mitarbeiter hat zu prüfen ob sein Arbeitgeber ihn anweist etwas unrechtmäßiges zu tun. Spätestens nach ein paar Beschwerden hat er davon auszugehen und ihm nicht mehr blind zu vertrauen. Wenn er weiß das der Provider die Angebotene Leistung nicht erbringt, darf er seine Produkte nicht mehr mit der angepriesenen Leistung verkaufen.

2. Der Verkäufer ist nicht der Provider, der Verkäufer ist die Person die dem Käufer den Vertrag aushändigt. In den meisten Handybuden sind die Selbständig, kaufen Produkte ein, prüfen diese aber nicht und verkaufen sie an ihre Kunden mit falschen Versprechen weiter. Sollte man Online bestellen, gibt es jemanden der für den Onlineverkauf verantwortlich ist. Steht üblicherweise im Impressum.

3. Arbeitsverweigerung weil man sich weigert im Auftrag des Arbeitgebers eine Straftat zu begehen ist kein Kündigungsgrund.
 
@Speggn: und das würde nur dazu führen das du nur noch Verträge mit niedriger Geschwindigkeit kriegst die der Provider auch einhalten kann, damit er ja keine Strafe zahlen muss ... und Schluß ist mit schnellen Leitungen!

Also ich zahle lieber eine 50 bei der ich nur 30 kriege als dann nur ne16 zu kriegen die sei garantieren können!

Oder glaubst du echt ein Provider der jetzt nicht in den Ausbau investiert baut deswegen dann aus? So naiv kann man gar nicht sein!
 
@serra.avatar: Joa, das stimmt, dazu würde das Ganze führen. Ich möchte doch nicht belogen werden. Ist mir doch egal ob 200Mbit kaufe wenn ich eh nur 50 bekomme. Dann habe ich doch nur 50 gekauft. Dann können sie es gleich als 50 verkaufen. Logischerweise zu 1/4 des Preises.

Das Ganze sollte die Provider dazu bewegen einen Geschwindigkeitsabhängigen Tarif anzubieten. Man bezahlt pro Mbit. Dann spielt es doch keine Rolle was letztendlich bei einem ankommt. Man bezahlt nur das was man bekommt. Darüberhinaus sollte ein Mindestwert garantiert werden. Zum Beispiel:

200 Mbit optional. 50 Mbit garantiert. 10ct. pro Mbit. Man bezahlt also mindestens 5€ und bekommt dafür mindestens 50mbit. Sollte der Provider es schaffen einem 200 Mbit dauerhaft über den Monat zur Verfügung zu stellen bekommt er 20€. In den Routern könnte eine verpflichtend vorhandene Software nachts bei Inaktivität des PCs die Leitung prüfen sowie die Geschwindigkeit im Tagesbetrieb loggen und die statistischen Daten (ohne Nutzungszeiten, nur Durchschnittliche Geschwindigkeit pro Tag) zu einer Behörde hochladen, die die realistische Internetgeschwindigkeit überwacht und den Providern jedes Jahr eine Statistik zu jedem Anschluss bereitstellt. Die SoCs in Routern sind heutzutage leistungsfähig genug dafür.

Dabei sollte das Ganze behandelt werden wie ein Abschlag der Stromrechnung:
Man bezahlt immer die maximale Summe im Monat. Am Jahresende wird die Statistik der realen Geschwindigkeit über die Monate ausgewertet und man bekommt eine Rückzahlung oder Gutschrift für das nächste Vertragsjahr.

Das wäre absolut gerecht, würde niemanden übervorteilen und trotzdem eine hohe Initiative bei den Providern hervorrufen eine hohe Netzgeschwindigkeit bereitzustellen.

Zudem könnte man dann bei der fiktiven Behörde eine täglich aktualisierte Statistik über die Netzauslastung und Fähigkeit des Netzes abrufen. Diese Offenheit setzt die Provider automatisch unter Druck, da Leistungslöcher sofort die Aufmerksamkeit der gesamten Öffentlichkeit haben. Ein Provider der auch nachweislich eine 100%e Abdeckung mit einer gewissen Mindestgeschwindigkeit hat, würde in einem gänzlich anderen Licht stehen als einer, der dies nur Behauptet und ihm durch die Statistik eine Lüge nachgewiesen werden kann.

Das Ganze muss nur gesetzlich erzwungen werden, denn so fair würde kein Provider sein...
 
@Kiebitz: Natürlich kann man nur im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten handeln. Ich habe doch nur ein "So sollte es meiner Meinung nach sein" Szenario beschrieben.

Um bei deinem Diesel beispiel zu bleiben, es ist echt perfekt, dann würde es bedeuten:

Ein VW Verkäufer in einem Autohaus verkauft einem Kunden 2017 einen gebrauchten Diesel der nachweislich mit einem dieser Schummel Programme für den Prüfstand ausgestattet ist, und versichert dem Kunden das dieser Diesel bestimmte Grenzwerte einhält.

