Nach dem Prominenten-Doxing: Forderungen nach härteren Strafen

Politiker der Grünen und der CDU haben gefordert, dass vermeintliche Hacker künftig stärker bestraft werden sollen. Hintergrund ist die illegale Veröffentlichung der Daten von Prominenten und Politikern zum Ende des letzten Jahres. Auch die mehr... Hacker, Tastatur, Maus Bildquelle: Davide Restivo / Flickr Hacker, Tastatur, Maus Hacker, Tastatur, Maus Davide Restivo / Flickr

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Wie wäre es mit höheren Strafen für fahrlässigen Umgang mit Daten, insbesondere für Politiker?

Außerdem was haben sie sich so, Daten sind das Öl des 21 Jahrhunderts, das mit dem Datenschutz ist eh so ein Hemmschuh für die Industrie, das sollte man nicht so eng sehen.
 
@0711:
Wenn Daten von Politikern abgegriffen werden: "Mehr und härtere Strafen!"
Wenn ein normaler Bürger mehr Datenschutz seiner Daten von den Behörden fordert, oder gar nur sein Recht einfordert, nicht alle seine Daten anzugeben: "Was haben sie zu verstecken?"
 
@0711: Strafen werden aber nicht von Politikern der Grünen und der CDU erlassen. Wir haben eine unabhängige Justiz. Und an die Rechtsgrundlagen geht von den Hasenfüßen sowieso keiner dran. Das ist ein heißes Eisen, daran will sich niemand die Finger verbrennen. Mit versuchten Gesetzesänderungen haben sich deutsche Politiker in den letzten Jahren fast nur blamiert. Beispiele bitte googlen, dafür reicht der Platz hier nicht. Wer Bundetrojaner bastelt, der wird gerade eine Mindeststrafe für Hacking forcieren. Selten so gelacht.
 
@Gast87878: Wir haben eine unabhängige Justiz, d.h. aber nicht, dass die Justiz die Grenzen der Strafen festlegt. Dafür ist die Legislative (also unsere Politiker) verantwortlich. Die Judikative hingegen urteilt aufgrund der bestehenden Gesetze, inwieweit diese auf die Taten zutreffen und wie weit der Strafrahmen ausgenutzt wird.

D.h. die Politiker können sehr wohl das Strafmaß auf bis zu 5 Jahre anheben, ob das aber der Hacker des Bundestages aufgebrummt kriegt, entscheidet ein unabhängiger Richter.
 
@eshloraque: Genau das habe ich gesagt. Der Strafrahmen steht im Gesetzbuch. Um als Politiker Einfluß auf die Strafmaße zu nehmen, mußt du die Rechtsgrundlagen ändern. Das kannst du nur mit Mehrheiten, die du in diesem Lande äußerst schwierig zusammenbekommst. Also - es klappt meistens nicht. Und wenn, dauert das Jahre.

Damit beantwortet sich auch dein letzter Satz. Da dieser "Hacker" heute die Tat verübt hat, wird er auch nach heute geltendem Recht verurteilt und nicht nach einem Recht, welches die Politik vlt. in 3 Jahren erlässt oder ändert.
 
@Gast87878: Wir haben eine unabhängige Justiz? Hast du die letzten 20 Jahre Winterschlaf gehalten? ^^
 
@Athelstone: Ja haben wir. Hier bestimmt nicht Politiker X über das Strafmaß, sondern ein unabhängiger Richter, und der urteilt nach den gültigen Rechtsnormen (Gesetzen, Verordnungen etc). Das sollte eigentlich jedem bekannt sein, ich weiß nicht wie man daran zweifeln kann.
 
@Gast87878: zu viel "ich informier mich selbst im Internet" führt zu solchen Zweifeln.
 
Wie wäre es, wenn härtere Strafen gefordert würden, für Firmen und Unternehmen, die Sicherheitslücken nicht schließen und Schwachstellen in ihrer Software in Kauf nehmen? Würde deutlich besser funktionieren. Am Besten würde allerdings funktionieren, wenn Daten erst gar nicht gespeichert würden! Und wenn schon, dann nur gut verschlüsselt!
 
