Zu schwache Verbindungen:
Telekom von Peering-Partner verklagt
Der Carrier Cogent Communitcations verklagt die Deutsche Telekom und wirft dieser Vertragsbruch beim Peering vor. Damit treffen zwei Provider aufeinander, die hinsichtlich ihrer Verbindungs-Politik unterschiedlicher kaum sein könnten.
Beide gehören zu den Tier-1-Carriern, die große, internationale Backbone-Infrastrukturen betreiben. Cogent stach in der Vergangenheit schon mehrfach damit hervor, andere Netzbetreiber mit möglichst allen zur Verfügung stehenden Mitteln dazu zu drängen, gleichberechtigte Peering-Schnittstellen zu schaffen, bei denen die Zusammenschaltung für beide Seiten auf ein Geschäft plusminus Null herausläuft.
Die Telekom agiert hingegen deutlich anders. Der Konzern versucht, auch aus den Verbindung zu anderen Netzbetreibern möglichst noch einen Gewinn herauszuholen und hält sich daher auch soweit es geht von den großen Peering-Punkten wie dem DE-CIX in Frankfurt am Main fern. Mit zahlreichen Anschlüssen bei Endnutzern in der Hinterhand versucht man, andere Carrier zur Zusammenschaltung zu eigenen Konditionen zu zwingen.
Bei dem US-Provider sieht man darin Absicht und den Versuch, die Netzneutralität auszuhöhlen, indem man Peering-Partner, die nicht zahlen, mit schlechteren Verbindungen dastehen lässt. Cogent hat wegen ähnlicher Probleme schon des Öfteren Streit mit anderen großen Netzbetreibern gesucht. Und es ist auch nicht das erste Unternehmen, das wegen solcher Vorwürfe gegen die Telekom schießt. Auch Level 3 legte sich im vergangenen Jahr schon mit dem deutschen Konzern an.
Seitens der Telekom versteht man die Aufregung hingegen nicht. Cogent würde immerhin mehr Traffic in Richtung der Telekom-Kunden fließen lassen als umgekehrt. Daher sieht man das eigene Anliegen, dass sich der Peering-Partner finanziell am Ausbau der Kapazitäten beteiligt, als durchaus gerechtfertigt an.
Die Telekom agiert hingegen deutlich anders. Der Konzern versucht, auch aus den Verbindung zu anderen Netzbetreibern möglichst noch einen Gewinn herauszuholen und hält sich daher auch soweit es geht von den großen Peering-Punkten wie dem DE-CIX in Frankfurt am Main fern. Mit zahlreichen Anschlüssen bei Endnutzern in der Hinterhand versucht man, andere Carrier zur Zusammenschaltung zu eigenen Konditionen zu zwingen.
Kapazität absichtlich schwach
Cogent wirft dem deutschen Konzern nun vor, gegen die bestehenden Vereinbarungen zu verstoßen und an den Peering-Punkten, an denen die Netze beider Unternehmen sich berühren, zu wenig Kapazitäten bereitzustellen. In der Branche sei es üblich, stets ausreichend Bandbreite verfügbar zu halten, damit der normale Traffic im Durchschnitt bei unter 70 Prozent des Leistungsmaximums liegt. Das werde hier aber nicht gewährleistet.Bei dem US-Provider sieht man darin Absicht und den Versuch, die Netzneutralität auszuhöhlen, indem man Peering-Partner, die nicht zahlen, mit schlechteren Verbindungen dastehen lässt. Cogent hat wegen ähnlicher Probleme schon des Öfteren Streit mit anderen großen Netzbetreibern gesucht. Und es ist auch nicht das erste Unternehmen, das wegen solcher Vorwürfe gegen die Telekom schießt. Auch Level 3 legte sich im vergangenen Jahr schon mit dem deutschen Konzern an.
Seitens der Telekom versteht man die Aufregung hingegen nicht. Cogent würde immerhin mehr Traffic in Richtung der Telekom-Kunden fließen lassen als umgekehrt. Daher sieht man das eigene Anliegen, dass sich der Peering-Partner finanziell am Ausbau der Kapazitäten beteiligt, als durchaus gerechtfertigt an.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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