Vor dem Abgasskandal wäre dies in der Verantwortung des Werks gewesen. Nachdem es aber öffentlich bekannt wurde das das Werk massiv betrügt, liegt es letztendlich in der Verantwortung des Verkäufers das er keine Schummelsoftware verwendet. Dabei muss er in gewisser Weise natürlich immer noch auf den Konzern vertrauen, denn die neue Softwareversion kann ja immer noch schummeln. Ein OBD Anschluss und Auslesen der Firmwareversion sollte jedes Autohaus beherrschen.

Sollte ein Verkäufer einer Aufforderung des Kunden nach einer Überprüfung der Softwareversion nicht nachkommen, ihm versichern das diese aktuell ist, das Fahrzeug verkaufen, und dann damit konfrontiert werden, das noch die alte Schummelsoftware im Steuergerät ist, dann ist er ganz einfach ein Betrüger.

Ich rede hier bewusst nur von Netzwerkprovidern und der Mietgeschichte weil dies beides in der Öffentlichkeit bekannte Probleme sind.
Das mit dem VW Dieseln eignet sich auch als super Beispiel. Vielen anderen Herstellern wird doch nach und nach auch nachgewiesen das die Werke betrügen. Eine unabhängige Überprüfung durch die Mitarbeiter eines Autohauses ob sie da überhaupt verkaufen was versprochen wird, sollte doch kein Problem sein. Daher ist hier für mich auch ein Punkt erreich an dem die Mitarbeiter die zwischen Werk und den Käufern stehen, in der Verantwortung sind zu überprüfen ob das Werk die Käufer nicht bescheißt. Das Bewusstsein dafür ist in der Öffentlichkeit angekommen.

Bei vielen anderen dingen wo sich plötzlich Probleme herausstellen und schnell eine Lösung gefunden wird, gilt das natürlich nicht. Als Toyota damals den Airbag Skandal in den USA hatte, hat niemand mit Vorsatz gehandelt. Es wurde in der breiten Öffentlichkeit als Skandal erst bekannt, als es schon große Ausmaße angenommen hat. Manager die dies wussten wurden Bestraft. Der CEO musste sich persönlich entschuldigen und für den Rest der Firma war es eine massive Fahrlässigkeit die auch entsprechend bestraft wurde (ich glaube 11Mrd$ Strafe oder so).
Bei VW wurde mit Vorsatz gehandelt. Ich weiß nicht ob sie es immer noch tun. Viele andere Hersteller tun es zur Zeit noch. Vermieter handeln mit Vorsatz und auch Provider tun es. Dies ist im Bewusstsein der Öffentlichkeit. Daher sollte blindes Vertrauen der Mitarbeiter in diesen, betroffenen Branchen nicht gefördert, sondern bestraft werden.
 
@Speggn: (re:18): Zu Deinem 1. Der ausführende Mitarbeitet, wie Du richtig formulierst, weiß im individuellen Umgang mit den Kunden ja nicht, wie die Leistung (Netzgeschwindigkeit) real zwischen Provider und Kunden tatsächlich sein WIRD! Wird! Denn vor dem Vertrag und mit Abschluss des Vertrages weiß es nicht der ausführende Angestellte und der Kunde natürlich auch nicht. Das stellt sich erst danach heraus. Und natürlich weist der Provider explisit und konkret und persönlich direkt nicht seinen Mitarbeiter an, was Unrechtmäßiges zu tun.

zu 2. Die Handybuden sind nicht Verkäufer im rechtlichen Sinn, sondern Vermittler. Vermittler zwischen Kunden und Provider. Und für diese Vermittlertätigkeit erhalten sie eine Provision. Theoretisch könnten sie mal Verkäufer sein, wenn sie ein Handy aus eigenem Bestand eigenverantwortlich ein- und weiterverkaufen. ABER bei einem vergünstigten Handy, vom Provider mit Verragsabschluss angeboten, vermitteln die Handybuden nur wieder. Ist nun mal rein rechtlich so.

UND noch zu 2. Der "Verkäufer" in Deinem Sinn ist ein abhängig beschäftigter Angestellter des Providers und in dessem Auftrag handelt er. Er ist nicht selbst- und nicht eigenständig.

Zu 3. Ich schrieb es ja schon, eine Minderleistung (zu geringe Geschwindigkeiten oder so) sind KEINE Straftat sondern allenfalls zivilrechtliche Probleme. Da kannst das noch sooo oft schreiben wie Du willst. Es ist keine Straftat. Es ist nicht einmal nach der jetzigen Gesetzeslage Betrug. Folglich kann sich auch nicht der "Verkäiufer" in Deinem Sinn straffällig gemacht haben. Ist nun mal so, ob Du es einsehen willst oder nicht.
 
@Kiebitz: Natürlich ist es das alles nicht. Ich bin doch nicht blöd. Ich beschreibe wie gesagt nur ein "So sollte es Meiner Meinung nach sein Szenario".
Ich möchte die dinge gerne Strafrechtlich geregelt haben. Denn wie soll denn ein Hartz IV Empfänger oder Rentner mit Mindesrente zivilrechtlich gegen einen Konzern wie Vodafone oder so vorgehen? Daher sollte er meiner Meinung nach den deutschen Staat als Hebel an seiner Statt durch eine Anzeige einschalten können um das Problem zu lösen. Es darf doch nicht an der Finanzkraft und psychischer Verfassung festgemacht werden, ob man sich Betrug oder einem sonstigen einseitigen Vertragsbruch aussetzen muss, oder ob man sich davor schützen kann.

