Pirate Bay: Warg in Dänemark entlassen, in Schweden wieder in Haft
Vor gut drei Jahren ist Gottfrid Svartholm Warg, einer der Mitbegründer der BitTorrent-Plattform "The Pirate Bay" in Kambodscha verhaftet worden. Seither befindet er sich in verschiedenen europäischen Gefängnissen, und diese Odyssee hat noch immer kein Ende. Nachdem er zunächst an Schweden ausgeliefert wurde, musste er eine Haftstrafe in Dänemark verbüßen. Nun wird er wieder an ein Gefängnis in Schweden überstellt.
Das berichteten dänische und schwedische Medien übereinstimmend am Freitag. Demnach wurde Gottfrid Svartholm Warg bereits am Donnerstag aus der Haft in Dänemark entlassen. Das war aber nur ein formaler Akt - denn im gleichen Atemzug wurde er an die schwedische Gerichtsbarkeit überstellt und wieder verhaftet. Aktuell heißt es, Warg müsse in Schweden jetzt noch eine Reststrafe von vier Wochen absitzen und wäre dann aller Voraussicht nach ein freier Mann. Eigentlich hätte Warg noch über ein Jahr in einem dänischen Gefängnis bleiben müssen. Ein Gericht in Kopenhagen hatte ihn im vergangenen Oktober zunächst zu dreieinhalb Jahren verurteilt. Ihm wird zu Last gelegt, dass er gemeinsam mit einem Komplizen auf das Schengen-Informationssystem zugegriffen haben soll. Auch ein Hack der Polizei in Dänemark gilt als erwiesen. Später war das Strafmaß gesenkt worden.
Nun geht es noch um den Angriff auf den schwedischen IT-Dienstleister Logica, der unter anderem das Finanzamt von Schweden als Dienstleister versorgt. 2013 wurde Warg bereits in diesem Zusammenhang verurteilt. Im Zuge der grenzüberschreitenden Kooperation der Strafbehörden von Schweden und Dänemark wurde Warg dann zunächst nach Dänemark überstellt. Eigentlich hätte er seine kombinierte Strafe bis 2016 in Dänemark absitzen müssen und wäre als freier Mann entlassen worden. Nun wurde er vorzeitig entlassen.
In Schweden soll nun die restliche Strafe verbüßt werden. Warg wird nun zudem noch durch die dänischen Behörden eine Ausweisung auf Lebenszeit ausgesprochen bekommen, dann ist dieses Kapitel Euro-Hackinggeschichte beendet.
Siehe auch: Pirate Bay-Gründer soll Finanzamt gehackt haben
Irreführende Berichterstattung
Medienberichte, Warg müsse nun eine Strafe in Zusammenhang mit der Musiktauschbörse Pirate Bay absitzen, können nicht bestätigt werden. Ganz im Gegenteil: die Haftstrafe, die durch die Urheberrechtsverletzung auf der Plattform zu Stande kam, ist längst abgebüßt.Nun geht es noch um den Angriff auf den schwedischen IT-Dienstleister Logica, der unter anderem das Finanzamt von Schweden als Dienstleister versorgt. 2013 wurde Warg bereits in diesem Zusammenhang verurteilt. Im Zuge der grenzüberschreitenden Kooperation der Strafbehörden von Schweden und Dänemark wurde Warg dann zunächst nach Dänemark überstellt. Eigentlich hätte er seine kombinierte Strafe bis 2016 in Dänemark absitzen müssen und wäre als freier Mann entlassen worden. Nun wurde er vorzeitig entlassen.
In Schweden soll nun die restliche Strafe verbüßt werden. Warg wird nun zudem noch durch die dänischen Behörden eine Ausweisung auf Lebenszeit ausgesprochen bekommen, dann ist dieses Kapitel Euro-Hackinggeschichte beendet.
Siehe auch: Pirate Bay-Gründer soll Finanzamt gehackt haben
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Nadine DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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