@Hanni&Nanni: nun darüber hab ich auch erst nachgedacht... aber ähnlich wie beim Hauseinbruch hat das eine nichts mit dem anderen zu tun...
lasse ich meine Tür offen, kann es sein dass meine Versicherung mich nicht entschädigt, aber derjenige der einbricht und sich bedient begeht trotzdem Diebstahl und wird gleich bestraft wie wenn er ein Sicherheits System umgehen würde...

also kann ich meine Adresse öffentlich Posten und dennoch hat keiner das Recht diese zu kopieren oder weiter zu geben!
 
@bear7: In dem moment wo du deine Adresse öffentlich bereitstellst, hast jedes Recht auf Privatsphäre in dieser Beziehung verloren und gehörst für deine Dummheit eigentlich noch mitbestraft.
 
@PiaggioX8: oh, da kennst sich einer mit Recht aber sehr sehr gut aus...

.oO(Jetzt kann man sowas ja öffentlich schreiben)
Da seit DSGVO viel passiert ist, aber man konnte bis 05/2018 auf DENIC z.B. etliche private Adressen von Homepagebetreibern auslesen (z.B. von etlichen YouTubern). Und das schlimmste, man konnte sich nicht mal wirklich dagegen wehren außer keine Homepage zu haben, oder diese über jemanden anderen zu betreiben... <- gabs auch Unternehmen welche dir dann ne "anonyme" Homepage angeboten haben...

> und es gibt auch heute noch viele hunderte Stellen, wo man an private Daten kommt. Und wenn ich die wissen möchte ist das ja auch okay diese von dort zu beziehen. Diese dann aber zu Missbrauchen => weiter zu veröffentlichen oder die Person dann zu belästigen ist Illegal.
 
"Nachdem,.., private Daten ,.., vieler Politiker und Prominenter im Netz veröffentlicht wurden, hat beispielsweise Grünen-Abgeordnete Konstantin von Notz gefordert, die Angriffe auf die Privatsphäre von Abgeordneten, Journalisten und Personen des öffentlichen Lebens härter zu bestrafen."

Kaum betreffen solche Sachen nicht den niederen Pöbel, sondern die Großherrlichkeiten persönlich, wird umgehend nach härteren strafen krakelt. Wenn aber z.B. eine schwangere Frau abgestochen wird, dann schweigt die Polit-Elite das ganze lieber Tot und in die Nachrichten schaffts das höchstens als Randnotiz.

Auch das erfassen sämtlicher Kennzeichen über weite Strecken stellt plötzlich kein Tabu mehr da. Schließlich ist ja jeder pauschal ein Raser oder "verpestet" die Luft mit seinem pöhhhsen Euro 5 Diesel. Aber die Kennzeichen von Politikern bekommen sicher eine Speziallegierung und können nicht erfasst werden. Beim Thema Datenschutz sind alle gleich. Nur manche sind eben gleicher.

Deutschland 2019. Ein (Alb-)Traum.
 
@Fekal: ich kann Dir nur beipflichten. Absolut ins schwarze getroffen. Man kann den Eindruck gewinnen, dass Politiker nur mehr reflexartig reagieren.
 
@Fekal: hast Recht, und ist doch schön das jetzt mehr Strafe her muss, WEIL die Elite betroffen ist...herrlich...und das beste, selbst wenn sie die Kritik zur ihrem abgehobenen Verhalten lesen werden sie diese zurückweisen mit der Info, dass wir ihre Aussage nicht richtig verstanden haben;p

Läuft in Deutschland ;)
 
@J-M-L: "Es ziemt dem Untertanen nicht, die Handlungen des Staatsoberhauptes an den Maßstab seiner beschränkten Einsicht anzulegen und sich in dünkelhaftem Übermute ein öffentliches Urteil über die Rechtmäßigkeit derselben anzumaßen." Gustav von Rochow 1838
 
Gibt es eine Quelle die verständlich beschreibt welchen Weg man hier gegangen ist um an die Passwörter und Daten zu kommen?
 
