Die "Ice Bucket Challenge" hat jetzt tatsächlich Erfolg gebracht
Vor zwei Jahren beschäftigte die "Ice Bucket Challenge" das Netz und wie sich nun zeigt, war die mit ihr verbundene Spendensammlung keineswegs nur ein Strohfeuer ohne Ergebnisse. Die von den zahlreichen Spendern mitfinanzierte Forschung kann jetzt Erfolge vermelden.
Von einfachen Nutzern bis hin zu Milliardären versammelten sich 2014 viele Menschen vor ihren Kameras und wagten sich, einen Eimer Eiswasser über sich zu entleeren. Wer dies machte, konnte andere zur Teilnahme nominieren. Das Ziel dessen bestand darin, die Leute gleichzeitig auch zu Spenden zu animieren. Diese sollten im Kampf gegen die Nervenkrankheit ALS helfen.
Durch die virale Aktion kamen letztlich 115 Millionen Dollar zusammen. Während Kritiker die ganze Sache für eine Scherzaktion hielten, die letztlich keine Auswirkungen hat, konnte die ALS Association hingegen mitteilen, dass das Geld die Finanzierung von sechs Forschungsprojekten mit ermöglichte.
ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) war bis zur Ice Bucket Challenge für viele Menschen überhaupt kein Begriff. Insofern war es auch ein Erfolg der Aktion, die Erkrankung überhaupt einmal ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen. Sie ist zwar längst nicht so verbreitet, wie verschiedene andere Krankheiten, verursacht bei ihren Opfern aber großes Leid. Denn ALS sorgt für eine zunehmende Zerstörung des Nervensystems, das für die motorischen Funktionen des Körpers zuständig ist. Heilbar ist dies nicht, doch besteht die Hoffnung, das Fortschreiten verlangsamen oder gar stoppen zu können. Einer der berühmtesten Betroffenen ist der Physiker Stephen Hawking.
Wie bei verschiedenen anderen schweren Erkrankungen gibt es auch bei ALS das Problem, dass eine wirtschaftliche Forschung nach Therapien kaum möglich ist und die Pharma-Industrie eher davor zurückschreckt, Heilmittel zu entwickeln, die vorhersehbar nie in einem Ausmaß verkauft werden könnten, der die Aufwendungen wieder hereinspielt. Daher will die ALS Association auch weiterhin Spenden für die unabhängige Finanzierung einer Forschung einwerben.
Durch die virale Aktion kamen letztlich 115 Millionen Dollar zusammen. Während Kritiker die ganze Sache für eine Scherzaktion hielten, die letztlich keine Auswirkungen hat, konnte die ALS Association hingegen mitteilen, dass das Geld die Finanzierung von sechs Forschungsprojekten mit ermöglichte.
Risiko-Gen wurde gefunden
Eines dieser Projekte heißt "MinE". Hier waren 80 Wissenschaftler aus elf Ländern längere Zeit damit beschäftigt, nach Genen zu suchen, die ein ALS-Risiko verursachen. Dafür mussten große Mengen an Proben von Betroffenen und ihren Verwandten gesammelt und analysiert werden. Nun konnte ein Erfolg vermeldet werden: Die Wissenschaftler konnten ein als NEK1 bezeichnetes Gen identifizieren, das mit der Erkrankung in Zusammenhang steht. Das bildet nun die Grundlage, auf der versucht werden soll, eine Gen-Therapie zu entwickeln.ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) war bis zur Ice Bucket Challenge für viele Menschen überhaupt kein Begriff. Insofern war es auch ein Erfolg der Aktion, die Erkrankung überhaupt einmal ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen. Sie ist zwar längst nicht so verbreitet, wie verschiedene andere Krankheiten, verursacht bei ihren Opfern aber großes Leid. Denn ALS sorgt für eine zunehmende Zerstörung des Nervensystems, das für die motorischen Funktionen des Körpers zuständig ist. Heilbar ist dies nicht, doch besteht die Hoffnung, das Fortschreiten verlangsamen oder gar stoppen zu können. Einer der berühmtesten Betroffenen ist der Physiker Stephen Hawking.
Wie bei verschiedenen anderen schweren Erkrankungen gibt es auch bei ALS das Problem, dass eine wirtschaftliche Forschung nach Therapien kaum möglich ist und die Pharma-Industrie eher davor zurückschreckt, Heilmittel zu entwickeln, die vorhersehbar nie in einem Ausmaß verkauft werden könnten, der die Aufwendungen wieder hereinspielt. Daher will die ALS Association auch weiterhin Spenden für die unabhängige Finanzierung einer Forschung einwerben.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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