Pirate Bay-Gründer soll Finanzamt gehackt haben
Der kürzlich aufgrund eines internationalen Haftbefehls in Kambodscha verhaftete Mitbegründer des BitTorrent-Portals The Pirate Bay, Gottfrid Svartholm Warg, soll aus anderen Gründen von den schwedischen Behörden gesucht werden, als bisher angenommen.
Bislang wurde vermutet, mit dem Haftbefehl aus Schweden sollte sichergestellt werden, dass Warg seine einjährigen Gefängnisstrafe absitzt, zu der er im Rahmen des Pirate Bay-Prozesses verurteilt wurde. Laut einem Bericht der schwedischen Tageszeitung 'Dagens Nyheter' sollen inzwischen allerdings neue Vorwürfe gegen ihn vorliegen.
So soll Warg an Angriffen gegen den schwedischen IT-Dienstleister Logica beteiligt gewesen sein. Das Unternehmen betreut unter anderem auch die IT-Infrastruktur des schwedischen Finanzamtes. Dem Vernehmen nach hätten sich die Angreifer bei ihrem Hack Zugang zu einer Reihe von sensiblen persönlichen Daten und anderen Dokumenten verschafft, hieß es.
Seitens der schwedischen Behörden ging man bisher noch nicht näher auf die Anschuldigungen ein. Allerdings dementierte man einen Zusammenhang zwischen Wargs Verhaftung und der Zahlung von Entwicklungshilfe an Kambodscha. Keine Person, die zu einem Jahr Gefängnis verurteilt ist, sei es Wert, dass 47 Millionen Euro für sie gezahlt werden, erklärte Anders Jörle, ein Sprecher des Außenministeriums.
Der Termin für die Verhaftung durch die kambodschanischen Behörden war wohl auch nicht ganz zufällig: Sie erfolgte dem Bericht zufolge an jenem Tag, an dem sein Visum für den Aufenthalt in dem Land abgelaufen war. Bisher war seitens der kambodschanischen Behörden auch noch nicht von einer Auslieferung an Schweden die Rede, sondern lediglich von einer Abschiebung aus dem Land.
Warg soll sich derzeit unter strenger Bewachung im Innenministerium in Kambodscha aufhalten. Ein Besucher beschrieb seinen Zustand als schlecht. Er soll inzwischen weniger als 40 Kilogramm wiegen und mit ernsten Drogenproblemen zu kämpfen haben.
So soll Warg an Angriffen gegen den schwedischen IT-Dienstleister Logica beteiligt gewesen sein. Das Unternehmen betreut unter anderem auch die IT-Infrastruktur des schwedischen Finanzamtes. Dem Vernehmen nach hätten sich die Angreifer bei ihrem Hack Zugang zu einer Reihe von sensiblen persönlichen Daten und anderen Dokumenten verschafft, hieß es.
Seitens der schwedischen Behörden ging man bisher noch nicht näher auf die Anschuldigungen ein. Allerdings dementierte man einen Zusammenhang zwischen Wargs Verhaftung und der Zahlung von Entwicklungshilfe an Kambodscha. Keine Person, die zu einem Jahr Gefängnis verurteilt ist, sei es Wert, dass 47 Millionen Euro für sie gezahlt werden, erklärte Anders Jörle, ein Sprecher des Außenministeriums.
Der Termin für die Verhaftung durch die kambodschanischen Behörden war wohl auch nicht ganz zufällig: Sie erfolgte dem Bericht zufolge an jenem Tag, an dem sein Visum für den Aufenthalt in dem Land abgelaufen war. Bisher war seitens der kambodschanischen Behörden auch noch nicht von einer Auslieferung an Schweden die Rede, sondern lediglich von einer Abschiebung aus dem Land.
Warg soll sich derzeit unter strenger Bewachung im Innenministerium in Kambodscha aufhalten. Ein Besucher beschrieb seinen Zustand als schlecht. Er soll inzwischen weniger als 40 Kilogramm wiegen und mit ernsten Drogenproblemen zu kämpfen haben.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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