Experten: Klassifikation der Videospiel-Sucht entbehrt jeder Grundlage

Diverse Experten haben die Aufnahme der Videospielsucht in den offiziellen Katalog der Weltgesundheits-Organisation WHO erneut scharf kritisiert. Die ganze Sache beruhe schlicht nicht auf wirklich belastbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen, ... mehr... Gaming, E3, Messe Bildquelle: E3 Gaming, E3, Messe Gaming, E3, Messe E3

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Ich bin auch nicht sicher, ob man dies als eigene Krankheit einstufen kann oder sollte.
Aber jeder kennt wohl das Phänomen "nur noch eben..." und schon ist es mitten in der Nacht.
Ich habe früher eine Zeit lang WoW intensiv gespielt und hatte dies öfters; nur noch diese Quest und jene und diese... Oder auch bei Aufbauspielen; nur noch eben diese Produktionskette fertigstellen, optimieren, erweitern, ... Schwups, war die Nacht vorbei. Ich habe mich kuriert, indem ich inzwischen weniger selber spiele sondern LPs anschaue. Quasi eine Ersatzdroge. :D
 
@Runaway-Fan: Dieses "nur noch eben..." trifft jedoch neben Spielen auch auf viele andere Dinge zu z.B. Netflix/Serien, Internet...
 
@PakebuschR: ... Bücher, Schrauben(Basteln/Reparieren) nahezu jedes Hobby hat dieses "nur mal eben", nicht nur die digitalen ;)
 
@Runaway-Fan: Dieses "nur noch eben" gibt es eigentlich bei allem, was man gerne und intensiv betreibt.

Nur habe ich noch nie jemanden über "Lesesucht" schwadronieren gehört, wenn es um Bücher geht, oder "Buddelschiff-Sucht", wenn jemand nun mal gerne bastelt ;-)

Der Spießer lehnt nun mal alles ab, was ihn nicht selbst interessiert, und zwar auch und vor allem bei anderen.
 
@rallef: Und Du lehnst Die Studie ab, weil dir das Ergeniss nicht passt, also bist Du auch nicht besser.
 
@Bart_UHD: Welche Studie? Im Artikel wird keine erwähnt, @rallef erwähnt keine Studie,... bedenklich, wenn man Dinge liest, die nicht da sind ;P

Fakt ist, alles kann irgendwie süchtig machen, wenn es den richtigen bzw. falschen Menschen erwischt. Geschwindigkeit, Essen, Alkohol, Telefonieren, Onanieren, Nasebohren.

Die Dosis macht das Gift, nur ist die eben sehr individuell. Ich kenne niemanden der videospielsüchtig wäre und ich kenne eine Menge Gamer, mich eingeschlossen.

Man kann davon ausgehen, dass es eher um die theoretische Möglichkeit der Existenz dieser Erkrankung geht, die klinisch belegbaren Fälle aber erst noch auftreten müssen. Wobei die Frage doch ist, worin sich Videospielsucht und Spielsucht unterscheiden sollen? Zumal in Spielhallen und Casinos ja auch mal der eine oder andere Arcader rumsteht =)

Ist halt nur ein ICD10-Code... den gibt es jetzt halt... so what.
 
@Mitsch79: "die klinisch belegbaren Fälle aber erst noch auftreten müssen."
Hat sich da nicht schon mindestens ein Asiate zu Tode gespielt? Das wäre ein klinisch belegbarer Fall denke ich...
 
@rallef: Alles was neu ist und sich größere Beliebtheit erfreut bekam schon immer ein "Sucht" und am besten noch einen bei den haaren herbei gezogenen "Das ist böse weil (hier nicht wissenschaftlich belegten Grund einfügen)" Stempel aufgedrückt.
(https://de.wikipedia.org/wiki/Lesesucht#Parallelen_zur_modernen_Medienkritik)

Früher waren es Bücher (https://de.wikipedia.org/wiki/Lesesucht) und die bösen erotischen Romane....heute Computerspiele die Gewalt fördern....und wieder schreien die (meist alten) Leute die sich null mit dem Thema befasst haben auf und schieben Jahrhunderte alte gesellschaftliche Probleme auf neue Medien um sich die Hände in Unschuld zu waschen und nichts ändern zu müssen.
 