Das hat doch außerdem nichts mit einsehen oder so zu tun. Es tut mir leid wenn das irgendwie falsch rüber kam. Mir ist die Realität durchaus bewusst. Ich möchte nur meine Idee diskutieren, und nicht darüber, das es Heutzutage anders ist. Das ist doch klar.
 
@Speggn: Wie ich ja weiter oben schon schrieb: Bei allem was Du schreibst ist ja auch was Wahres dran, aber die Welt, die Rechtslage ist nun mal nicht so. Und handeln kann man eben (und machmal auch nur leider!) innerhalb des Rechts / der rechtlichen Möglichkeiten.

ALSO hilft es doch eigentlich nicht, über das "So sollte es Meiner Meinung nach sein Szenario". zu diskutieren. Das war so mein Ausgangspunkt. Von daher sind wir wohl nicht sooo total auseinander, nur die Ausgangspunkte war unterschiedlich. Aber ich konzentriere mich immer mehr auf das "Machbare".

Nun ich mit Entschuldigung: "Ist nun mal so, ob Du es einsehen willst oder nicht" war etwas unpassend fomuliert. Mir ist schon bewußt, dass Du darüber schreibst, was sein sollte oder / und gut wäre. Sind wir gar nicht auseinander! Bin ich auch teils Deinerr Ansicht.
 
@Kiebitz: Die Gedanken sind Frei. Ich lasse mich dabei nicht gerne von der Realität beschränken. Machbar ist meist so wenig, das eine Diskussion darüber meiner Meinung nach keinen Sinn ergibt.
Jetzt hat man als Kunde also ein gesetzlich zugesichertes Sonderkündigungsrecht beim Provider. Okay. Aber das Ganze hört doch dort schon wieder auf, das das Netz in manchen Regionen unabhängig vom Provider langsam ist, und man bei jedem viel mehr Kauft und Bezahlt als man bekommt.
Und das Gesetz die Provider in keiner Weise in die Pflicht nimmt in diesen Regionen für eine den Angeboten entsprechende Geschwindigkeit zu sorgen, oder die Angebote der Geschwindigkeit relativ zum Rest des Landes anzupassen.
Zudem müsste man im Streitfall auf zivilrechtlichem Wege in Vorleistung treten. Gegen einen Multi Milliarden € Konzern der eine Instanz nach der anderen durchhält. In der Theorie müsste man also zu jedem Internetvertrag eine Rechtsshutzversicherung abschließen....
 
@Speggn: Nun ja. Aus der News geht aber hervor, das die Werte maßgebend sind, die beim Verbraucher ankommen, die er nutzen kann, die der Provider dem Verbraucher bereitstellt. Es geht sozusagen nicht darum, was der Provider für einen Input gibt, sondern was beim Vertragsnehmer, dem Kunden, als Output vorhanden ist. Und gibt es da zu grosse Nergativ-Differenzen zu dem, was der Provider dem Kunden als nutzbare Leistung zugesichert hat, besteht dies Sonderkündigungsrecht. Von daher ist es unerheblich, ob "...das Netz in manchen Regionen unabhängig vom Provider langsam ist...". Der Provider kann ja vorher seine ankommende Leistung messen in guten oder schlechten Netzen, bevor er Leistungszusagen gegenüber dem Kunden macht.

Zu "...Die Gedanken sind frei...", ja zum Glück ist das (meistens) so. Natürlich denke auch ich schon mal, was alles sein könnte. Aber (leider?) ist für mich mehr die Realität der Ausgangspunkt.

Zu "...Machbar ist meist so weinig, das eine Diskussion darüber meiner Meinung nach keinen Sinn ergibt..." stelle ich öfters fest, das vieles mehr machbar ist als man zunächst meint. Aber der Eine so, der Andere anders. Nichts davon muß falsch sein!
 
@Kiebitz: In der Regel macht der Provider dies aber nicht. Er verkauft einfach nach Schema F seine Produkte. Sollte man ein einer Region wohnen in der technisch keine hohe Geschwindigkeit möglich ist, macht alle Provider (wenn überhaupt mehrere möglich sind) trotzdem Leistungszusagen wie überall im Land und im TV beworben.

Deshalb existiert dieses Gesetz doch überhaupt. Wobei der Gesetzgeber davon ausgeht, das es auch ehrliche Provider gibt, zu denen der Nutzer dann wechseln kann. Die gibt es aber nicht.
 
@Speggn: Nun drehen wir uns aber im Kreis. Du schreibst davon was sein könnte. Ich davon, welche Rechte dann der Kunde in diesem Fall hat.

Und "...Sollte man ein einer Region wohnen in der technisch keine hohe Geschwindigkeit möglich ist, macht alle Provider (wenn überhaupt mehrere möglich sind) trotzdem Leistungszusagen wie überall im Land und im TV beworben...". vielleicht ja, vielleicht nein. Sicher aber, Klagerecht / Kündigungsrecht für den Kunden.
 
