Seattle beschließt entschärfte "Amazon-Steuer", Handelsgigant ist sauer

Amazons Heimatstadt Seattle kämpft wie viele andere US-Großstädte mit einer immer breiter werdenden Lücke zwischen Arm und Reich. Auf der einen Seite findet man immer mehr Arbeits- und Obdachlose, auf der anderen Seite u. mehr... Geld, Dollar, Steuer, AMC, Breaking Bad Bildquelle: AMC Geld, Dollar, Steuer, AMC, Breaking Bad Geld, Dollar, Steuer, AMC, Breaking Bad AMC

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In wiefern hilft denn sozialer Wohnungsbau den Obdachlosen? Ich weiß nicht wie man das in den USA definiert, aber dieser kostet den Empfänger letztendlich auch Geld. In DE kann der sogar teurer sein, als es Hartz 4 erlaubt.
Wenn Menschen Mittellos auf der Strasse sitzen, bringt denen das gar nichts. Ich finde Amazons verhalten sehr ungeschickt, nur glaube ich nicht, das sich das Problem so lösen wird.
 
@kkp2321: Nun, es gibt ja dort sicher nicht nur Schwerreiche und Obdachlose, sondern, wie überall in den USA, sicher auch viele, die entweder wirklich unter den Begriff "arm" fallen, oder als "Normalverdiener" mittlerweile ebenfalls zu "arm" sind, um sich in dieser gentrifizierten Hipstergegend überhaupt noch eine durchschnittliche Bude leisten zu können. Da hilft der soziale Wohnungsbau ganz sicher.
 
@DON666: Obdachlose wurden hier aber explizit erwähnt und darum erschließt sich mir das nicht. Natürlich gibts auch andere Stufen der Armut, wie du es beschreibst.
 
@kkp2321: Naja, da steht halt ganz oben im ersten Absatz was von "Arbeits- und Obdachlosen", um die Dramatik der Situation zu erläutern. Das ist aber der redaktionelle Text von WinFuture, nicht Teil der offiziellen Begründung der Stadt Seattle.

Minus nicht von mir.
 
@DON666: Gut, klar, ich kann mich natürlich nur auf den Text beziehen, den ich hier kommentiere :)
 
@kkp2321: Zumindest in Kalifornien gibs nicht wenige die normal arbeite gehen, aber aufgrund der hohen Mieten in ihrem Auto leben müssen und somit auch als Obdachlos gelten.
 
@kkp2321: Also in AT ist die Wohnungsvergabe im sozialer Wohnbau auch für Obdachlose gedacht (wienerwohnen usw.). (in DE auch? Wahrscheinlich je nach Verein/Stadt) In den USA weiß ich es nicht
 
@wertzuiop123: In de bedeutet sozialer Wohnungsbau das die Mieten zusammen mit der Kommune/Bundesland bestimmt werden, diese also nicht dem freien Markt unterworfen sind. Unterm Strich kann das aber bedeuten, das Bezieher von Sozialleistungen/Grundsicherung (in DE Hartz 4) davon nichts haben, weil die Mieten teurer sind, als es die Eckpunkte des Sozialsystems gestatten.
In Berlin bedeutet das z.B. 404 € Brutto kalt.
Wenn eine Miete im sozialen Wohnungsbau aber schon mindestens 8€/m² Brutto kalt ist, bringt dir das als Empfänger von Grundsicherung fast gar nichts.
 
@kkp2321: Danke. Ist relativ viel. Neue Heimat Tirol hat um die 4,3€/m² kalt ohn BK. Natürlich hat man als Obdachloser Auflagen, die man erfüllen muss, dann kann man einen Antrag stellen
 
@wertzuiop123: Das Österreich im Bereich Wohnungs-/Mietpolitik einiges besser macht, als DE, ist mir auch schon zu Ohren gekommen. Gerade Wien gilt da wohl als Vorbild. Vertieft hab ich mich in der Materie aber noch nicht.
 
Dann geht das Unternehmen wohl demnächst einfach wo anders bin. Da Konzept ist einfach zu lokal und zu leicht zu umgehen. Es braucht mindestens nationale oder gar globale Lösungen für das Problem. Die Unternehmen machen Mrd. Gewinne, bunkern das Geld teilweise irgendwo (siehe Apple) und bei den Leuten kommt es nicht an. Weder als Steuer, noch als Investition in neue Projekte bei denen neue Arbeit generiert werden würde.
 
