EuGH-Urteil: "Gebrauchte" E-Books dürfen nicht verkauft werden

Bei gedruckten Büchern ist es ganz selbstverständlich, dass diese nach dem Lesen auch weiterverkauft werden dürfen. Ganz anders bei E-Books: Wie der Europäische Gerichtshof jetzt urteilt, ist der Weiterverkauf nach "Gebrauch" nicht ohne Weiteres ... mehr... Kindle, E-Book, E-Book-Reader, Amazon Kindle, E-Ink, Reader, E-Reader, Kindle 2016 Kindle, E-Book, E-Book-Reader, Amazon Kindle, E-Ink, Reader, E-Reader, Kindle 2016 Amazon

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Darum besorgt man sich sowas ja auch auf Illegalem wege, da es viel zu kompliziert ist wenn man etwas legal machen möchte.
 
@Marcel0815a: Genau, darum ;)
 
@Marcel0815a: Geht doch nichts über eine druckfrische DRM-befreite PDF.
 
Hmm, werden jetzt eBooks günstiger?
 
Dann macht eure EBooks mal drastisch billiger. Es gibt 0! Sinn aktuelle Ebooks auf Deutsch zu kaufen. Selber Preis, weniger Rechte. Bei den Preisen für die Englischen Ebooks hab ich keine Probleme damit, ich zahl auch nur knapp 50% des Preises. 14.99? vs 5.99 Dollar!
 
Ja Gott bewahre das ich beim Weiterverkauf einen Euro mehr mache als der Verlag, das wäre ja der Supergau!!!!
 
Wie passt das Bitte zum UsedSoft-Urteil des EuGH?

https://kanzlei-lachenmann.de/eugh-zu-gebrauchtsoftware-weiterverkauf-auch-bei-download-zulassig-oracle-vs-usedsoft-2/

Gebrauchte Software darf weiterverkauft werden (auch wenn man nicht sicher sein kann, ob der Nutzer davon eine Kopie behält), Ebooks aber nicht so ohne weiteres?!
 
@DRMfan^^: Würde dann eben die Umsetzung knallharter DRM-Maßnahmen bei allen eBooks, wo der Weiterverkauf zulässig wäre, erfordern. D.h. eine generelle Erlaubnis, eBooks weiterzuverkaufen, würde zunächst einmal ziemlich sicher das Ende jeglicher DRM-freien kommerziellen eBooks bedeuten, sowie aller eBook-Plattformen, bei denen der Reader nicht regelmäßig nach Hause telefoniert um nachzuschauen, ob der Nutzer aktuell noch die Leseberechtigung für das eBook im Account hat.
Damit blieben praktisch nur noch Systeme wie Amazons Kindle übrig. Der Reader müsste fürs offline-Lesen eine DRM-Freischaltung auf Zeit, z.B. 2 Wochen, bekommen, nach denen er sich mit dem Amazon-Account synchronisieren muss, sonst wird das Buch gesperrt. Auf diese Weise könnte man prüfen, ob der Nutzer das eBook weiterverkauft hat. Bei einem Weiterverkauf, würde das eBook aus der Bibliothek des Erstkäufers gelöscht, sodass es dann nach spätestens diesen 2 Wochen auch unumgänglich von den Readern entfernt wird oder unlesbar gemacht.
 
@mh0001: Bei Gebrauchtsoftware gibt es auch keine Einschränkung "Dieses Recht hat man nur, wenn die Software bei behalten einer Kopie weiter verwendet werden kann". Davon ab kann man die allermeisten Kopierschütze mehr oder weniger leicht umgehen...
 
@mh0001: Also von meinen Readern telefoniert keiner nach Hause. Einfach blockiern und gut ist. Wenn ich mich natürlich auf diesen Amazon-Gurk einlasse ist da kaum was zu machen. Und Amazon hat ja schon gekaufte eBoks von Kindle gelöscht.
Bei so einer Gängelei zeige ich einfach nur den Stinkefinger und gehe meine eigenen Wege.
Hätte das Zeugs vernünftige Preise, würde keiner auf die Idee kommen auf Teufel komm raus zu klauen. Und mit Audio und Video ist es genau der gleiche Mist.
das ist doch der allerletzte Scheiss was die Contentmafia da treibt.
Egal - Pirate forever.....
 
@Freizeitposter: Vorallem gibt es alleine so viele Filme, da könnte man ja auf die Idee kommen ein Streamingdienst aufzumachen mit alten Filmen und das ganze Werbefinanziert laufen zu lassen... Aber hey man ist so super gierig, dass man genau so was noch nicht mal auf die Beine kriegt! Ansätze hab ich davon bei Youtube gesehen. Man hat die Lizens gekauft und als Club oder Verein bei Youtebe eingestellt, den ganzen Film. Und wie ich hörte blieben sogar am Ende des Monats sogar ein paar € hängen. Wir haben mittlerweile so viel Content den kann kein Mensch mehr in einem Leben schauen! Einfach nur irsinnige gier der Contenmafia, mehr nicht ...
 