@Kiebitz: Okay, ich ändere meine Formulierung.

WOHNT man in einer Region in der technisch nur eine geringe Geschwindigkeit notwendig ist, wird er keinen Provider finden, der ihm einen Tarif anbietet der dieser realen Geschwindigkeit entspricht. Es ist kein sollte Szenario. Sondern die Realität.

Und natürlich hast du recht damit das das Kunde das recht hat dann seinen Vertrag zu Kündigen, und natürlich hat er auch das Klagerecht wenn der Provider sich weigert.

Was ich dich frage ist: Was nützt es ihm in einer solchen Situation? Er hat doch dadurch nichts gewonnen. Er kann nur wieder einen anderen Provider nehmen bei dem er in der selben Situation ist.

Solche Regionen gibt es in Deutschland sehr häufig. Seien es Ländliche Gegenden in denen durch veraltete Leitungen nur 4Mbit ankommen, das kleinste Angebot überhaupt aber 16mbit sind.
Oder Großstädte in denen 250 - 400 Mbit beworben werden, in den Üblichen Zeiten nach Feierabend aber höchstens 30 verfügbar sind, wenns hoch kommt. Und da Spielt der Provider keine Rolle mehr wenn das gesamte Netz physikalisch an seine Grenze kommt.

Was hat der Kunde in dieser Situation von dem neuen Gesetz?
 
@Speggn: Uff! Zum 1. Absatz: In Regionen mit minderen Netzen wird der Kunde einen Provider finden, der einen Tarif mit realer Leistung anbietet. Weil dieser Provider das muß. Weil sonst das Kündigungsrecht zum Tragen kommt, weil sonst die Bundesnetzagentur ihm eins auf den Kopf gibt. Bleiben wird aber, dass die zugesagte Leistung zwar real aber deutlich niedrig sein wird. Und der Kunde dadurch kein schnelles Netz bekommt.

Von daher nützt es dem Kunden in der Situation lahmer Netze natürlich nichts, er bekommt nichts Schnelleres. ABER er zahlt auch nicht für etwas angeblich Schnelles, ohne dass er es real hat. Und das ist doch der Vorteil der neuen Bestimmungen.

Zu Deinem letzten Absatz: Ist schon klar, mit Regionen in ländlichen Gegenden, in denen veraltete Leitungen vorhanden sind. NUR das ist eine Netzstruktur- / Netzausbau-Frage. Und die ist nicht Gegenstand der neuen Festlegung
durch die Bundesnetzagentur. Das ist eine andere Diskussion.
 
@Kiebitz: In strukturschwachen Regionen gibt es in der Regel keine Kunden die einen Rechtsstreit finanziell auf sich nehmen könnten.Das Kündigungsrecht kommt erst jetzt zum Tragen, da sich die Provider vorher auf die "bis zu" Regelung berufen konnten. Der Bundesnetzagentur war es bis dahin auch kein Dorn im Auge weil alles Rechtskonform war.

Es ist eine Sache der Netzagentur den die Provider dazu zu bewegen entweder die Netzstruktur auszubauen, oder die Preise und Angebote an die real vorhandene Geschwindigkeit anzupassen.

Und solange der Kunde in einem lahmen Netz keine Möglichkeit hat schnelleres Internet zu bekommen, dann zahlt er doch für etwas angeblich schnelleres, was er nicht bekommt. In dieser Situation bezahlt er für einen Tarif der um ein Vielfaches schneller beworben wurde als real möglich ist.

Ich selbst bin auf einem Dorf in Niedersachsen groß geworden, auf dem es je nach Provider und Angebot überall zwischen 2 und 16 Mbit gab. Real kamen egal bei wem zwischen 400kbit und 1 Mbit an... Bezahlt haben wir für 2... Also das doppelte bis vierfache... Wo hätten wir damals mit der neuen Regelung einen Vorteil gehabt?

Auch heute kann man in dem Dorf bei Kabel Deuschland 250er DSL buchen. Zwischen 120 un 150 kommen an. Bei den Nachbarn mit 50er DSL der Telekom (Dank der benachbarten Kleinstadt) kommen mit glück 30 an...
 
@Kribs: Es gibt da bereits Gerichtsurteile, die besagen, bis 10% geringere Leistung ist zumutbar. Sind wir also auch wieder bei den 90% von der Bundesnetzagentur.
 
@Kiebitz: Wer da Minus gab, hat wohl nicht den richtigen Überblick. Dann eben hier Belege dazu:

Zu langsames Internet: Recht zur außerordentlichen Kündigung, siehe Urteile von

Amtsgericht Kiel (Az.: 106 C 21/11) im Sinne eines Verbrauchers, dessen DSL-Geschwindigkeit deutlich zu gering ausfiel. Die Richter entschieden, dass dem Verbraucher ein Kündigungsrecht wegen Wegfalls der Geschäftsgrundlage (§ 313 Abs. 3 S. 2 BGB) zusteht.

Urteil vom 07.05.2009 hat auch das Amtsgericht Fürth (Az.: 340 C 3088/08).

Amts­gericht München am 07.11.2014 (Az.: 223 C 20760/14).