@Matico: Der 'Täter' hat die Daten im Darknet gekauft! Wohnt noch bei Mami und wollte wohl einmal als toller Hecht vor seinen Freunden dastehen.
Der Fall zeigt eingentlich nur, dass unser aller Daten in aller Welt zu kaufen sind. Wer glaubt von ihm gäbe es keine Daten, der soll mal bei den großen Datenhändlern anrufen. Für ein paar Cent kann man ALLES kaufen, und wer's drauf hat Terabyte-weise vom Server klauen.
 
@Gast87878: Das mit dem Darknet ist wohl ne Ente der Bild-Zeitung
 
@Fropen: Möglich ist alles, das ist die Version die überall rumgeistert. Keine Ahnung.
 
@Matico: Ganz gut zusammengekehrt bekommst du die ganze Sache hier: https://logbuch-netzpolitik.de/lnp281-bedenken-second
 
@ckahle: Vielen Dank!
 
Politiker und Denken, ich verstehe es nicht!
Das man einen "Kriminellen" bestrafen will. kann ich ja noch nachvollziehen, aber dass man die Strafen erhöhen will, weil es vielleicht die zukünftigen Kriminellen abschreckt ist doch völlig illusorisch, hat ja so viel gebracht in der Vergangenheit!

Wieso macht man nicht das einzig logische, entzieht oder erschwert den Kriminellen die Möglichkeit ihre Kriminellen taten zu begehen.
Datensparsamkeit und Datensicherung sind das einzig Logische.
Datensparsamkeit erklärt sich von selbst, Datensicherung umfasst den gesamten Komplex von Erhebung über Verarbeitung bis hin zur Speicherung.
Gesetzliche Vorgaben, mit sehr empfindlichen Strafen, nicht nur Geld, sondern auch Haftstrafen für Manager und Vorstände, wie die Daten zu Sichern sind, wer darauf Zugriff haben darf, an wen sie unter denselben Bedingungen weitergeleitet werden dürfen, wie lange sie maximal vorhanden sein dürfen etc..
Diese Vorgaben würde im Idealfall für alle Bürger gelten und nicht nur für die Gleicheren unter den Gleichen.
 
@Gast11962: Abschreckung hat immer zwei Seiten. Zum einen die zu erwartende Strafe, zum anderen die Chance erwischt und verurteilt zu werden.

Und ich glaube gerade in solchen Datendiebstahlfällen ist es echt schwierig erwischt und verurteilt zu werden.
 
@eshloraque: Strafen, das haben Jahrhunderte Menschlicher Gesetzgebung mehr als eindeutig gezeigt, schrecken nicht ab!

Abschreckung bieten nur Vorbeugung und Schutzmaßnahmen, je schwieriger es für einen Angreifer wird das zu bekommen was er haben will um so eher lässt er von seinen Tun ab.
 
@Gast11962: Das klingt nach USA: ich trage eine Waffe, damit sich keiner traut mich anzugreifen.
 
@eshloraque: WTF, dann ist für dich die Tür abzuschließen, oder Daten auf Servern nach den neusten Technischen Möglichkeiten zu sichern, vergleichbar mit der Anschaffung einer Waffe, ist OK?
 
@Gast11962: Weil Tür abschließen ja so viel bringt..
Wenn man bedenkt wie viele Einbrüche es gibt und vor allem wie sich die Leute Zugang verschaffen.
Gäbe es keine Strafe dafür, würden das wohl auch deutlich mehr Leute tun.

Selbst die beste Datensicherheit kann im Normalfall nicht verhindern, dass jemand an die Daten kommt, wenn er es wirklich darauf anlegt mit genügend Motivation.
Das heißt nun nicht, dass Datensicherheit allgemein nichts bringt und sie ist natürlich sinnvoll, aber das allein wird eben nicht die Lösung sein - die Balance macht's.
 
