Handyverbot beim Überqueren der Straße:
US-Stadt erlässt Gesetz

Dass auch ein kurzer Blick aufs Handy für Ablenkung sorgen kann, ist klar. In Honolulu wurde jetzt ein Gesetz erlassen, das den Blick auf Geräte beim Überqueren der Straße untersagt. Laut dem Bürgermeister fehle leider zu oft der "gesunde Menschenverstand".
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Public Domain

Infografik: Mit dem Smartphone am SteuerMit dem Smartphone am Steuer

Risiko Handy in der Hand

Es wird viel über die sozialen Folgen diskutiert, die die starke Fokussierung von vielen Nutzern auf mobile Geräte mit sich bringt, ein allzu tiefer Blick in Handy und Co. kann aber im Straßenverkehr sehr ernste Konsequenzen haben. Während die Nutzung von mobilen Geräten in Fahrzeugen deshalb meist klar geregelt ist, sieht sich der Bürgermeister von Honolulu, Kirk Caldwell, jetzt offenbar dazu veranlasst, in seiner Stadt auch bei Fußgängern eine gesetzliche Regelung zu treffen.

Wie BuzzFeed News berichtet, hat Caldwell am Donnerstagnachmittag ein entsprechendes Gesetz unterschrieben, dass es unter Strafe stellen soll, beim Überqueren der Straße den Blick auf ein elektronisches Gerät zu richten. Wie Caldwell in einer Pressekonferenz zum Erlass des Gesetzes erläutert, würden in Honolulu die meisten Fußgänger wegen des Blicks auf das Handy im Straßenverkehr verletzt. "Manchmal wünschte ich, wir müssten solche Gesetze nicht verabschieden, und dass vielleicht der gesunde Menschenverstand vorherrschen würde", so der Bürgermeister vor der Unterzeichnung des Gesetzes. "Aber manchmal fehlt uns der gesunde Menschenverstand."

Neben Smartphones werden in dem Gesetz, das zum 25. Oktober in Kraft treten soll, explizit auch andere elektronische Geräte genannt, auf die man bei der Überquerung der Straße keinen Blick werfen sollte. Dazu zählen unter anderem "Laptops, Videospiele, Digitalkameras oder Pager". Erste Verstöße gegen die Regelung sollen mit einem Bußgeld von bis zu 35 Dollar bestraft werden, wer in einem Jahr zwei Mal erwischt wird, muss bis zu 75 Dollar entrichten, bei Verstoß drei werden 99 Dollar fällig.

Nicht die erste US-Stadt mit solchem Gesetz

Honolulu ist nicht die erste US-amerikanische Stadt, die ein Gesetz dieser Art erlassen hat. Seit 2012 hatte eine Stadt im Stadt New Jersey ein Verbot erlassen, dass das Schreiben von Nachrichten beim Überqueren der Straße untersagte und mit 85 Dollar Strafe belegte. Bei einer staatlichen Prüfung im letzte Jahr wurde dann aber festgestellt, dass das Verbot nichts rechtmäßig war.
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