ExpressLane: CIA lieferte Systeme mit Hintertüren an ihre Partner

Die aktuellste Veröffentlichung aus dem Vault 7-Leak, mit dem zahlreiche Dokumente des US-Geheimdienstes CIA nach Außen drangen, dürfte diesmal vor allem bei den Partnern für Unruhe sorgen. Denn es wird klar, wie die CIA ihre befreundeten Organisationen ausspioniert hat.
Kriminalität, Polizei, Fbi, Agent
Der Geheimdienst führt nicht nur seine berühmt-berüchtigten Operationen durch, sondern entwickelt durchaus auch eigene Technologien - und gibt diese zuweilen auch an Partner weiter. Das bedingt natürlich auch einer nachträglichen Pflege und Wartung - was die CIA offenbar ausnutzte, um sich Zugang ins Innere anderer Organisationen zu verschaffen.

Unter dem Codenamen "ExpressLane" geht es in neu veröffentlichten Dokumenten um ein Programm, das mit einem biometrischen System in Verbindung steht, das die CIA auch anderen Geheimdiensten und Behörden zur Verfügung stellt. Entwickler der CIA statteten die fraglichen Systeme schlicht mit Hintertüren aus, die in einem Software-Update versteckt waren.

Vertrauensmangel unter Vertrauten

Im Grunde stellt der Geheimdienst seine Technik unter der Maßgabe zur Verfügung, dass Informationen auch geteilt werden. Andere Geheimdienste sind aber natürlich nur bedingt bereit, alle ihre Informationen an Partner abzugeben. Daher hat die CIA USB-Sticks mit ExpressLane ausgestattet. Wenn Techniker zur Wartung der bereitgestellten Systeme vorbeischauen, stecken sie diese ein und die Software sucht dann nach Daten, die verborgen werden sollten.

Die Biometrie-Systeme, die von der CIA bereitgestellt werden, sind unter anderem auch beim US-Ministerium für Heimatschutz und bei der US-Bundespolizei FBI installiert. Weitere versorgte Partner gehen nicht aus den Dokumenten hervor. Begeisterung über das - wohl zu Recht - mangelnde Vertrauen - dürfte aktuell bei keinem von ihnen herrschen und es ist anzunehmen, dass bereits mit dem Abdichten möglicher Zugänge begonnen wurde.
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