@Runaway-Fan: das "nur mal eben noch" ist ja kein Problem. Ein Problem wird es wenn man seine Verpflichtungen ignoriert und lieber daddelt und das konsequent, nicht nur eine Nacht wo man mal zu vertieft ins Spiel war.
Aber diese Art von Sucht kann sich in allem möglichen manifestieren. Hat häufig die Ursache dass man bei der Sucht "was erreicht" während man bei dem was man vernachlässigt auf der Stelle tritt. Gibt auch Leute die sind arbeitssüchtig und haben deswegen kein Privatleben. Anstatt zu versuchen das Privatleben in den Griff zu kriegen, arbeitet man lieber mehr. Da ist man gut, da gehts voran.

Das Beispiel Arbeit kann man durch alles mögliche ersetzen. Spiele, Sport, Heimwerken, etc.
 
@Runaway-Fan: Kenne ich.
Ich wurde von meinem Studium kuriert.
Prüfungen durch die man durchfällt sind nicht schön.
Seit dem wird erst gedaddelt wenn alle was für den Tag ansteht erledigt ist und der Schlafrhythmus wird eisern eingehalten (ok ... in der Arbeitszeit zumindest. :D)
 
Experten, tja die haben häufig eine Art Berufserkrankung, ein Ego das bestimmt immer im Recht zu sein.

Ich als Laie, stelle mir immer einfache Fragen, um mir meine Meinung zu bilden:
- Macht "Spielen Süchtig"? JA! Das schon immer, auch schon in vorelektronischer Zeit.
- Macht "Computersielen Süchtig" JA!
- Machen "Computer Süchtig"? JA! (Siehe Internetsucht)
- Ist das bei allen Menschen Gleich? NEIN! Es ist höchst individuell.
- Sollte man >immer< vom schlimmstmöglichen Szenario ausgehen? JA! Alles Andere wäre wie Augen verschließen.

Somit hat die WHO, aus meiner Sicht, alles richtig gemacht.
 
@Kribs: Nein, eine Internet Sucht existiert nicht, schließlich ist es nur ein Übertragungsweg, Glückspielsucht auf dem medium des Internets, das schon eher.
 
@Alexmitter: Jenes. Das ist alles nichts neues nur sind die Gründe unterschiedlich. Ein Bekannter war mal in so einer Klinik. Jetzt zockt er halt Playstation statt PC.
 
@Alexmitter: Internetsucht ist eine "Verhaltenssucht", diese bezieht sich auf ein
stoff-un-gebundenes Extensives Verhalten.
Wie bei allen Süchten muss erstmal die Art Klassifizieret werden, bevor man mit einer Adäquaten Therapie darauf reagieren kann.

Ich frage mich wirklich, wieso so "Aggressiv Ablehnend" darauf reagiert wird, letztlich ist es zum Nutzen der Betroffennen.
 
@Kribs: Bei solchen unpräzisen Themen sollte man sehr vorsichtig sein, in Jugendheimen wird das internet teilweise ganz verwehrt, zum Nachteil der Bewohner. Auch so eine unpräzise Sache sind kinder die in der Schule Probleme haben dem Unterricht zu folgen. Da wird dann ein Fragebogen ausgefüllt und schon steht fest das hier eine Neurotransmitter Störung vorliegt und Methylphenidat gegeben. Auch das bezahlen die Kinder und Jugendlichen Teuer.
 
@Alexmitter: WOW, WTF sind das für vergleiche, Verhaltenssucht ist >präzise< eine Krankheit, ob du es Wahrhaben willst oder nicht, eine "unpräzise Rechthabsucht" ist keine Krankheit, meines Wissens nach.

Es läuft keiner durch die Gegend und wird Sagen, "du Spielst am Computer, also bist du Süchtig"!
Mein Gott, welche Fakewelt-Szenarien dir durch den Kopf gehen, will ich wirklich nicht wissen.
 
@Kribs: ""du Spielst am Computer, also bist du Süchtig"!"
Du hast wohl noch nie mit Deutschen Erziehern und so machen Eltern gesprochen...

Und wenn schon, dann Scheinwelt. Was ist denn das für eine Degenertierung der Sprache...
 
Ich denke, problematischer als "normales" Computerspielen ist da eher dieser ganze mobile Pay-2-Win-Kram, wo dann gerne auch mal Haus und Hof für Mikrotransaktionen verbraten werden. Das ist aber prinzipiell ja bereits durch die Definition "Glücksspielsucht" mit abgedeckt, so dass es eigentlich nicht unbedingt einer Sonderklassifikation bedarf.
 
