Ausgaben außer Kontrolle: Lenovo stürzt unerwartet heftig in die Krise
Der Computerkonzern Lenovo dürfte mit Wehmut auf die zurückliegenden Jahre blicken, als man noch Marktführer bei PCs war und die Bilanzen solide waren. Jetzt stürzt das Unternehmen immer tiefer in die Krise und steckt tief in den roten Zahlen.
Trotz der Bemühungen, in verschiedenen Geschäftsbereichen voranzukommen - was Lenovo durchaus mit beachtenswerten Produkten angeht - gelingt es dem Unternehmen derzeit nicht mehr zu wachsen. In dem zurückliegenden zweiten Geschäftsquartal lag der Umsatz so knapp unter dem Vorjahresniveau bei 10 Milliarden Dollar.
Um aber zumindest das zu erreichen mussten die Ausgaben gesteigert werden. Hinzu kam, dass die Gewinnmargen einem Trend nach unten folgen. Während Lenovo vor einem Jahr noch einen Gewinn von 173 Millionen Dollar ausweisen konnte, wurden in den letzten drei Monaten nunmehr 72 Millionen Dollar Verlust eingefahren.
Konzernchef Yang Yuanqing gestand ein, dass man die Ausgaben schlicht nicht in den Griff bekommen hat. Lenovo hatte in der letzten Zeit einige größere Übernahmen getätigt und die Integration in den Konzern läuft längst nicht so gut, wie man sich das vielleicht erhofft hat. Hinzu kamen der traditionsreiche Smartphone-Hersteller Motorola und auch das Server-Geschäft von IBM.
Insbesondere die Smartphones schaffen es nicht, die zunehmenden Probleme der PC-Sparte auszugleichen. Lenovo gehört hier zu jenen Unternehmen, die zwar einiges zu bieten haben, aber schlicht von der immer stärker werdenden Konkurrenz aus China überrannt werden. Investitionen von 1,2 Milliarden Dollar in neue Technologien sollen dem Unternehmen nun helfen, neue lukrative Einkommensquellen zu erschließen.
Um aber zumindest das zu erreichen mussten die Ausgaben gesteigert werden. Hinzu kam, dass die Gewinnmargen einem Trend nach unten folgen. Während Lenovo vor einem Jahr noch einen Gewinn von 173 Millionen Dollar ausweisen konnte, wurden in den letzten drei Monaten nunmehr 72 Millionen Dollar Verlust eingefahren.
Unerwarteter Verlust
Das Kernproblem bei der Sache ist, dass Lenovo dabei allerdings keinen einkalkulierten Fehlbetrag in den Büchern stehen hat - was durch Abschreibungen oder Investitionen schonmal passieren kann. Alle Branchenbeobachter hatten vor der Öffnung der Bücher eigentlich fest mit einem Gewinn gerechnet.Konzernchef Yang Yuanqing gestand ein, dass man die Ausgaben schlicht nicht in den Griff bekommen hat. Lenovo hatte in der letzten Zeit einige größere Übernahmen getätigt und die Integration in den Konzern läuft längst nicht so gut, wie man sich das vielleicht erhofft hat. Hinzu kamen der traditionsreiche Smartphone-Hersteller Motorola und auch das Server-Geschäft von IBM.
Insbesondere die Smartphones schaffen es nicht, die zunehmenden Probleme der PC-Sparte auszugleichen. Lenovo gehört hier zu jenen Unternehmen, die zwar einiges zu bieten haben, aber schlicht von der immer stärker werdenden Konkurrenz aus China überrannt werden. Investitionen von 1,2 Milliarden Dollar in neue Technologien sollen dem Unternehmen nun helfen, neue lukrative Einkommensquellen zu erschließen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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