Dumbo: Warum CIA-Agenten beim verwanzen unbeobachtet bleiben

Bei den Leaks von Hacking-Tools des US-Geheimdienstes CIA ist kein Ende in Sicht. Die neueste Veröffentlichung gewährt der Öffentlichkeit einen Blick auf eine Malware namens "Dumbo", mit der sich Mikrofone und Kameras, die mit den Zielgeräten verbunden sind, anzapfen lassen.
Künstliche Intelligenz, Roboter, Auge, Sehen
Public Domain
Die aus dem Vault 7-Archiv stammenden Dokumente zu Dumbo wurden erneut auf der Wikileaks-Plattform zugänglich gemacht. Die verschaffen einen Eindruck von einem Tool, wie es für einen Dienst wie die CIA recht typisch ist. Während für die NSA beispielsweise die Massenüberwachung aller Internet-Nutzer und entsprechend die Analyse riesiger Datenmengen im Mittelpunkt steht, arbeitet die CIA wesentlich zielgerichteter.

Bei Dumbo handelt es sich um ein Werkzeug, das von der Physical Access Group (PAG) eingesetzt wird, die zum Center for Cyber Intelligence (CCI) gehört. Ihre Aufgabe besteht im Wesentlichen darin, klar umgrenzte Räumlichkeiten zu verwanzen. Aber auch die Informationsbeschaffung spielt eine Rolle.


Auto-Detection unter Windows

Hier kommt nun Dumbo ins Spiel. Die Software infiltriert fremde Systeme und Netzwerke und hält nach Überwachungskameras und ähnlichen Systemen Ausschau. Deren Aufnahmen werden entweder blockiert oder manipuliert, um das eigene Eindringen vor dem Ziel zu verbergen. Dabei ist Dumbo recht flexibel und es ist egal, ob die Aufnahmesysteme direkt in das infizierte Gerät verbaut sind oder aber per USB oder gar über das drahtgebundene oder drahtlose Netzwerk vom jeweiligen System aus zugänglich sind. Die Malware wird auf einen lokalen Computer gebracht, indem ein USB-Stick an diesen angeflanscht wird.

Dumbo selbst unterstützt in der beschriebenen Version Angriffe auf 32-Bit-Versionen von Windows XP, Windows Vista oder neuer. Die 64-Bit-Fassungen können nicht attackiert werden. Die veröffentlichten Dokumente sind allerdings schon etwas älter und es ist davon auszugehen, dass die Software schon seit einiger Zeit entsprechend angepasst worden ist.

Wenn die Malware erst einmal auf dem System aktiv ist, ist sie in der Lage, selbstständig alle möglichen zugänglichen Kameras und Mikrofone zu finden. Der zuständige CIA-Administrator hat über das Internet einen Fernzugriff und kann so die Aufnahmen kontrollieren. Bei Bedarf lässt sich in der Software ein Selbstzerstörungs-Mechanismus aktivieren, der nahezu alle Spuren Dumbos vom System entfernen soll.

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