Google verkauft seine Kult-Robotik-Tochter jetzt an die Japaner
Die Roboter von Boston Dynamics sind zwar wegweisend und originell - aber eben auch viel zu experimentell für den Markt. Die Google-Mutter Alphabet trennt sich daher nun endgültig von der im Jahr 2013 übernommenen Firma. Zugeschlagen hat stattdessen der nächste große Tech-Investor.
Der japanische Konzern Softbank teilte mit, dass man Boston Dynamics jetzt erworben habe. Das Unternehmen ist ohnehin gerade dabei, riesige Geldbeträge in der Technologie-Branche zu streuen. Gemeinsam mit Partnern aus dem arabischen Raum, die Anlagemöglichkeiten für ihre Öl-Gelder suchen, hatte man einen milliardenschweren Investmentfonds aufgelegt.
Für Google/Alphabet war es wohl eine günstige Gelegenheit, dass Softbank aktuell in nahezu alles investiert, was nicht schnell genug wegläuft und auch noch einige Potenziale für die Zukunft birgt. Schon vor einem Jahr hatte man angekündigt, Boston Dynamics verkaufen zu wollen, doch seitdem hatte sich schlicht nichts getan.
Anders sieht es jedoch für Anleger aus, die bereit sind, Risiken einzugehen und auch länger zu warten. Diese könnten in Boston Dynamics durchaus eine ideale Anlage gefunden haben, die sich irgendwann vielfach auszahlt. Denn es ist den Entwicklern der Firma auf jeden Fall zuzutrauen, dass sie irgendwann plötzlich einen Roboter dastehen haben, der reißenden Absatz findet. Dann könnten die Einnahmen aus eigener Produktion oder dem Lizenzgeschäft in größerem Maßstab fließen. Bis es soweit ist, muss aber wohl nicht nur die Entwicklung in der Firma weitergehen, sondern diese muss eben auch durchhalten, bis in der Gesellschaft der Boden für entsprechende Produkte bereitet ist.
Für Google/Alphabet war es wohl eine günstige Gelegenheit, dass Softbank aktuell in nahezu alles investiert, was nicht schnell genug wegläuft und auch noch einige Potenziale für die Zukunft birgt. Schon vor einem Jahr hatte man angekündigt, Boston Dynamics verkaufen zu wollen, doch seitdem hatte sich schlicht nichts getan.
Der Zeit voraus?
Boston Dynamics macht schon länger mit immer neuen Robotern auf sich aufmerksam, die sich aber allesamt eher im experimentellen Stadium befinden. Für ein Unternehmen wie Alphabet, das inzwischen eher an marktreifen Produkten interessiert ist, birgt solch eine Tochter natürlich eher weniger erfüllende Momente.Anders sieht es jedoch für Anleger aus, die bereit sind, Risiken einzugehen und auch länger zu warten. Diese könnten in Boston Dynamics durchaus eine ideale Anlage gefunden haben, die sich irgendwann vielfach auszahlt. Denn es ist den Entwicklern der Firma auf jeden Fall zuzutrauen, dass sie irgendwann plötzlich einen Roboter dastehen haben, der reißenden Absatz findet. Dann könnten die Einnahmen aus eigener Produktion oder dem Lizenzgeschäft in größerem Maßstab fließen. Bis es soweit ist, muss aber wohl nicht nur die Entwicklung in der Firma weitergehen, sondern diese muss eben auch durchhalten, bis in der Gesellschaft der Boden für entsprechende Produkte bereitet ist.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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