Konzernumbau bei Gigaset kostet der Hälfte der Belegschaft den Job
Der deutsche Telefonbauer Gigaset überrascht mit einer Ankündigung über einen drastischen Stellenabbau: Bis Ende 2018 sollen nun schrittweise 550 der derzeit 1.250 Arbeitsplätze weltweit abgebaut werden, teilte das Unternehmen heute mit - wie viele Stellen direkt in Deutschland betroffen sind, ist nicht bekannt.
Hauptgrund für die massive Entlassungswelle ist das rückläufige Geschäft mit DECT-Telefonen. Das ehemalige Siemens-Tochter-Unternehmen steckt mitten in einer Umstrukturierungsphase. Als einer der größten Hersteller von Schnurlostelefonen in Europa macht Gigaset der Rückgang bei der Festnetztelefonie stark zu schaffen. Schon 2012 hatte Gigaset-Chef Charles Fränkl daher entsprechende Änderungen im Konzern angekündigt.
Dafür haben die Münchner gleich mehrere neue Geschäftsfelder erschlossen, die sich positiv entwicklen: Erst im Herbst hatte Gigaset zur IFA seine neue Smartphone-Linie Gigaset ME auf Android-Basis vorgestellt. Zudem ist der Bereich Home Networks mit Sicherheitslösungen für Smart Home-Anwendungen auf Wachstumskurs. Auch der Bereich der Geschäftskunden wuchs zuletzt um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.
Mehr dazu: Gigaset ME: Ab Montag für 469 € verfügbar; Details zu OS-Updates
Kein Rückzug vom DECT-Markt
"Die Anpassungen im Geschäftsfeld für Schnurlostelefone sind notwendig, um auch zukünftig ein relevanter Partner für den internationalen Handel zu sein, der mit attraktiven und innovativen Produkten - auch in einem insgesamt rückläufigen Markt - weiterhin Akzente setzt", so Fränkl. "Für uns bedeutet der Unternehmensumbau und die Anpassung der Kostenstrukturen keinesfalls einen Rückzug, sondern ein besseres Einstellen auf den Markt."Nachhaltiger Unternehmensumbau
In einer Pressemeldung der AG heißt es dazu, dass dies neben den strukturellen Anpassungen des Unternehmens, eine erhebliche Reduzierung der Mitarbeiterzahl in Deutschland und weltweit bedeute. Diese sei jedoch notwendig, um das Unternehmen wieder zurück zur Profitabilität zu führen und damit nachhaltig einen erfolgreichen Unternehmensumbau zu ermöglichen.Dafür haben die Münchner gleich mehrere neue Geschäftsfelder erschlossen, die sich positiv entwicklen: Erst im Herbst hatte Gigaset zur IFA seine neue Smartphone-Linie Gigaset ME auf Android-Basis vorgestellt. Zudem ist der Bereich Home Networks mit Sicherheitslösungen für Smart Home-Anwendungen auf Wachstumskurs. Auch der Bereich der Geschäftskunden wuchs zuletzt um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.
Mehr dazu: Gigaset ME: Ab Montag für 469 € verfügbar; Details zu OS-Updates
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