Juno erreicht Jupiter und meistert Manöver im Orbit des Gasriesen

Nach einer fast fünf Jahre langen Reise hat die Jupiter-Sonde Juno vor einigen Stunden ihr Ziel erreicht: Juno hat das entsprechende Manöver gemeistert und sich im Orbit des größten Planeten unseres Sonnensystems positioniert. Bei der NASA ist die Freude entsprechend groß, die eigentliche Arbeit für die Forscher beginnt aber erst.
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NASA
Das Antriebsmanöver, das Juno an seinem Ziel durchführen musste, galt als besonders kritisch, da sich die NASA-Sonde drehen musste, um in der Jupiter-Umlaufbahn die Solarpanels in Richtung der Sonne auszurichten. Die US-Weltraumbehörde gab um 6.43 Uhr per Twitter bekannt, dass sich Juno wie vorgesehen gedreht hat, über Strom verfügt und die "Jupiter-Tour" auf einem zunächst rund 53-tägigen Orbit begonnen hat.

"Großartig gelaufen"

In einer Pressemitteilung schreibt die NASA, dass es den meisten Team-Mitgliedern zum ersten Mal in ihrem Leben nichts ausgemacht habe, "in der Nacht des US-amerikanischen Unabhängigkeitstags in einem fensterlosen Raum festzusitzen". Alles sei "großartig" gelaufen, das Missionsteam und die Sonde haben für einen "großartigen Tag" gesorgt.


Allerdings wird es noch eine Weile dauern, bis man tatsächlich die eigentliche Forschungsarbeit aufnimmt: Denn in den nächsten Monaten stehen vor allem Vorbereitungsarbeiten am Missionsprogramm an, darunter Reaktivierung sowie Tests der Subsysteme der Sonde und die finale Kalibrierung der wissenschaftlichen Instrumente.

Aber nicht nur: "Offiziell beginnt die Phase der wissenschaftlichen Datensammlung zwar erst im Oktober, aber wir haben einen Weg gefunden, wie wir bereits viel früher erste Informationen erfassen können", sagte NASA-Chef (Administrator) Charlie Bolden.

Der im Herbst startende Hauptteil der wissenschaftlichen Arbeit soll vor allem Erkenntnisse über die Entstehung unseres Sonnensystems liefern. Dabei wird Juno einer massiven Strahlung ausgesetzt, weshalb die Umlaufbahn stark elliptisch ist, sodass sich die Sonde nur verhältnismäßig kurz dem Einfluss des "größten und gefährlichsten" Planeten im Sonnensystem aussetzt.
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