Amtsgericht Montabaur in seinem Urteil vom 04.08.2008 (Az.: 15 C 168/08) > Neben einem Recht auf außerordentliche Kündigung könnte sogar noch ein Anspruch auf Schadensersatz zustehen. So sprach etwa das Amtsgericht Montabaur im seinem Urteil einem Kunden die Extra-Kosten für einen DSL-Vertrag bei einem anderen Anbieter zu.

Oberlandesgericht Köln, Urteile vom 16.12.2011 - 6 U 146/11 und 6 U 150/11 wegen irreführender Werbung mit zu hohen Werten Download / Upload.

TKG Novelle vom 10. Mai 2012 l Volle Leistung nach Umzug, sonst Kündigung möglich:
Ist es dem Kunden nicht möglich, am neuen Wohnort die bisher genutzte Leistung weiter in Anspruch zu nehmen, wird beispielsweise nur eine geringere Internetbandbreite zur Verfügung gestellt oder kann der Provider vor Ort gar keinen Anschluss schalten, ist eine Kündigung gerechtfertigt.

Bleibt Ihre Bandbreite dauerhaft unter den versprochenen Werten, kann man eine außerordentliche Kündigung - gestützt auf § 626 BGB oder § 313 Abs. 3 S. 2 BGB - erwägen. Paragraf 626 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), welches ein "Kündigungsrecht aus wichtigem Grund" einräumt.

Internet-Provider müssen für Transparenz sorgen: Ab Mitte 2017 müssen Internet-Provider ihre Verträge für Breitbandanschlüsse übersichtlicher und transparenter gestalten. So muss beispielsweise die tatsächliche Leistungsfähigkeit des Internetanschlusses ersichtlich sein, statt einer Klausel "bis zu Geschwindigkeit X". Das sieht die kürzlich verabschiedete Transparenz-Verordnung vor und verpflichtet die Anbieter, auf Grundlage von Messungen konkrete Angaben zur tatsächlichen Geschwindigkeit von Internetanschlüssen zu machen.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat 2005 entschieden, dass es sich bei einem Vertrag über die Verschaffung des Zugangs zum Internet um einen Dienstvertrag handelt (AZ.: III ZR 338/04). Ein Dienstvertrag kann laut § 626 BGB jederzeit aus wichtigem Grund gekündigt werden, wenn dem Kündigenden die Fortsetzung des Vertrages bis zum Ende der Laufzeit nicht zugemutet werden kann.

Noch weitere Fragen lieber anmonymer Minusgeber?!
 
@Kribs: Hier greift das generelle Prinzip: Als geschädigter musst Du selber anzeige erstatten und bist in der Beweispflicht. Das macht die Polizei und Staatsanwaltschaft auch nicht für dich.
Das macht sie nur im Namen des öffentlichen Interesses, aber nicht in deinem als geschädigter!
 
Und die Anbieter selbst bescheissen bei der Angabe ob im Router oder deren Eigenen Speedtest's.
 
@Moppi1980: gibt es dazu ne Quelle?
 
@e-foolution: die Quelle ist Eigeninfo über verschiedene Speetest's. Der Test über den Router vom Anbieter und der Test auf der Anbieterseite selbst war immer schneller als ein externer Test der auch in Deutschland Pakete zum Test versendet. Fragt man den Anbieter gibt es entweder Ablehnungen dazu oder die Aussage das Abweichungen immer da sind. Nutzt man seine Leitung immer für das gleiche merkt man irgendwann Unterschiede. Mich stört es nicht da die Abweichungen für mich und den derzeitigen Preis noch tolerabel sind was Sie wiederum laut dem Gesetz nicht mehr sind. Lg
 
@e-foolution: Vodafone erkennt nur die Speedtests an, die mit der eigenen App/Website gemacht wurden.
 
Letztlich hilft dieses Gesetz nur, um früher aus einem Vertrag zu kommen. Ein neuer Anbieter wird am selben Anschluss dann auch nicht mehr liefern können und das Spiel beginnt von vorne.
 
@Akkon31/41: Da würde nur die Anpassung am Preis Helfen, wenn der Mangel nicht behebar ist.
 
@MancusNemo: Und das wird kein Provider machen. ;-)
 
@MancusNemo: nö er verkauft dir einfach nur noch nen niedrigeren Anschluß welchen er garantieren kann anstatt 50 zu zahlen und nur 30 zu kriegen kriegst dann halt nur noch nen 16er ... damit ist der Provider fein raus. Pech für dich!
 
@Akkon31/41: Doch wird er u.U.
Kabelanbieter haben gänzlich andere Voraussetzungen wie telekomanbieter, auch ist für Schwankungen selten die letzte meile wntscheidend
 
@Akkon31/41: Die neuen Regeln erhöhen den Druck auf die Provider nicht mehr einem so schamlos das Blaue vom Himmel zu versprechen vor Vertragsabschluss. Ich würde sagen, das hilft durchaus. Ob es reicht? Man wird sehen ...
 