@sav: Öhm, die bauen ja gerade. Es mit Firmen zu verscheißen die angeblich sehr gut bezahlte Arbeitsplätze schaffen ist jetzt nicht unbedingt die cleverste Idee.
 
@Johnny Cache: darum sag ich ja, eine lokale Lösung wird bei solchen Firmen nicht funktionieren. Die sind zu mächtig und können zu viel Druck machen (mach X sonst gehen wir). Passiert ja in Deutschland auch standing (der Antrag muss genehmigt werden sonst verlegen wir unsere Konzernzentrale oder bauen in der Nachbarstadt). Mit einer globalen nationalen oder globalen Lösung (Zahl xyz je Arbeitsplatz fällt dieser Aspekt weg). So hat die Stadt wohl nur kurzfristig (wenn überhaupt) etwas mehr Geld und die Heuschrecke zieht bei der nächsten Gelegenheit einfach weiter.
 
@sav: Imwiefern soll denn das durch ein Unternehmen erwirtschaftete Geld bei welchen Leuten "ankommen"?
 
@iPeople: in dem ein Unternehmen das eingenommen Geld wieder reinvestiert in neue Aufträge, mehr Mitarbeiter, Forschung usw. Wenn aber stattdessen die Milliarden einfach nur angehäuft und mehr oder weniger ungenutzt auf dem Konto liegen bleiben, hat halt der Rest nicht mehr so viel von diesem Geld.
 
@sav: Investitionen müssen sich aber lohnen. Eine Firma , die ständig investiert und wächst und wächst und wächst wird zwangsläufig als Blase irgendwann Plätzen, was dann genau wieder ähnliches Gejammer hervorruft.
 
Ich verstehe immer noch nicht was Amazon dafür kann daß kein bezahlbarer Wohnraum zur Verfüngung steht. Wenn die Vermieter ihre Preise so anziehen ist daß sich das normale Leute nicht mehr leisten können sollte man vielleicht eher denen mal auf die Finger hauen.
Daß Amazon jetzt angeblich die bösen sind und sich das nicht gefallen lassen wollen ist ja wohl klar.
 
@Johnny Cache:
Das ist weil Amazon und die anderen IT Konzerne horrende Löhne Zahlen.

Angebot und Nachfrage. Ganz einfach.

Gegenfrage: Wieso soll der Vermieter auf mehr Geld verzichten?

Nur den Vermietern die Schuld zu geben ist falsch...
 
@Edelasos: Natürlich könnten sie auch gleich passend zu ihren Arbeitsplätzen Wohnungen bauen, aber die hohen Preise sind erst einmal die Sache der Vermieter.
Aber dann müßte man wirklich jedem Arbeitgeber entsprechende Auflagen machen und nicht nur wieder bestimmten Firmen. Irgendeine soziale Gerechtigkeit sollte es ja dann doch noch geben.
 
@Edelasos: Guck an, nun ist auf einmal hohe Lohnzahlung das Grundübel.
 
@iPeople: Logisch ist auch das ein Grund für die hohen Mieten. Je mehr die Leute bereit sind dafür zu bezahlen desto mehr können die Vermieter ja verlangen.

Oder denkst du das die Wohnungen so teuer wären, wenn keiner (auch wenn er soviel verdient) dies bezahlen würden?
 
@Edelasos: Und das ist ein Grund, warum alle gleich arm bleiben sollten? Das ist nunmal Wettbewerb. Gute Leute bekommt man nicht für ein warmes Essen und nette Worte.
 
@Edelasos: Also sollte Amazon vielleicht doch lieber weniger zahlen?
Kann sich da mal bitte jemand entscheiden?
 
@Johnny Cache: Naja Amazon hat ja auch ein eigenes Interesse daran, dass soviele Mitarbeiter wie möglich in der Gegend wohnen. Wenn sich die normalen Lagerarbeiter keine Wohnungen in der Nähe leisten können findest du halt weniger Leute weil einige zwar durchaus bereit sind jeden Morgen auch aus der Nachbarstadt anzureisen, dann aber auch wieder mehr Geld verlangen weil Fahrtkosten. Solange Amazon nicht alles zu 100% automatisiert hat brauchen die halt auch Leute für triviale Aufgaben und denen wollen sie natürlich nicht soviel bezahlen. Darf man meiner Meinung nach nicht vergessen. Zumal solche Bauprojekte sich natürlich auch immer hervorragend als Abschreibungsobjekte eignen um gewisse Umsätze zu drücken usw.
 
