Magic Leap nennt Preis - günstiger als gedacht, aber dennoch nicht billig

In Bezug auf das Thema Virtual bzw. Augmented Reality liegen die meisten Karten bereits auf dem Tisch, fast alle großen Konzerne haben ihre entsprechenden Produkte vorgestellt. Eine der letzten Unbekannten ist Magic Leap. Die AR-Brille des Startups ... mehr... Augmented Reality, Augmented-Reality, AR, Magic Leap, Lightwear Bildquelle: Magic Leap Augmented Reality, Augmented-Reality, AR, Magic Leap, Lightwear Augmented Reality, Augmented-Reality, AR, Magic Leap, Lightwear Magic Leap

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Das im Video gezeigte sieht schon fantastisch aus. Aber ich stimme dem Artikel schon zu, das wird bei dem Preis eher ein kleines Marktsegment bedienen. Aber aller Anfang ist Teuer. Die Technologie sieht im Ergebnis imho genial aus.
 
@Speggn: Ganz ehrlich: das im Video gezeigte sieht nicht anders aus als das, was in jedem HoloLens-Video gezeigt wird. Ich warte da immer noch auf die "Revolution".
 
@HeadCrash: Also das in den Hololens videos die ich bisher gesehen habe sah das eher mau aus.

Etwa wie der Vergleich zwischen 480p Qualität und Full HD auf Youtube...
 
@Speggn: Dann frag ich mich echt, welche Videos Du gesehen hast.
 
@HeadCrash: Dann schau es mal nochmal an. In jedem Holo Lens Video ist alles halbtransparent. Hier sind Objekte komplett ausgefüllt, der Erdball fliegt vor der Frau und ist nicht durchsichtig. Dazu erkennt die Brille wohl reale Objekte und im Beispiel des Roboters am Anfang kann sie somit virtuelle hinter realen Objekten anordnen.
Zeig mir mal das Video, wo die HoloLens das kann.
 
@Shiranai: Schau dir einfach mal Videos zu Fragments an. HoloLens erkennt die Umgebung genauso, da verdeckt ein Tischbein das virtuelle Objekt exakt wie in dem Magic Leap Video. Oder probier HoloLens einfach mal selbst aus.

Die Transparenz gibt es und die hängt vor allem mit der Farbe des Objekts zusammen und wird bei Magic Leap ebenfalls vorhanden sein. Je dunkler das Objekt ist, umso weniger Licht wird bei der Projektion verwendet. Schwarz kann man nun mal nicht projizieren. Und da wo kein Licht ist, schaut man durch die transparente Brille. Deswegen hat HoloLens auch diesen etwas abgedunkelten Schirm außen rum. Magic Leap müsste schon das Display künstlich und pixelgenau abdunkeln, um bessere Schwarzwerte zu erreichen. Wird ein helles Objekt auf der HoloLens angezeigt, erkennt man nicht mal seine Hand, wenn man sie direkt hinter die HoloLens hält.

Ich habe HoloLens mehrfach auf gehabt und kenne den Effekt und auch die Schwächen ziemlich genau. Daher habe ich auch weiter unten geschrieben, dass ich Magic Leap die "revolutionäre" Qualität der Darstellung erst dann glaube, wenn ich sie selbst gesehen habe. Immerhin hat diese Firma schon mehr als einmal Rendervideos und bearbeitete Videos als die echte Darstellung der Brille verkauft.
 
und deshlab wird sich das wohl alles wieder nicht durchsetzen. Vielleicht dann in 10 bis 20 Jahren wenn der dritte Anlauf dafür kommt. Ist einfach zu Teuer so das es sich nur wenige Leisten werden. Schaun wir mal wie es weitergeht.....
 
@Eagle02: Eine Frage ist m.E., ob sich damit letztlich wirklich neue Inhalte darstellen lassen. Ich bin mir auch unsicher, ob allein das 'Mittendrin-Gefühl' ausreichen wird. Ich kann mittlerweile schon in einem Bauwerk das gerenderte Modell auf dem Handy oder Tablet zeigen, und zwar live in genau der Blickrichtung und -neigung, in der ich das Gerät halte. Inwiefern hier die räumliche Darstellung einen tatsächlichen Mehrwert an Informationen liefert?
Der Punkt ist, dass unsere herkömmlichen Sehgewohnheiten, sprich Bilder in 2D, mittels der weiterentwickelten Technologien und Projektionsmöglichkeiten eben auch immer besser bedient werden.
Mir z.B. wird bei 3D, egal welche Technik, immer kotzübel. Aber ich bin gespannt.
 