@Akkon31/41: Und wenn DU das 10te mal gekündigt hast und alle Provider durch hast, hast es geschaft auf der Blacklist der Provider zu landen und die machen gar keinen Vertrag mehr mit Dir. Dann aber hast es zumindest geschafft den Speed zu bekommen für den Du bezahlt. 0€ für 0 Speed :)
 
Wie soll das bitte richtig umgesetzt werden? Jeder hat im Hintergrund etwas laufen das Bandbreite frisst. Sei es Sicherheitssoftware, Systemupdates, etc. pp.
Wie sollen 95% der versprochenen Bandbreite bei Speedtests bewerkstelligt werden? Dies ist nahezu unmöglich. Oder soll man etwa jedes mal vor so einem Test alle Programme, welche im Hintergrund laufen, schließen (was ohnehin nicht geht)?
 
@Ryou-sama: Ein wirklich intelligenter Speedtest kann das alles erkennen. Da könntest du einfach das Netzwerk Auslasten mit was du willst und wie. Es erkennt das aus dem Internet statt 16 MBit nur 2 MBit kommen.
 
@Ryou-sama: Wenn man die Speedtest entsprechend den Angaben richtig durchführt (Hintergrundaktivität möglichst schliessen, keine Telefonate und TV über IP usw...), dann kann man schon sehr gute, aussagekräftige Ergebnisse bekommen. Abgesehen davon, einfach mal eine größere Datei (z. B. Windows ISO Datei) downlaoden und Zeit und Größe festhalten. Dann kann man mit Sicherheit sagen in welchem Bereich die Geschwindigkeit liegt. Übrigens ist hier auch noch die Zeit der Messung sehr relevant. Ich empfehle immer morgens früh. Bei mir zumindest funktioniert es und ich liege sogar immer über den 90 % Bereich.
 
@ossichecker: Gerade die Schwankungen über den Tag sind doch ein Problem was den Kunden nicht treffen soll/darf aber momentan trifft
 
mehrere Kriterien definiert:

- Abschaffung von Dämpfung
- Abschaffung des spezifischen Widerstands
- Erhöhung/Abschaffung von Lichtgeschwindigkeit
- Aufhebung Ursachen/Wirkungsprinzip
- Aufhebung Energieerhaltungssatz

Bei Verstößen dagegen hat Gott, bzw. dessen Vertreter der Papst, in Haft genommen zu werden.

Na endlich wird diesen Naturgesetzen aufgezeigt das diese dem Menschen nicht passen!
 
@marcol1979: Das hat doch gar nichts damit zu tun. Niemand hat gesagt dass es einfach ist, Internet für jeden in der beworbenen Bandbreite bereit zu stellen.

Aber was würdest du denn machen, wenn an der Theke Gouda für 4,99/KG angeboten wird, du aber immer 1KG bezahlen musst.
Auf einmal sagt die Dame: "Ich kann Ihnen nur 600 Gramm geben. Mehr haben wir nicht mehr.

Da würdest du ja auch direkt sagen: Ist Okay. Habe kein Problem damit.

Ich verstehe dass Käse einfacher abzugeben und zu bezahlen ist, als Internet, aber!

Ganz einfach, bei der Vertragsschluss max. Geschwindigkeit messen. Den "Kilopreis" anpassen und fertig.
 
Warum sollte ich für eine bezogene und bezahlte Leistung weniger in Kauf nehmen. Das Gesetz gehört wie vieles andere auf den Müll. Wenn ich für einen Betrag sagen wir 20 Euro im Monat eine Geschwindigkeit von 120 MB/s beziehe sollten mir die auch zu jeder Zeit zur Verfügung stehen. Bla bla bla 90% davon ist doch totaler Käse. Wenn ich ein Auto kaufe will ich das doch auch jeden Tag nutzen, da kann doch der Hersteller auch nicht sagen das fährt nur von Montag bis Samstag. Sonntag tut uns leid.
 
@Drnk3n: Dieser Anspruch ist Schwachsinn, weil es einfach technisch nicht drin ist, "immer" an jedem Endpunkt die 100% zu erreichen. Und das änderst du auch nicht dadurch, dass du den Providern mit einem ultrascharfen Gesetz Druck machst.

Ist dasselbe, als wenn ich hier auf der Arbeit ein Projekt unmöglich bis morgen abschließen kann, weil mir ein Teil von einer externen Firma fehlt, und dann kommt der Abteilungsleiter und droht mir, zur Geschäftsführung zu gehen, wenn das nicht sofort fertig wird. Soll er doch, wird ihm nur leider absolut NICHTS bringen.
 
@DON666: Wenn ich für 100% Leistung bezahle, will ich 100% Leistung. Wenn Du das anders siehst, kannst Du das gern akzeptieren. Aber verlange das nicht von anderen! Anbieter sind in Bezug zu ihren Verträgen pingelig ohne Ende, falls man mal früher raus will oder (wie bei Kabel Deutschland) nur den Tarif wechseln möchte. Wieso sollte ich dann Zugeständnisse machen?

Sagt Dein Chef auch zu Dir: Du bekommst "bis zu" 6.000 Euro Lohn und zahlt Dir dann nur 900 Euro monatlich aus?
 