Ob Spielesucht jetzt eine echte Krankheit ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen.
Das ist eine vielschichtige Angelegenheit...und ob jetzt ein paar WHO-Bürokraten oder
ein "Zeitungs-Experte"(*) das wirklich klar abschätzen können...ich bin ich bei beiden
Seiten eher skeptisch.

(*) https://www.theguardian.com/profile/pete-etchells

Solche "Zeitungs-Experten" schreiben ja auch jeden Tag eine andere "Erkenntnis"
Die nicht gerade selten das genaue Gegenteil von der "Experten-Erkenntnis" vom
Vortag sind.

Unstrittig dürfte aber sein, wenn man liest, dass in irgendeinem asiatischen Land
ein Spieler nach 1 Woche Dauerspiel tot vom Stuhl gefallen ist...da gab es wohl
tatsächlich ein echtes Problem.
Aber normales Zocken wie es wohl jeder von uns kennt...auch wenn das mal etwas
länger dauert...da kann man IMO wohl kaum von Krankheit sprechen. Ich sehe das
eher als eine Phase die auch wieder vorübergeht.
 
@Selawi: "Aber normales Zocken wie es wohl jeder von uns kennt...auch wenn das mal etwas
länger dauert...da kann man IMO wohl kaum von Krankheit sprechen."

Ah jetzt verstehe ich die Reaktion hier, eine diffuse "Angst" mi Krankheit verbunden zu werden, wenn man mal über die "Strenge" beim Spielen schlägt.
Das ist aber überhaupt nicht beabsichtigt, niemand läuft durch die Gegend und überprüft wie lange ihr Spielt!

Das dient allein der Klinischen Diagnose, wenn Menschen sich Krankhaft verändern, deshalb einen Arzt/Klink aufsuchen bzw. dorthin geschickt werden, kann mit Hilfe der ICD Klassifikation auf die Ursache geschlossen werden, worauf sich eine Therapie dann stützt.
Diagnose ist ein Ausschlussverfahren, man vergleicht die Symptome mit dem Lebensumständen und dem ICD Katalog, um herauszufinden was der Patient hat, um eine Behandlung einzuleiten.
 
@Kribs: und dieser ICD Katalog wird jetzt jeden Gamer der am Tag 2-3 Stunden zockt als süchtig einstufen wenn er einen Arzt aufsucht... Und genau das ist falsch und wird hier in dem Artikel angeprangert. Den Wenn ich jeden Tag 2-3 Stunden lese oder Mountainbike fahre, oder im Fitnesscenter bin oder (hier beliebiges Hobby einfügen) werde ich ja auch nicht gleich als krank abgestempelt. Diese "Klassifizierung" des Gamens bringt überhaupt nix, rein gar nichts.

Die Gesellschaft hat sich nun mal gewandelt und die Welt wird digital, die die solche "Studien" durchführen stehen aber meist schon mit einem Bein im Grab und haben null Ahnung, so wie es zum Beispiel unsere Regierung beim Internet vor macht.

Keine Ahnung wieso du das für gut heißt. Eigentlich müsste man dann jede Beschäftigung, jedes Hobby der Welt dort hinterlegen und dieses zu einem Sucht-Standard machen wenn gewisse Zeiten, die nicht mal eine Sucht darstellen können, überschritten werden.
 
@lurchie: Wie kommst du auf so einen Bullshit?
Du geht doch nicht zum Arzt sagst "Hey Doc, ich spiele 2-3 Stunden pro Tag, ich bin / fühle mich Krank", der Doc sagt "Klar du bist Spielsüchtig, ich mach die Einweisung fertig"?

Im Idealfall gehst du zum Arzt und sagst "Hey Doc ich glaube ich bin krank, die und die Beschwerden hab ich", "OK" sagt der Doc "schauen wir mal woran es liegt" und beginnt mit der Diagnose.
Erst wenn alle Standard Diagnostischen Mittel (z.B. Bluttest) nichts bringen, macht er das "Buch" auf und beginnt mit der Ausschlussdiagnose, in dem er gezielt Fragen stellt.
Sobald die Antworten und Symptome ein Muster mit der ICD Klassifikation ergeben, kommt er zu einer Vorläufigen Diagnose und bespricht die Behandlung oder Weiterleitung zum Facharzt.