@Gast11962: Gäbe es keine Strafen hätte bestimmt jeder von uns schon einen Mord aufm Kasten.
 
**********************
die Angriffe auf die Privatsphäre von Abgeordneten, Journalisten und Personen des öffentlichen Lebens härter zu bestrafen.
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also doch nur wieder: wir sind was besseres das darf nicht sein und der Mob hat gefälligst die Schnauze zu halten ... andersrum wird nen Schuh draus, gerade diese Leute sollten doch als Gutes Beispiel
vorrangeben wenn sie schon mehr Überwachung fordern und ja nix zu verbergen haben!

Schade, früher gab es mal eine "Organisation" die sich korrupter Politker und Wirtschaftsbosse annahm ;p da wäre eine nextGen gar nicht mal so falsch.
 
VOLLKOMMEN RICHTIG!!!
Die Dummheit von den Menschen MUSS mit strengeren Gesetzen beantwortet werden.
Wenn unsere Politiker zu doof sind ihre Passwörter sicher zu halten, MUSS mit Gesetzen reagiert werden.
Als ob es bisher keiner Gesetze gäbe die das verbieten würden.
Da kann man halt immer wieder sehen das dieses "Neuland" halt noch nicht für jeden was ist.
 
Mal wieder wird ein Angriff auf die Sonderstellung von Politikern und Promis zu einem "Angriff auf die Demokratie" verdreht. Dass solche Leute hier noch was zu melden haben ist der wahre Skandal!
 
Von wem nicht schon alles Daten geleakt wurden...kaum trifft es sie selbst, jaulen sie rum :D
 
Was wollen sie mit den Hackern machen die unabhängig versuchen uns vor Putins und Trumps zu schützen. Wenn dann eine neue Putinpipeline gelegt wird kommen der dann in den Knast ?! Obwohl der Hacker einige Verbrechen der Staatsmänner aufgedeckt hat!
 
Mit dieser Forderung sind die Grünen wohl nun endgültig in der Mitte der Gesellschaft angekommen.
Erstaunlich, eine solche Forderung von Konstantin von Notz zu hören. Eine derartig primitive reflexartige Reaktion hätte ich von einer anderen politischen Seite erwartet.
Insbesondere weil die Damen und Herren an ihren Sicherheitslecks wohl selbst schuld waren, wäre etwas mehr Demut und ein Eingeständnis der eigenen Fehler angebracht.
 
jaja, den Staats Trojaner frei geben und gegen Bürger einsetzen, dass neue Polizeigesetz in Bayern und Politiker und Prominente machen "mimimi", jammern und jetzt nach härteren Strafen schreien, wenn deren Daten geknackt werden.

Genau mein Humor!
 
@Faith: Du weißt doch, alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich, nur Einige sind halt gleicher.
 
Es ist immer das selbe. Wenn Politiker oder andere Personen mit "Sonderstellung" betroffen sind, ist das Geschrei laut und groß.
Aber die Wahrheit ist auch das der normale Bürger, der versucht eine Anzeige zu leisten, bei den Behörden oft - nicht immer aber doch sehr oft- abgelehnt wird oder das Verfahren aus Mangel an öffentlichem Interesse eingestellt wird.
Vielleicht entweder aus Mangel aus Interesse der beteiligten Behörden oder weil man so den Fall vom Tisch hat.
Als Person die viel mit IT-Sicherheit zu tun hat, ist es für mich einfach nur dumm, wie leichtfertig manche Leute mit ihren Daten umgehen. Egal ob Person des öffentlichen Lebens oder Privatperson.
Höhere Strafen bringen gar nichts. Ich denke das es eher noch den Kick für die Cracker (Ich verweigere mich wie die Medien Hacker zu kriminalisieren) und Doxxer erhöht.
Wenn es nicht verboten wäre, würde es kaum einer tun.
Jedoch wie man es dreht und wendet, es wird immer Datenlöcher und Leute die solche ausnutzen geben.
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