Ein letztes Mal: Intel startet seinen allerletzten Itanium-Prozessor
Intel schafft es, eine Neuvorstellung mit dem Ende des gleichen Produktes zu vereinen. Das Unternehmen hat jetzt den endgültig letzten Itanium-Prozessor verfügbar gemacht. Nach dem Itanium 9700 ist Schluss mit der Reihe, die eigentlich einmal eine große Erfolgsgeschichte werden sollte.
Wie Intel nun mitteilte, ist der neueste Itanium, der unter dem Codenamen Kittson entwickelt wurde, in die Massenproduktion gegangen - sofern man hier wohl noch von Masse reden kann. Wahrscheinlicher ist, dass die wenigen verbliebenen Kunden noch mit einer Kleinserie versorgt werden. Denn im Markt für neue Server spielt die Itanium-Plattform schon lange keine Rolle mehr und auch Software-Hersteller bedienen sie faktisch nicht mehr.
Der Itanium 9700 dürfte sich entsprechend an jene verbliebenen Anwender richten, die noch entsprechende Systeme in ihren Datenzentren stehen haben und diesen noch gelegentlich ein Performance-Update verpassen wollen. Selbst Intel hat die User ja bereits vor einiger Zeit aufgefordert, eine Migration auf x86-Xeons durchzuführen - was zuweilen aber schwierig ist, wenn eine besonders wichtige Software nicht für eine andere Hardware vorhanden ist und ihre Neuentwicklung teurer wäre als das Festhalten am alten Gerät.
Als Itanium auf den Markt kam, war der Schritt Intels durchaus eine gute Idee - immerhin waren damals starke einzelne Mainframes ein nicht zu verachtendes Marktsegment. In vielen Bereichen sind diese aber schon lange von Clustern aus vielen kleineren Servern ersetzt worden, die wesentlich flexible zu handhaben und dadurch im Betrieb letztlich günstiger sind.
Der Itanium 9700 dürfte sich entsprechend an jene verbliebenen Anwender richten, die noch entsprechende Systeme in ihren Datenzentren stehen haben und diesen noch gelegentlich ein Performance-Update verpassen wollen. Selbst Intel hat die User ja bereits vor einiger Zeit aufgefordert, eine Migration auf x86-Xeons durchzuführen - was zuweilen aber schwierig ist, wenn eine besonders wichtige Software nicht für eine andere Hardware vorhanden ist und ihre Neuentwicklung teurer wäre als das Festhalten am alten Gerät.
HPE ist noch an Bord
Als einziger größerer Abnehmer ist im Grunde nur Hewlett Packard Enterprise bekannt, der die Itaniums in seiner Integrity i6-Serie einsetzt. Dabei handelt es sich um Systeme, die besonders ausfallsicher sein sollen. Aber auch hier geht es im Grunde nur noch um Auffrischungen für Bestandskunden.Als Itanium auf den Markt kam, war der Schritt Intels durchaus eine gute Idee - immerhin waren damals starke einzelne Mainframes ein nicht zu verachtendes Marktsegment. In vielen Bereichen sind diese aber schon lange von Clustern aus vielen kleineren Servern ersetzt worden, die wesentlich flexible zu handhaben und dadurch im Betrieb letztlich günstiger sind.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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