@Zumsl: Bei dieser Art von 3D dürfte Dir eigentlich nicht mehr schlecht werden, sonst müsste Dir im Grunde im Alltag auch immer schlecht werden. Magic Leap verwendet wie auch HoloLens eine Technik, bei der die Objekte direkt ins Auge projiziert werden und zwar so, als wären sie im Raum vorhanden. Das ist eben kein künstliches 3D mit fixem Fokus, sondern echtes 3D. Für das Auge und das Hirn ist es im Grunde nicht mehr von realen Objekten zu unterscheiden, außer dass die Objekte vielleicht künstlich - weil gerendert - aussehen oder eben eine gewisse Transparenz aufweisen.

Das ist im Wesentlichen auch der Unterschied zwischen Augmented und Mixed Reality, auch wenn jeder die Begriffe gerne etwas anders verwendet. Bei allen klassischen AR und VR Arten fokussiert sich das Auge eben immer auf genau eine Ebene im Raum, nämlich den Bildschirm. Bei MR fokussiert sich das Auge ganz natürlich auf ein Objekt im Raum, nur das dieses Objekt eben künstlich ist.
 
@HeadCrash: Ja, da hast Du recht, weil die reale, physische Wahrnehmung des Raums mit der des Auges übereinstimmt. Ich finde MR auch den bei weitem interessantesten Ansatz. Aber abgesehen von eher technischen Anwendungen braucht es imho auch etwas, was in der Masse trägt. Stand heute und in näherer Zukunft ist es für viele potentielle Anwender, z.B. Architekten, schlicht viel zu teuer, einer Gruppe von 3, 4, 5 oder mehr Leuten eine solche Brille auf die Nase zu setzen, um ein gemeinsames Erlebnis zu haben.

Das wird sich imho nur über einen Massenmarkt mit z.B. Spielen oder Lösungen, die den Menschen im Alltag begleiten (Headup, lokale Informationen etc.) erreichen lassen. Dieser Bedarf muss erst noch generiert werden.

Aber, wie gesagt, warten wir das mal ab. Das Smartphone mit 3,5" kam auch in einer Zeit, in der keiner mehr Bildschirme unter 19" haben wollte.
 
@Zumsl: Ich sehe es eher genau umgekehrt. Für Unternehmen spielt der Preis eine eher untergeordnete Rolle, solange sich damit Prozesse wesentlich verbessern lassen. HoloLens ist schon jetzt ein großer Erfolg im Unternehmensumfeld und das, obwohl es als Version 1.0 noch einige Einschränkungen besitzt.

Der Massenmarkt ist da viel schwieriger zu erreichen, weil es dabei meistens eben nicht um Problemlösung geht, sondern um Zeitvertreib. Da reicht eine gute Technologie alleine nicht aus. Man muss sich nur mal die vielen Anwendungen für HoloLens anschauen. Das einzige, was evtl. im Massenmarkt als Spiel interessant sein könnte, ist Fragments. Alles andere wirkt eher noch wie eine Technologie-Demo. Und während es für BMW oder Volvo vielleicht nett ist, mit Kunden über die HoloLens virtuelle Autos zu konfigurieren, ist das nichts, was man zu Hause machen würde.

Und alle aktuellen Lösungen sind für Anwendungen wir HUD oder ähnliches nicht geeignet, da die Geräte dafür noch viel zu klobig sind. Da war Google Glass bisher das einzige Device, was das schon sehr, sehr gut gemacht hat. Und das ist letztlich an der sozialen Akzeptanz gescheitert.

Insofern bin ich gespannt, mit was Magic Leap die Kunden begeistern wird. Denn es gibt nichts schlimmeres, als eine tolle Technologie ohne ausreichend Anwendungsfälle und begeisternde Inhalte auf den Markt zu werfen. Das hat man ziemlich deutlich an Kinect gesehen. Technologisch sehr gut, inhaltlich irrelevant. Wenn so was mit einem Gerät wie Magic Leap oder HoloLens passiert, war es das mit der Gunst der Kunden.
 
Ich glaube denen erst, wenn ich das Ding das erste mal auf der Nase hatte. Magic Leap hat schon so viel Unsinn erzählt, da muss erst mal was wirklich handfestes kommen.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!
Einloggen

Video-Empfehlungen