Also wenn ich das richtig verstehe unterstellen sie damit pauschal erst einmal allen Leuten die ihre alten eBooks weiter veräußern wollen daß sie damit Betrug begehen wollen, oder wie sollte man das sonst werten?
Damit machen sie die eBooks natürlich nur noch uninteressanter, da man sich damit größtenteils nur Nachteile einhandelt.
 
@Johnny Cache: Dann mach doch bitte einen Vorschlag, wie man bei einem erlaubten Weiterverkaufen deiner Meinung nach das Problem lösen könnte, dass jemand auf die Idee kommt sein einmal gekauftes eBook an 1000 Leute "weiterzuverkaufen" und damit Reibach zu machen. An dem Beispiel merkt man doch eigtl. sofort, dass das Modell eines gebraucht Verkaufens auf Dateien oder PDFs einfach nicht übertragbar ist.
 
@mh0001: genau so wie bei Software.
 
@divStar: Schwups gebrauchtmarkt ausgetrocknet. Super gemacht! Darum gleich Raubkopieren, man hat ja eh keine Rechte mehr oder bekommt sie erst gar nicht!
 
@divStar: Also eBooks mit Online-Aktivierung, wo das DRM des Readers dafür sorgt, dass sie nur bei einem Leser gleichzeitig aktiv, d.h. lesbar sind. Das würde in der Tat funktionieren, da man so sicherstellen könnte, dass wenn der neue Besitzer es abruft, es beim alten aus dem Account fliegt.

Denn schaut man sich den aktuellen Softwaremarkt an, läuft das mittlerweile ja bis auf ganz wenige Ausnahmen genau so. Ich kenne keine kommerzielle Software mehr, die sich nicht online aktiviert und eine Geräte-ID an den Hersteller übermittelt. Darauf, dass Leute nach Weiterverkauf der Software den Installer löschen oder den Key, verlässt sich kein Softwareentwickler mehr.
 
@mh0001: Also bei Software (nicht Spielen) läuft es eher nur bei AAA-Software so (3dsmax etc.). Bei Office läuft es nur ähnlich. Und es gibt sehr viel Software, bei der es so nicht läuft. Aber man nimmt argumentativ eh das was einem passt. Ich jedenfalls habe für das Geld lieber nen Buch als ein eBooks, bei dem ich keine Rechte habe.
 
@divStar: Naja nur argumentativ hab ich das jetzt nicht behauptet, sondern tatsächlich anhand der Software, die ich nutze. Ist natürlich auch ein eingeschränktes Blickfeld, aber ich kann tatsächlich sagen dass mir grad keine Software mehr einfällt, wo es nicht per Aktivierung läuft. Beispiele, woran ich das anhand meiner kommerziellen Software festgemacht habe: PowerDVD, Macrium Reflect, Emsisoft Anti-Malware, True Image, Adguard, alles nur mit Aktivierung und fest ans Gerät geknüpft, bis man es dort deaktiviert. Und das ist ja eher keine 1000€ AAA-Software, sondern ganz normale Privatnutzer-Tools.
 
@mh0001: Stimmt, das ist mir bei einigen dieser Hersteller auch schon aufgefallen, weswegen sie auch keinen Cent mehr von mir bekommen.
Aber in deren Augen liegt das sicher daran daß ich ein pöhser Raubmordkopierer bin.
 
Wenn ich ein Buch kaufe lese ich es und gebe es danach meiner Familie und Freunden zum Lesen. Bei einem E-Book darf ich das nicht, obwohl es derselbe Preis ist. Beim Kauf einer Ware muss ich doch auch die Eigentumsrechte erhalten. Steht in dem Urteil vom EuGH auch etwas darin, dass der Preis für E-Books deutlich reduziert werden im Vergleich der Druckausgabe?
 
@almhirt: Ich könnte jetzt dagegen argumentieren, dass dich keiner zwingt ein E-Book zu kaufen. Du kannst ja auch ein gedrucktes Exemplar erwerben, mit dem du nach dem Kauf anstellen kannst, was du willst. Die Gründe, warum du lieber ein E-Book anstatt eines gedruckten Exemplars kaufst, sind dabei ohne Belang.
 
@almhirt: Klar darfst du das. Es hält dich niemand davon ab und es will dir auch keiner verbieten, das eBook deine Familie oder Freunden zum Lesen zu geben. Dafür gibt es ja z.B. bei Amazon die Familienbibliothek, wo dann mehrere Zugriff auf die eBooks in einem Account haben. Du kannst also auch die eBooks quasi völlig uneingeschränkt verleihen.
 
