Microsoft wird Trump auf keinen Fall bei "Muslim-Registry" helfen

Nur kurze Zeit nach dem Treffen einiger Vorsitzender größerer IT-Unternehmen mit dem gewählten US-Präsident Donald Trump hat Microsoft eine klare Stellungnahme veröffentlicht: Demnach werden die Redmonder keine Diskriminierung unterstützen. Es wird keine mögliche Software für eine "Muslim-Registry" entwickelt werden.
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Darüber hat die Seattle Times berichtet. Die politischen Absichten des gewählten US-Präsidenten sind heiß umstritten. Es sind Gerüchte aufgetaucht, dass Donald Trump IT-Konzerne dazu aufrufen werde, eine Software anzufertigen, die eine sogenannte Registry aller Muslime in den Vereinigten Staaten ermöglicht. Bei der Registry handelt es sich um eine Liste von gläubigen Muslimen. Diese Menschen werden hier lediglich nach ihrer Religion beurteilt - was von vielen als diskriminierend erachtet wird. Die Datenbank würde wahrscheinlich zur gezielten Überwachung genutzt werden.


Klares Statement der Redmonder

Der Konzern hat am Donnerstag ein Statement zu dem Thema abgegeben. Dort heißt es, das Unternehmen "sei sich seinen Werten bewusst" und verurteile Diskriminierung generell. Die Redmonder werden "keine Arbeit erledigen, um einen Muslim-Index zu entwickeln". Die Technologie, eine solche Datenbank zu bauen, würde allerdings bereits heute existieren. Mit einer Unterstützung dieser Unternehmen, welche eine entsprechende Software dafür entwickeln könnten, kann Trump jedoch nicht rechnen: In Technologiekreisen hat ein Brief gegen eine solche Registry mit der Aufforderung an Unternehmen, hier keine Unterstützung zu leisten, bereits einige Unterschriften gesammelt.

Microsoft zeigt sich generell als zukunftsorientiertes Unternehmen und in vielen Geschäftszweigen als sozial engagiert. Erst vor kurzer Zeit haben die Redmonder ihr Statement zu der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zum internationalen Tag der Menschenrechte angepasst. Die Philosophie Microsofts besteht in einer zukunftssicheren Cloud-Lösung, welche der gesellschaftlichen Entwicklung als Ganzes von Nutzen ist. Technologie sei heutzutage wichtiger denn jemals zuvor. Hierzu zählt für den Konzern verständlicherweise, keine Software zur Unterstützung von Diskriminierung zu entwickeln.
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