Immer noch aktuell: Professionelle DVD-Fälscherwerkstatt ausgehoben
Obwohl vor allem im illegalen Bereich die Verbreitung von Inhalten per Download oder Stream inzwischen am stärksten verbreitet ist, gibt es doch immer noch ein großes Potenzial für klassische Datenträger. Das mussten Ermittler unter Leitung der Staatsanwaltschaft Bonn feststellen.
Bereits in der vergangenen Woche, am 5. November, durchsuchten Beamte in den frühen Morgenstunden das Anwesen eines Online-Händlers für Film-DVDs, teilten die Behörden nun mit. Bis zum Abend wurden die Privaträume, Geschäftsräume sowie das Lager auf den Kopf gestellt. Im Zuge dessen stellten die beteiligten Polizisten rund 40.000 gefälschte Film-DVDs sowie weitere Beweismittel wie Computer, Laptops und Dokumente sicher.
Unter den Trägermedien waren sowohl Einzeltitel als auch Sammlungen von Reihen wie "Herr der Ringe", "Star Wars" und "Arielle" zu finden. Hinzu kamen auch Fälschungen von DVDs, die bei Sammlern sehr begehrt sind und zu Preisen von bis zu 50 Euro gehandelt werden. Infografik: Film-Verkäufe nach Verbreitungsarten
Ein guter Teil der Kopien, die von den Ermittlern sichergestellt wurden, befand sich noch auf den Spindeln. Diese waren dazu bestimmt, in einem weiteren Arbeitsgang professionell und vom Original nur sehr schwer unterscheidbar konfektioniert sowie anschließend eingeschweißt und verpackt zu werden. In der Fälscherwerkstatt standen hierfür immerhin vier professionelle Verpackungsmaschinen bereit. Weiterhin wurde auch fertig verpackte Ware in größerem Umfang entdeckt. Die Größe des Fundes lässt erahnen, dass der Markt für Fälschungen immer noch von einiger Bedeutung für kriminelle Geschäftemacher ist.
Anonyme Anzeige
Ausgangspunkt für die Durchsuchung war eine anonyme Anzeige, die einen Strafantrag durch die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) nach sich zog. Der Organisation der Medienindustrie war zuvor nach eigenen Angaben bereits eine Reihe von DVD-Shops bei Amazon und anderen Online-Handelsplattformen mit zweifelhaften Angeboten aufgefallen. Die weitergehenden Ermittlungen erhärteten den Verdacht, dass es sich bei einem Großteil dieser gehandelten DVDs tatsächlich um Fälschungen urheberrechtlich geschützter Werke handelte.Unter den Trägermedien waren sowohl Einzeltitel als auch Sammlungen von Reihen wie "Herr der Ringe", "Star Wars" und "Arielle" zu finden. Hinzu kamen auch Fälschungen von DVDs, die bei Sammlern sehr begehrt sind und zu Preisen von bis zu 50 Euro gehandelt werden. Infografik: Film-Verkäufe nach Verbreitungsarten
Ein guter Teil der Kopien, die von den Ermittlern sichergestellt wurden, befand sich noch auf den Spindeln. Diese waren dazu bestimmt, in einem weiteren Arbeitsgang professionell und vom Original nur sehr schwer unterscheidbar konfektioniert sowie anschließend eingeschweißt und verpackt zu werden. In der Fälscherwerkstatt standen hierfür immerhin vier professionelle Verpackungsmaschinen bereit. Weiterhin wurde auch fertig verpackte Ware in größerem Umfang entdeckt. Die Größe des Fundes lässt erahnen, dass der Markt für Fälschungen immer noch von einiger Bedeutung für kriminelle Geschäftemacher ist.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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