Facebook macht mit Angriff auf YouTube ernst und zahlt für Videos
Das Social Network Facebook macht jetzt ernst und führt seinen Angriff auf YouTube bald auf einer neuen Stufe und deutlich direkter. In Kürze sollen Nutzer, die Videos auf die Plattform hochladen, an den Werbeeinnahmen beteiligt werden - so wie es Googles Video-Plattform seit längerer Zeit schon tut.
Infografik: YouTube vs. Facebook
Anfangs wird dies noch nicht in solch umfassenden Umfang geschehen, wie bei dem Konkurrenten. Doch ab Herbst wird das entsprechende Programm bei Facebook mit ausgewählten Partnern starten, berichtete das US-Magazin Re/code und beruft sich dabei auf Dan Rose, der bei dem Social Network für Partnerschaften zuständig ist. In den USA sind das unter anderem NBA, Fox Sports und Funny or Die. Sollte alles funktionieren wie erhofft, kann davon ausgegangen werden, dass die Zahl jener, die ihre Produktionen auf Facebook veröffentlichen können und dafür Geld bekommen, schnell steigen wird.
"Viele unserer Partner haben gesagt, dass dies eine große Motivation wäre, viel mehr Video-Inhalte auf Facebook zu bringen", so Rose. "Und das ist exakt, was wir hoffen." Schon jetzt steigen die Video-Abrufe bei dem Social Network schnell an - oft handelt es sich allerdings um kleinere, meist lustige Clips, die von vielen Nutzern geteilt werden.
Durch das Bezahlmodell würde die ganze Sache auf eine gänzlich neue Stufe gestellt werden. Und der Anreiz für die Veröffentlichung wesentlich besser produzierter Inhalte wäre wesentlich größer. Unklar ist noch, mit welchen Einnahmen hier gerechnet werden kann. Bei YouTube bekommt der Nutzer 55 Prozent der Einnahmen, die mit der Werbung im Umfeld seines Beitrages gemacht werden.
Facebook wäre mit der Gewinnbeteiligung eine interessante Alternative zu YouTube. Denn die potenzielle Zielgruppe ist in vielen Fällen um einiges größer. Hinzu kommt, dass das von Facebook geplante Modell sogar dazu führen kann, dass die Inhalte besser an die Nutzer kommen - denn während man bei YouTube in vielen Fällen nach interessanten Videos suchen muss, will Facebook diese gezielt präsentieren.
Die Clips erscheinen dann nicht nur im Newsfeed der Abonnenten, sondern werden auch in einer eigenen Liste vorgeschlagener Videos aufgeführt. Hier will Facebook auf seine bereits vorhandenen Algorithmen für die Präsentation von möglichst interessanten Inhalten zurückgreifen und so verlockendere Vorschläge präsentieren, als es bei YouTube der Fall ist.
Geld verdienen sollen aber auch Publisher, deren Videos in den Timelines der Nutzer auftauchen und nur kurz angesehen werden. Hier kann es aber passieren, dass dem jeweiligen User nur eine Anzeige präsentiert werden kann, während er drei Videos angespielt hat. Facebook vergibt die Einnahmen dann an alle Video-Publisher - anteilig nach der Zeit, die ihr Clip laufen gelassen wurde.
Zum Thema: Videos im Netz: Kampf zwischen YouTube & Facebook spitzt sich zu
Infografik: YouTube vs. Facebook
Anfangs wird dies noch nicht in solch umfassenden Umfang geschehen, wie bei dem Konkurrenten. Doch ab Herbst wird das entsprechende Programm bei Facebook mit ausgewählten Partnern starten, berichtete das US-Magazin Re/code und beruft sich dabei auf Dan Rose, der bei dem Social Network für Partnerschaften zuständig ist. In den USA sind das unter anderem NBA, Fox Sports und Funny or Die. Sollte alles funktionieren wie erhofft, kann davon ausgegangen werden, dass die Zahl jener, die ihre Produktionen auf Facebook veröffentlichen können und dafür Geld bekommen, schnell steigen wird.
"Viele unserer Partner haben gesagt, dass dies eine große Motivation wäre, viel mehr Video-Inhalte auf Facebook zu bringen", so Rose. "Und das ist exakt, was wir hoffen." Schon jetzt steigen die Video-Abrufe bei dem Social Network schnell an - oft handelt es sich allerdings um kleinere, meist lustige Clips, die von vielen Nutzern geteilt werden.
Durch das Bezahlmodell würde die ganze Sache auf eine gänzlich neue Stufe gestellt werden. Und der Anreiz für die Veröffentlichung wesentlich besser produzierter Inhalte wäre wesentlich größer. Unklar ist noch, mit welchen Einnahmen hier gerechnet werden kann. Bei YouTube bekommt der Nutzer 55 Prozent der Einnahmen, die mit der Werbung im Umfeld seines Beitrages gemacht werden.
Facebook wäre mit der Gewinnbeteiligung eine interessante Alternative zu YouTube. Denn die potenzielle Zielgruppe ist in vielen Fällen um einiges größer. Hinzu kommt, dass das von Facebook geplante Modell sogar dazu führen kann, dass die Inhalte besser an die Nutzer kommen - denn während man bei YouTube in vielen Fällen nach interessanten Videos suchen muss, will Facebook diese gezielt präsentieren.
Die Clips erscheinen dann nicht nur im Newsfeed der Abonnenten, sondern werden auch in einer eigenen Liste vorgeschlagener Videos aufgeführt. Hier will Facebook auf seine bereits vorhandenen Algorithmen für die Präsentation von möglichst interessanten Inhalten zurückgreifen und so verlockendere Vorschläge präsentieren, als es bei YouTube der Fall ist.
Geld verdienen sollen aber auch Publisher, deren Videos in den Timelines der Nutzer auftauchen und nur kurz angesehen werden. Hier kann es aber passieren, dass dem jeweiligen User nur eine Anzeige präsentiert werden kann, während er drei Videos angespielt hat. Facebook vergibt die Einnahmen dann an alle Video-Publisher - anteilig nach der Zeit, die ihr Clip laufen gelassen wurde.
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Christian Kahle
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