Was macht ihr da für ein Fass auf?
Verfolgungswahn?
Klar morgen oder übermorgen werden alle Stadien voll besetzt sein, mit Spielsüchtigen die weggezerrt werden müssen?
 
Ja, einzelne können videospielsüchtig sein, genauso wie gewisse Menschen mit Suchtstörungen eine Sucht für alles mögliche entwickeln können. Aber ob man dafür einen eigenen Begriff braucht, den man nicht wirklich definieren kann?! Naja...
 
"Die Folge dessen ist dann eine Überdiagnose, wir stufen Leute als krank ein, deren Verhalten für die meisten Leute gar keinen Leidensdruck mit sich bringt"

Na wenn das die Kategorisierung ist, dann darf wohl Arbeit ab sofort als Krankheit gewertet werden und Drogen werden freigesprochen. Ich kenn sehr viele, die auf Arbeit leiden aber sehr wenige die mit Drogen leiden.

Zumal die Wissenschaft schon festgestellt hat, dass der Konsum von Drogen direkt korrelliert wie scheiße dein Leben ist.
 
Womit sich die Psychologie halt einmal mehr als Wissenschaft selbst disqualifiziert hat ... ein Lächeln für all diese "Zwangsgestörten", deren Praxen Niemand ohne Diagnose verlässt ... Und im Rückblick sind wir dann alle mehr oder weniger Spielesüchtige ... damals halt eher noch exzessives Spielen mit Lego und der Gleichen, andere können nicht vom Fußballplatz lassen ... alles Suchtkranke ... mit einem breiten Lächeln ;-)
 
Der letzte Satz ist witzig... Die Leute werden also krank, wenn sie kein Gesichtsbuch nutzen können? Also ich würde sowas dann durchaus als Suchtverhalten sehen, was nicht zuletzt durch auftreten von Entzugserscheinungen definiert ist. Damit läßt sich auch das Argument des weiter oben erklärten nicht vorhandenen Leidensdrucks entkräften. Dieser entsteht bei einer Sucht grundsätzlich erst bei Verzicht, nicht bei Konsum bzw. Nutzung.

Nehmt der "Testgruppe" einfach mal ihre Rechner (samt Handy, Konsole etc.) weg und beobachtet die dann ein paar Tage, schon habt Ihr Eure Zahlen. Bei einigen Leute wäre ich wirklich mal neugierig, wie die sich im realen Leben überhaupt noch zurechtfinden.
 
@starship: "Bei einigen Leute wäre ich wirklich mal neugierig, wie die sich im realen Leben überhaupt noch zurechtfinden."
Nimm einem Handwerker sein Werkzeug weg und du wirst feststellen, dass er auch nicht völlig problemlos weiterarbeiten kann. Klar dass jeder sich erstmal umstellen muss, wenn bestimmte Alltagsgegenstände nicht da sind, deswegen ist er aber nicht automatisch süchtig.
 
@Link: Zum Glück hinkt dieser Vergleich nicht.
 
"Jüngste Untersuchungen zu dem Thema kämen allesamt zu dem Ergebnis, dass es schlicht gar keine messbaren Zusammenhänge zwischen dem Wohlergehen von Heranwachsenden und den Nutzungszeiten gibt."

Ja gibt es so per se auch nicht. Da der positive oder negative Effekt doch davon abhängt, welche Inhalte da über den screen flackern.

Problematisch wird ein Bildschirmlebenstil erst wenn der Körper anfängt unter Bewegungsmangel etc zu leiden.
 
Die Sucht nach Videospielen ist ganz pöse. Wenn ich 80 Prozent von einem Game durch habe, kaufe ich bereits das nächste damit ich bloß nicht auf dem trockenen sitze. Manche Spiele sind so spannend das ich schnell nochmal was fertig zocken will.

Insbesondere Aufbauspiele ala Cities Skylines oder RTS ala XCOM muss unbedingt als suchterzeugend klassifiziert werden.

Haben die noch alle Tassen Schrank? Gute Bücher sind echte Page Turner, wobei der Begriff als Qualitätsmerkmal aufgefasst wird. Warum ist sowas okay wenn es sogar den Begriff "Lesesucht" gibt. Wenn das der Maßstab sein sollte, müssten wir sofort Netflix und Amazon Video verbieten. Binge Watching bzw Suchtglotzen hat schon viele Fernseher, bzw Existenzen zerstört...

/Ironie off
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