TV-Quoten: Bald mit Streaming-Nutzung - und das sehr kompliziert
Die Ermittlung der Einschaltquoten von Fernsehsendungen steht schon länger in der Kritik. Nun reagiert das zuständige Gremium und baut die Datenerhebung aus. An den grundsätzlichen Mängeln ändert das zwar nur bedingt etwas, doch werden zumindest die Internet-Nutzer nun mit berücksichtigt.
Einige klassische Fernsehformate ziehen durchaus weiterhin große Mengen an Nutzern zu passenden Zeit vor die Bildschirme. Es gibt allerdings auch einen nicht zu verachtenden Teil, die eine feste Fan-Gemeinde haben, von denen aber nicht alle regelmäßig und pünktlich dabei sein können. Das zeigt sich beispielsweise bei Soaps, die es auf überdurchschnittlich hohe Abrufzahlen in den Mediatheken bringen.
Die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) will daher zukünftig auch die Streaming-Abrufe bei der Quotenmessung berücksichtigen und in das Gesamtergebnis einfließen lassen. Das ginge vermutlich recht einfach über die Server-Logs, die AGF hat sich hier aber für einen recht komplizierten Weg entschieden.
Was die lokalen Rechner angeht, erhebt die AGF schon seit 2014 Daten zur Streaming-Nutzung, die aber noch nicht offiziell in die Quoten einflossen. Das soll sich aber bald ändern. Weiterhin ist eine Messmethode für die Inhalte-Nutzung auf Smartphones und Tablets in Vorbereitung, die auch bald starten soll. Ab dem zweiten Halbjahr soll es dann offizielle Zahlen geben, bei denen die Online-Quoten mit in die allgemeine Berechnung einfließen.
Die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) will daher zukünftig auch die Streaming-Abrufe bei der Quotenmessung berücksichtigen und in das Gesamtergebnis einfließen lassen. Das ginge vermutlich recht einfach über die Server-Logs, die AGF hat sich hier aber für einen recht komplizierten Weg entschieden.
Und noch ein Gerät
"In Haushalten mit einem Home-Netzwerk werden hierzu spezielle Messrouter installiert, mit denen die Streaming-Nutzung an verschiedenen Devices gemessen wird", teilte das Gremium mit. Neben der Quotenmessungs-Box kommt also ein weiteres Gerät und damit auch eine zusätzliche Fehlerquelle hinzu. Geplant ist weiterhin auch noch der Einsatz einer Connector-App, die sich in den Datenstrom hängt.Was die lokalen Rechner angeht, erhebt die AGF schon seit 2014 Daten zur Streaming-Nutzung, die aber noch nicht offiziell in die Quoten einflossen. Das soll sich aber bald ändern. Weiterhin ist eine Messmethode für die Inhalte-Nutzung auf Smartphones und Tablets in Vorbereitung, die auch bald starten soll. Ab dem zweiten Halbjahr soll es dann offizielle Zahlen geben, bei denen die Online-Quoten mit in die allgemeine Berechnung einfließen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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