Telekom: Weiterhin klare Absage an umfassenden Glasfaser-Ausbau
Die Deutsche Telekom sieht sich für den Konkurrenzkampf mit den Kabelnetzbetreibern, die in ihren Netzen höhere Bandbreiten als bei DSL erreichen, durchaus gut gerüstet. Man sei durchaus in der Lage, die eigenen Geschwindigkeiten noch weiter nach oben zu treiben.
Das erklärte Niek Jan van Damme, der für das Deutschland-Geschäft des Konzerns zuständig ist, gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom Dienstag. "Im Moment gehen wir mit dem Netzausbau in die Fläche, der nächste Schritt ist noch mehr Tempo für alle", erklärte dieser. Dabei hält das Unternehmen aber weiterhin daran fest, den wesentlichen Teil des Datenverkehrs der Nutzer mit DSL-Technologien durch die dünnen Kupferdrähte des alten Festnetzes zu pressen.
Aktuell könne man rund 40 Prozent der Haushalte mit Bandbreiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde versorgen, so der Telekom-Manager. Im Blick hat man aber auch schon die neue G.fast-Technologie, die noch deutlich höhere Geschwindigkeiten als das derzeit eingeführte Vectoring ermöglicht. Allerdings hat man hier keine große Eile. "In zwei bis drei Jahren werden wir mit dem Ausbau beginnen", so van Damme.
Einem zügigen Ausbau einer Glasfaser-Infrastruktur bis in die Haushalte, wie sie in anderen Ländern vorangetrieben wird, erteilte der Manager hingegen eine klare Absage - auch wenn er sie durchaus als Ideallösung sieht. Die Schuld für die Zurückhaltung schob er den Nutzern zu: Diese seien noch bereit, die Preise zu zahlen, die man hier berechnen müsste. Um welche Summen es genau geht, erklärte er allerdings nicht. Infografik: Top 10-Breitband-Länder weltweit
Deutschland dürfte damit in den kommenden Jahren im internationalen Vergleich weiter zurückfallen. Das liegt auch daran, dass in verschiedenen Ländern die Bedeutung der digitalen Infrastruktur auf politischer Ebene erkannt wurde und die Modernisierung der Netze von dieser Seite aus entsprechend vorangetrieben und unterstützt wird.
Aktuell könne man rund 40 Prozent der Haushalte mit Bandbreiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde versorgen, so der Telekom-Manager. Im Blick hat man aber auch schon die neue G.fast-Technologie, die noch deutlich höhere Geschwindigkeiten als das derzeit eingeführte Vectoring ermöglicht. Allerdings hat man hier keine große Eile. "In zwei bis drei Jahren werden wir mit dem Ausbau beginnen", so van Damme.
Einem zügigen Ausbau einer Glasfaser-Infrastruktur bis in die Haushalte, wie sie in anderen Ländern vorangetrieben wird, erteilte der Manager hingegen eine klare Absage - auch wenn er sie durchaus als Ideallösung sieht. Die Schuld für die Zurückhaltung schob er den Nutzern zu: Diese seien noch bereit, die Preise zu zahlen, die man hier berechnen müsste. Um welche Summen es genau geht, erklärte er allerdings nicht. Infografik: Top 10-Breitband-Länder weltweit
Deutschland dürfte damit in den kommenden Jahren im internationalen Vergleich weiter zurückfallen. Das liegt auch daran, dass in verschiedenen Ländern die Bedeutung der digitalen Infrastruktur auf politischer Ebene erkannt wurde und die Modernisierung der Netze von dieser Seite aus entsprechend vorangetrieben und unterstützt wird.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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