@almhirt: Natürlich kannst du das eBook auch innerhalb deiner Familie teilen. Ging mit Musik und Film ja auch, daher müsst eigentlich das eBook auch darunter fallen! Ansonsten ist das eBook gerade gestorben (für mich)!
 
tja wer mich gängelt kriegt höchstens den Stinkefinger, gibt genug andere die mein Geld gerne nehmen ...
 
@serra.avatar: Und wenn niemand mehr dein Geld will wirst du reich... geile Sache eigentlich. ;)
 
Und nächstes Jahr dann die wahnsinnsmeldung, daß der E-Book Markt in Deutschland und der EU stagniert, da die Kunden offenbar nicht digital lesen wollen.
Doch. Wollen sie. Halt nur nicht zu diesen Preisen UND diesen Bedingungen.
 
Bei seinem Fragwürdigen Urteil müsste dann aber noch mal über die Buchpreisbindung geurteilt werden. Die flächendeckende Verteilung von Kulturgütern ist schliesslich durch das Internet gewährleistet.
 
@merovinger: Auch die Mona Lisa darfst du nicht ohne weiteres klauen oder (jüngeres Beispiel) den Picasso nicht ungefragt nachdrucken oder hochladen (vor Ablauf von 70 Jahren nach seinem Tod).
 
@rallef: Was hat jetzt klauen damit zu tun?
 
Deutsches Recht ist immer noch überfordert mit der neuen digitalen Welt. Ein Buch enthält reine Information, die ich seit Ewigkeiten schon problemlos für mich digitalisieren (Scan, OCR) erkennen und für mich sichern kann. Somit ist das Erstellen einer Kopie während des Besitzes nur mühsamer, aber immer möglich gewesen. Wo ist nun der genaue Unterschied zum eBook? Qualitative Unterschiede? Ja klar...

Da muss definitiv nachgebessert werden, da wiederspricht sich die Eine der anderen Seite.
 
@Deep: Üblicherweise behält sich der Verlag auch das Recht zur Digitalisierung vor. Für die zulässige Privatkopie bezahlst du mit entsprechenden Abgaben auf Speichermedien, Druckern, Scannern etc.

Dein Problem ist, dass du diese Privatkopie auch nur in sehr engen Grenzen weitergeben darfst.

Also kein großer Unterschied.
 
"Ebenfalls gäbe es keine Möglichkeit, ein gebrauchtes E-Book qualitativ von neuen Exempla­ren zu unterscheiden. "
Na, die Lösung ist doch ganz einfach. Die eBooks erhalten ein digitales Altern. Mit jedem anzeigen einer "Seite" wird ein leichtes Rauschen drüber gelegt, als Ersatz für Knicke, Vergilbung, Kaffeeflecken...
Nach 42 Mal lesen ist es fast unlesbar. ;-)
 
"keine Möglichkeit nach dem Verkauf sicherzustellen, dass dieses tatsächlich nicht mehr im Besitz des Verkäufers ist"

Ich habe mir nicht die ganze Urteilsbegründung durchgelesen, aber diese Passage im Artikel hier finde ich schon mehr als seltsam. Als Begründung für die Entscheidung wird angeführt, dass man nicht überprüfen könnte, ob der Verkäufer etwas illegales getan hat?

Aber hallo, wenn das mal nicht schockierend ist und im Prinzip alle Präzedenzfälle (nicht nur im Urheberrecht) auslöschen könnte. Schließlich lässt sich genau dieses Argument sehr vielfältig anwenden. Selbst bei physikalischen Datenträgern wie CD/DVD, wo der Käufer ja eine private Kopie anlegen hätte können, bevor er das gebrauchte Produkt privat verkauft. Selbst dort ist nicht gesichert, dass ein solches Produkt als gebraucht erkennbar ist. Genauso hätte jemand ein physikalisches Buch einscannen können.

Wo nimmt das ein Ende, wenn man den Gedanken weiter spinnt? Das Urteil mag am Ende ja korrekt sein, aber zumindest dieser Teil der Urteilsbegründung ist für mich ein Totalversagen der Richter.
 
@flash82: Totalversagen? Eher total gekauft. Da sieht man an der Begründung ganz genau wolang der Hase läuft. Meiner Erfahrung nach Gewinnt der vor Gericht der die tieferen Taschen hat und nicht wer recht hat!
 
Interessant finde ich das komplett gegensätzliche Urteil aus Frankreich, im Bezug auf digitalen Wiederverkauf bei Steam-Spielen.

https://winfuture.de/news,111347.html
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