Amazon holt sich nächste Nische:
Neuer Markt für Handgemachtes
Der Handelskonzern Amazon hat jetzt seinen bereits erwarteten Handmade-Shop offiziell gestartet. Mit diesem nistet sich das Unternehmen in einer weiteren Nische ein, die in den letzten Jahren zunehmend Anhänger fand: Hier soll es ausschließlich Produkte geben, die von kleinen Herstellern handgemacht wurden.
Bevor das Internet größere Verbreitung fand, kam man nur schwer an eine größere Auswahl entsprechender Produkte. Einiges kam aus dem Kreise der Freunde und Verwandten, und auch auf speziellen Märkten - insbesondere in der Weihnachtszeit - wurde man schonmal fündig. Im Netz boten sich der Bastler-Szene völlig neue Möglichkeiten und nachdem es anfangs teils auf eBay losging, übernahmen später spezialisierte Plattformen wie Etsy und Dawanda das Geschäft. Allein Etsy generiert heute ein Handelsvolumen von rund 2 Milliarden Dollar.
Gerade die großen Plattformen bekommen mit Handmade at Amazon jetzt ordentlich Konkurrenz. In den letzten Monaten arbeitete Amazon bereits mit einer ganzen Reihe von Anbietern daran, die Plattform aufzubauen und zu testen. In den USA ist jetzt der Startschuss erfolgt. Zum Auftakt hat man immerhin schon rund 5.000 Handwerker und Kunstgewerbler aus 60 Ländern versammelt, die zusammen rund 80.000 Produkte anbieten.
Amazon will durch verschiedene Maßnahmen vor allem auch sicherstellen, dass die neue Plattform auch wirklich frei von industriell gefertigten Waren und Massenprodukten bleibt. Dies ist der Konkurrenz nicht immer gelungen und bei so manchem Angebot tauchte der Verdacht auf, dass hier normale Produkte unter dem Handgemacht-Label zu höheren Preisen verkauft werden sollen.
Die Produktseiten bei Amazon sind daher so gestaltet, dass nicht nur die jeweilige Ware im Mittelpunkt steht. Großen Raum nimmt auch der jeweilige Anbieter selbst ein. Potenzielle Kunden werden direkt darüber informiert, woher dieser kommt und wie man mit ihm in Kontakt treten kann. Davon ausgehend gelangt man auch schnell auf eine Profilseite, auf der der Produzent sowohl sich als auch seine Arbeit direkt vorstellt. In einem redaktionellen Teil werden verschiedene Produzenten auch genauer vorgestellt. Wer als Anbieter dabei sein will, muss gegenüber Amazon auch detaillierte Angaben darüber machen, wie und mit welchen Verfahren gearbeitet wird.
Marktführer Etsy verlangt in den USA für jedes eingestellte Produkt eine Gebühr von 20 Cent sowie einen Anteil von 3,5 Prozent am Kaufpreis. Amazon ermöglicht hingegen gebührenfreie Angebote, will aber 12 Prozent Provision. Das kann gerade bei teureren Handarbeits-Produkten schnell teurer werden. Im Gegenzug bietet der Handelskonzern aber auch eine sehr hohe Reichweite und auch die Abwicklung des gesamten Geschäfts an. So kann der Hersteller seine Produkte auch bei einem Amazon-Logistikzentrum abliefern. Das Unternehmen übernimmt dann den Versand (inklusive der Prime-Services), die Zahlungsabwicklung, ein gewisses Marketing und weitere Dienste.
Gerade die großen Plattformen bekommen mit Handmade at Amazon jetzt ordentlich Konkurrenz. In den letzten Monaten arbeitete Amazon bereits mit einer ganzen Reihe von Anbietern daran, die Plattform aufzubauen und zu testen. In den USA ist jetzt der Startschuss erfolgt. Zum Auftakt hat man immerhin schon rund 5.000 Handwerker und Kunstgewerbler aus 60 Ländern versammelt, die zusammen rund 80.000 Produkte anbieten.
Amazon will durch verschiedene Maßnahmen vor allem auch sicherstellen, dass die neue Plattform auch wirklich frei von industriell gefertigten Waren und Massenprodukten bleibt. Dies ist der Konkurrenz nicht immer gelungen und bei so manchem Angebot tauchte der Verdacht auf, dass hier normale Produkte unter dem Handgemacht-Label zu höheren Preisen verkauft werden sollen.
Die Produktseiten bei Amazon sind daher so gestaltet, dass nicht nur die jeweilige Ware im Mittelpunkt steht. Großen Raum nimmt auch der jeweilige Anbieter selbst ein. Potenzielle Kunden werden direkt darüber informiert, woher dieser kommt und wie man mit ihm in Kontakt treten kann. Davon ausgehend gelangt man auch schnell auf eine Profilseite, auf der der Produzent sowohl sich als auch seine Arbeit direkt vorstellt. In einem redaktionellen Teil werden verschiedene Produzenten auch genauer vorgestellt. Wer als Anbieter dabei sein will, muss gegenüber Amazon auch detaillierte Angaben darüber machen, wie und mit welchen Verfahren gearbeitet wird.
Marktführer Etsy verlangt in den USA für jedes eingestellte Produkt eine Gebühr von 20 Cent sowie einen Anteil von 3,5 Prozent am Kaufpreis. Amazon ermöglicht hingegen gebührenfreie Angebote, will aber 12 Prozent Provision. Das kann gerade bei teureren Handarbeits-Produkten schnell teurer werden. Im Gegenzug bietet der Handelskonzern aber auch eine sehr hohe Reichweite und auch die Abwicklung des gesamten Geschäfts an. So kann der Hersteller seine Produkte auch bei einem Amazon-Logistikzentrum abliefern. Das Unternehmen übernimmt dann den Versand (inklusive der Prime-Services), die Zahlungsabwicklung, ein gewisses Marketing und weitere Dienste.
Thema:
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