Debian-Gründer Ian Murdock unter ungeklärten Umständen verstorben
Ian Murdock, bekannt geworden als Initiator von Debian, ist überraschend im Alter von 42 Jahren verstorben. Sein derzeitiger Arbeitgeber Docker und die Debian-Community haben diese traurige Nachricht heute veröffentlicht.
Demnach ist Ian Murdock bereits in der Nacht von Montag auf Dienstag verstorben. Die Umstände zu seinem Tod sind aus Rücksicht auf seine Familie nicht veröffentlicht worden, heißt es in den ersten Medienmeldungen; es ranken sich aber bereits merkwürdige Geschichten um sein frühes Ableben. Wie das Nachrichtenmagazin Venture Beat schrieb, gab es am Montag dazu einige verstörende Tweets, die mittlerweile wieder gelöscht wurden. Dabei soll Murdock angekündigt haben, Selbstmord begehen zu wollen.
Bei Debian.org ist nun zu lesen:
"Ians Traum lebt weiter, die Debian-Gemeinschaft ist unglaublich aktiv, mit Tausenden von Entwicklern, die unzählige Stunden daran arbeiten, der Welt ein zuverlässiges und sicheres Betriebssystem zu bringen."
Die Community hat zudem eine Möglichkeit für Kondolenzschreiben angekündigt. Beileidsbekundungen können per Email an in-memoriam-ian@debian.org gesendet werden und werden Murdocks Familie zugestellt und archiviert.
Die GNU/Linux-Distributionen Debian wurde 1993 von Murdock gestartet. Noch im gleichen Jahr, nur wenige Wochen nach dem offiziellen Start, stellte Murdock eine erste Version des Betriebssystems vor. Der Name Debian ist übrigens eine Liebeserklärung an Murdocks erste große Liebe. Als Widmung an seine damalige Freundin benannte er das OS Debian = Deb (Kurzform von Debra Lynn) + Ian.
Aktuell liegt Debian in Version 8, Projektname Jessie, vor. Dazu laufen die Arbeiten an Debian 9 "Strech" und Planungen für Version 10 "Buster".
Mehr dazu: Debian-Initiator Ian Murdock zu Gast bei Microsoft
Keine Bestätigung bisher
Was nun genau geschehen ist, wird sicherlich in den kommenden Tagen in den Medien geklärt.Nachruf wieder offline
Ein Nachruf, den sein letzter Arbeitgeber Docker veröffentlicht hatte, ist wieder offline genommen worden. Darin hatte Docker-CEO Ben Golub den Tod von Murdock bestätigt.Bei Debian.org ist nun zu lesen:
"Ians Traum lebt weiter, die Debian-Gemeinschaft ist unglaublich aktiv, mit Tausenden von Entwicklern, die unzählige Stunden daran arbeiten, der Welt ein zuverlässiges und sicheres Betriebssystem zu bringen."
Die Community hat zudem eine Möglichkeit für Kondolenzschreiben angekündigt. Beileidsbekundungen können per Email an in-memoriam-ian@debian.org gesendet werden und werden Murdocks Familie zugestellt und archiviert.
Murdock und Debian
Murdock war als Sohn eines US-amerikanischen Wissenschaftlers am 28. April 1973 im deutschen Konstanz geboren worden. Sein Vater hatte als Insektenkundler eine Anstellung an der Uni Konstanz, später siedelte die Familie wieder in die USA über.Die GNU/Linux-Distributionen Debian wurde 1993 von Murdock gestartet. Noch im gleichen Jahr, nur wenige Wochen nach dem offiziellen Start, stellte Murdock eine erste Version des Betriebssystems vor. Der Name Debian ist übrigens eine Liebeserklärung an Murdocks erste große Liebe. Als Widmung an seine damalige Freundin benannte er das OS Debian = Deb (Kurzform von Debra Lynn) + Ian.
Aktuell liegt Debian in Version 8, Projektname Jessie, vor. Dazu laufen die Arbeiten an Debian 9 "Strech" und Planungen für Version 10 "Buster".
Mehr dazu: Debian-Initiator Ian Murdock zu Gast bei Microsoft
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