@Michael41a: Man sollte das vielleicht mal nicht ganz so extrem sehen. Bei erreichbaren Netzwerkgeschwindigkeiten gibt's nun mal technisch bedingte Toleranzen, die du einfach hinnehmen musst, da kannst du dich noch so querstellen.

Ist beim Job übrigens dasselbe. Niemand bringt immer 100% (und kein vernünftiger Chef verlangt das, er selbst kann's ja auch nicht), so was nennt man da dann den "menschlichen Faktor".
 
@DON666: Aber genau solche Akzeptanzen führen dazu, daß die Anbieter nachlässig werden. Man sehe sich nur Software an, wo der Käufer zu neuen Versionen auch noch sagt: "Die Programme sind heute so umfangreich, da sind Fehler normal." Man sieht ja heute, was dabei rausgekommen ist.

Den Strom- oder Wasserverbrauch kann man auch sehr genau messen. Dann soll man das bei Traffic auch machen. Oder sie sollen verpflichtet werden, nicht mit "bis zu" zu werben, sondern mit "mindestens".
 
@Michael41a: Das mit "mindestens" ist ein guter Ansatz. Diese "bis zu"-Geschichte ist natürlich absolut kundenunfreundlich und verwirrend, da sind wir uns absolut einig.
 
Der Thread ist ja schon etwas älter, bin aber gerade darauf gestoßen, da mich das hier diskutierte Problem genauso wie Euch beschäftigt!
Was die Messung der Bandbreite beim Teilnehmer angeht wäre ich auch dafür es in ähnlicher Form zu messen wie Strom- und Wasserverbrauch wie es 'Michael41a' vorgeschlagen hat. Das ist sicher für den Einen oder Anderen etwas gewöhnungsbedürftig, da man im Gegensatz zu Strom und Wasser etwas Substanzloses misst.
Damit wären aber, lässt man die rein rechtlich begründeten Argumente beiseite, die meisten anderen Punkte wie technische Probleme beim ISP oder garnicht vorhandener Bandbreite, lügende Anbieter etc. hinfällig. Man bezahlt nur das was man nutzt nicht das was man (angeblich) bekommt! Man bezahlt ja auch nicht den Wasserverlust vor der Wasseruhr (höchstens indirekt uber den allgemeinen Wasserpreis pro Kubikmeter).
Ein solches zuverlässiges Mess-Tool ist tatsächlich leicht zu programmieren (habe ich schon vor mehr als 10 Jahren mal gemacht, allerdings in einem anderem Zusammenhang).
Wichtig dabei wäre es aber auch dieses Tool nicht vom Anbieter selbst programmieren zu lassen, sondern es z.B. nach (DIN-)Regeln zu spezifizieren, extern kontrolliert entwickeln zu lassen und mit geeigneten Maßnahmen zu "verplomben" sonst haben wir, wie schon von 'Spegnn' erwähnt, eine "Dieselaffäre" auch bei den ISP-Providern ;-)
Allerdings ergibt sich daraus einige Probleme die auf den ersten Bick nicht ganz so offensichtlich sind, nämlich der Einfluss einer übertragungstechnisch schlechten Verbindung bei der die Datenübertragung unzuverlässig ist (z.B. Paketverluste) und deren Ursache außerhalb des vom ISP verantwortlich verwalteten Netzes (z.B. im weiteren Ausland) auftritt. In diesem Fall müssen die Pakete erneut angefordert und gesendet werden (TCP/IP ist ein gesichertes Übertragungsverfahren) was die Brutto-Bitrate erhöht! Daher kommt es darauf an was und wo gemessen wird d.h. der ankommende Bitstrom in der Netzwerkkarte (Brutto-Bitrate) oder nach dem TCP/IP-Stack (Netto-Bitrate). Und wem lastet man dann den Unterschied an, wenn diese Werte häufig und signifikant unterschiedlich sind? Was ist mit Verbindungsabbrüchen am Ende einer großen, langwierigen Datenübertragung (wer hat das nicht schon selbst erlebt)? Was ist wenn die Probleme beim Kunden alleine liegen (z.B. wenn die Datenübernahme/-anforderung izu langsam ist wegen eingeschränkter Leistungsfähigkeit seiner HW und die Verbindung deshalb zusammenbricht)?
Anders als bei Strom und Wasser ist die bereits empfangene Datenmenge dann meist komplett unbrauchbar. Weder das ISP-Unternehmen noch der Kunde wären dafür verantwortlich zu machen! Außerdem wäre es wohl ziemlich schwierig und aufwendig den Verursacher festzustellen und ihn dafür haftbar zu machen (geht wohl nur, wenn überhaupt, über detaillierte nationale und internationale Vereinbarungen)!
Allerdings glaube auch ich nicht daran, dass eine solche Vorgehensweise irgendeine Aussicht hätte in naher Zukunft umgesetzt zu werden. Das liegt m.E. einfach daran, dass das Problem der niedrigen "Netzabdeckung" in unserem Land noch offensichtlicher werden würde als es ohnehin schon ist, wenn man die so gewonnenen BB-Daten auswerten würde.
Es würde m.M. nach ein ziemliches "Buhei" auslösen und die verantwortlichen Politiker ziemlich alt aussehen lassen. Daher hat z.Zt. niemand von den zuständigen Personen daran ein Interesse. Erst wenn das Bandbreitenproblem durch höhere Investitionen zur besseren/vollen Netzabdeckung generell gelöst ist und jeder Teilnehmer seine gewünschte Bandbreite bekommen kann wird man einem solchen Verfahren von verantwortlicher Seite vielleicht zustimmen. Dann ist es aber höchstens offiziell noch zum Beweis der vollen Netzabdeckung sowie einer gerechteren Abrechnung erforderlich, nicht aber zur Beweisführung einer zu niedrigen Bandbreite!
 