@kazesama: Amazon hat in Seattle selbst nur ein winziges Distributionscenter (kleiner als die meinsten in Deutschland). Alles andere liegt weit genug außerhalb um von dem Problem nicht betroffen zu sein.
 
@kazesama:
Es geht schon viel weiter. Es gibt schon viele Entwickler welche sich in den Regionen der Techfirmen keine Wohnungen mehr leisten können.

Einige sind z.B. auf Boote und grosse Wohnwagen umgestiegen.
 
@Edelasos: Ich hatte auch irgendwo mal gelesen, dass "Sozial" in Sachen Sozial-Wohnungsbau in den USA nicht von wirklich armen Menschen ausgeht, sondern wohl gerne auch im Silicon Valley für Menschen mit max. $125k Einkommen benutzt wird...

Die Preise dort sind also nicht einfach nur hoch sondern... exorbitant hoch mittlerweile.
 
@kazesama: In der Schweiz gibt es Sozialwohnungen und Genossenschaftswohnungen.
Sozialwohnungen dürfen hier offiziell nur von Sozialhilfeempfängern benutzt werden. Sozialwohnungen wiederum von allen.

Das kann sein, kenne die Gesetze dort in den USA nicht.

Krank eigentlich aber so ist es eben in der Wirtschaft.
 
@kazesama: Eigentlich kann es den Firmen vollkommen egal sein wo die Mitarbeiter wohnen solange sie auch zur Arbeit erscheinen. Bei uns wohnen auch sehr viele weit entfernt, auch wenn ich mit meinen drei Stunden Fahrzeit am Tag ganz vorne mit dabei bin.
 
Es gibt ein paar Sachen, die sind in den USA tatsächlich besser als bei uns. Der Umgang der Politik und Rechtsprechung mit großen Unternehmen und einflussreichen Personen gehört dazu. Die bitten auch ohne mit der Wimper zu zucken als unantastbar geltende Konzerne und Persönlichkeiten zur Kasse, sodass es weh tut, oder stecken sie 20 Jahre in den Knast.
Hier wird bei den Großen eher Schadensbegrenzung betrieben bis zum geht nicht mehr und Ausnahmeregelungen getroffen, während man bei kleineren und mittleren Unternehmen die volle Härte des Gesetzes zeigt.
 
@mh0001: Und das glaubst du wirklich?
BTW:
Vor ein paar Jahren hat dort das Oberste Gericht geurteilt, dass Unternehmen den gleichen Status wie richtige Menschen erhalten, und Geld gleich zu setzen ist mit Redefreiheit, von daher ist es völlig in Ordnung wenn Unternehmen diese Art der "Redefreiheit" zu ihrem Vorteil nutzen...
Achja:
von den Unternehmen die die weltweite Krise 2007/2008 verursacht haben ist auch noch niemand in den Knast gewandert. "Die volle Härte des Gesetzes"...
 
@moribund: Naja, vergleich mal den Umgang mit VW von uns mit den USA. Die bauen Rücklagen auf, weil sie gigantische Mengen an Entschädigungszahlungen zu fürchten haben. Und bei uns? Gibt's ein Softwareupdate und der Kunde kriegt Ärger, wenn er es nicht machen lässt. Das ja wohl die maximal VW-freundliche Regelung. In den USA hätte man hingegen genug "Eier", sie zu verpflichten jedes einzelne Dieselauto zurückzunehmen und den Kaufpreis zu erstatten, egal ob der Laden danach fast dicht machen kann.
 
@mh0001: VW ist ein Europäisches Unternehmen, das die Amis gerne abzocken.
Glaubst du ihre eigenen Unternehmen würden sie so hernehmen?
Umgekehrt kommt man in Europa auch langsam drauf wie es geht und bittet US-Unternehmen wie Intel entsprechend zur Kasse.

Ein anderes Beispiel:
vor etwa 2 Jahren feierten die Amis es als Riesen-Erfolg, dass sie die Bank HSBC entlarvte wurde über ein Jahrzehnt lang mit Drogenkartellen und Terrororganisationen unter einer Decke gesteckt zu haben.
Man sollte meinen dass dafür die gesamte Chefetage für Jahrzehnte in den Knast wandert.
Tatsächlich hat man die Bank zur Strafzahlung eines Monatsumsatzes verdonnert.
Das war's. Für Jahrelange Beihilfe von Terroristen und Mafiaorganisationen (Betrug, Geldwäsche, etc.) ->
https://www.rollingstone.com/politics/news/gangster-bankers-too-big-to-jail-20130214
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