Das Problem sehe ich bei den 20 Messungen pro Messtag! Wie wird ein Messtag definiert? 0 - 24 Uhr? Ich habe heute Morgen um 8 die erste Messung durchgeführt. Dadurch, dass ich mich getraut habe, das Haus mal zu verlassen, habei ch jetzt 53 Minuten Zeit, um noch 8 Messung durchzuführen... Sehr realistisch. Außerdem könnten die Anbeiter zu Gunsten des Kunden auch entscheiden, dass ihnen 5 Messungen am Tag reichen...
 
Jap, ich weiß das es lange her ist. Aber leider ja immer noch hochaktuell.
Ich Wohne auf dem Land. Ca. 5000 Einwohner. Hier ist seit einiger Zeit auch DSL zu bekommen. Aktuell sogar angeblich bis zu ( hahahahaha) 25 MBit/s ihr wisst sicher wie ich das meine ;-)
Diese Messungen der Behörde und so, hat im Schnitt überhaupt nix gebracht, und hat auch nix geändert .Bestenfalls die Bestätigung das wir weiterhin von den Providern für eine nicht erbrachte Leistung zur Kasse gebeten werden. Alles Messen und meckern hilft garnix. Die Behörde über seine geringe Datengeschwindigkeit zu Informieren hilft einem auch nicht weiter. Vielleicht hängt es aktuell damit zusammen, das die Bundesnetzagentur gerade über die neuen 5G Frequenzen verhandelt? Sogar Preisnachlasse hat es gegeben. Um den großen 3 entgegen zu kommen. Die Behörde hält die Füße still. Hinzu kommt, dass man aktuel im DSL bereich vielleicht noch etwas erreichen könnte, aber im Mobilfunkbereich, zum Beispiel wie in meinem Fall LTE....hat man keine Chance etwas zu erreichen. Hier beißt sich der Provider immer noch an seiner Aussage "bis zu" fest. Meine Versuche mich zu beschweren, dass diese Vorgehensweise eine Frechheit ist,( In der Werbung hohe Geschwingigkeiten zu bewerben, Verträge ab zu schließen, wo der Provider im Vorfeld weiß, er kann die Geschwindigkeit an dem Ort gar nicht liefern. Beispiel GigaCube) könnt Ihr auf der Vodafone Seite mitverfolgen. (in der Community unter Robobad )Der Typ der mich da immer wieder anschreibt ist eine echte Nervensäge. Langsam glaube ich wirklich, das es sich da um einen Bot handelt. Könnte das sein??? Der schreibt im allen möglichen Thread´s zu diesem Thema immer wieder die selben Sprüche, macht die Schreibenden runter. Nix destrotrotz, möchte ich gerne eine Petition zu diesem Thema starten. So was wie eine Umfrage, wie die LTE Kunden zufrieden sind mit der Erbrachten Leistung, und ob sie der Meinung sind, das die Gesetzgebung endlich eingreift. Das Schröpfen muss endlich aufhören. Da müssen unbedingt endlich klare Gesetzliche Richtlinien her. Würde da wohl jemand mitmachen? Ich würde dann gerne auch weitermachen, wenn genug interesse da ist. Politiker anschreiben, schauen, ob ein Anwalt da mitzieht. Damals habe ich es geschaft die Bearbeitungsgebühr für Privatkredite zu kippen, vielleicht schaffen wir ja heute zusammen diese Abzocke ein zu Dämmen. Abschaffen währe wohl zu hoch gegriffen und nicht durchführbar. Wünschenswert wäre auf jeden Fall, das sich die Politik mal wieder aktiv dem Thema zuwendet. Was meint Ihr ???
Gruß RoboBad
 
Ich bin seit Jahren Kunde der Telekom mit einem DSL 16MB/s Vertrag. Erreicht werden nur ca. 8 MB/s.
Nach Beschwerden bei der Telekom teilte man mir mit, ich könnte in einen Vertrag 50 MB/s wechseln, allerdings zu höheren Kosten, an meinem aktuellen Anschluss wolle man nichts ändern.
Ich werde wohl Ende 2019 kündigen und einen anderen Provider wählen, bei dem ich DSL 50 MB/s zum jetzigen Preise bekomme. Wie hoch dann die tatsächliche Geschwindigkeit ist bleibt eine offene Frage.
Ich meine, die Politik / Regulierungsstelle sollte die Provider in die Verantwortung nehmen und Strafen oder Preisreduzierungen bei zu geringer Leistung verhängen.
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