Falsche Paare: Auch Dating-Seite OkCupid macht Nutzer-Experimente
Vor Kurzem hatten Berichte für Aufregung gesorgt, Facebook experimentiere mit Nutzern, ohne diese zu informieren. Jetzt gibt auch die Online-Dating-Plattform OKCupid zu, für Testzwecke Daten manipuliert zu haben. Dies sei nötig, um den Dienst zu verbessern.
Nutzermanipulation: Für OkCupid wie jedes andere Experiment
Unter der Überschrift "Wir experimentieren mit Menschen" findet Rudder viele scheinbar gute Gründe, warum es nach seiner Meinung legitim sein soll, Nutzer der Dating-Plattform ohne ihr Wissen beispielsweise mit falschen Profilinformationen zu versorgen. Rudder geht sogar noch weiter und schwärzt im Prinzip das gesamte Netz an: "Wenn du das Internet nutzt, bist du jederzeit, auf jeder Seite Teil von Hunderten von Experimenten". Solche Psychospielchen mit den Nutzern zu spielen sei demnach der einzige Weg, um neue Funktionen und Ideen auf ihre Tauglichkeit zu testen.
So wurden Mitgliedern, die eigentlich über wenig Gemeinsamkeiten verfügen, ein Übereinstimmungswert von 90 Prozent vorgegaukelt. Daraufhin untersuchten die OkCupid-Entwickler, ob diese "künstlich" zusammengeführten Paarungen "einander mögen, nur weil sie glauben, dass dies so sein müsse", schreibt Rudder. Das erwartbare Ergebnis: Menschen lassen sich tatsächlich von diesem Wert an der Nase herumführen. Im Gegensatz zu den Facebook-Experimenten seien bei OkCupid alle unfreiwilligen Test-Teilnehmer im Nachhinein informiert worden.
Die Flucht nach vorn
Der Blogbeitrag, in dem Christian Rudder, einer der Gründer des Unternehmens, am Montag mitteilt, dass OkCupid ganz nach dem Vorbild von Facebook Daten der Nutzer manipuliert, wirkt dabei erstaunlich offenherzig. Dass die Betreiber mit dieser Taktik einer ungewollten Enthüllung ihrer bisher geheimen Praktiken sozusagen im Schatten der Facebook-Experimente zuvorkommen wollen, kann hier nur vermutet werden.
Nutzermanipulation: Für OkCupid wie jedes andere Experiment
Unter der Überschrift "Wir experimentieren mit Menschen" findet Rudder viele scheinbar gute Gründe, warum es nach seiner Meinung legitim sein soll, Nutzer der Dating-Plattform ohne ihr Wissen beispielsweise mit falschen Profilinformationen zu versorgen. Rudder geht sogar noch weiter und schwärzt im Prinzip das gesamte Netz an: "Wenn du das Internet nutzt, bist du jederzeit, auf jeder Seite Teil von Hunderten von Experimenten". Solche Psychospielchen mit den Nutzern zu spielen sei demnach der einzige Weg, um neue Funktionen und Ideen auf ihre Tauglichkeit zu testen.
Von wegen absolutes Traumpaar
Im Falle OkCupid nehmen diese Nutzer-Experimente dabei teilweise kuriose Züge an. Auf der Datingplattform berechnet ein Algorithmus aus den Angaben der Nutzer einen Wert, der anzeigen soll, wie gut potenzielle Partner zueinanderpassen. Doch was passiert, wenn dieser Wert einfach völlig willkürlich verändert wird? Genau auf diese Frage wurde in einem der geheimen Experimente eine Antwort gesucht.So wurden Mitgliedern, die eigentlich über wenig Gemeinsamkeiten verfügen, ein Übereinstimmungswert von 90 Prozent vorgegaukelt. Daraufhin untersuchten die OkCupid-Entwickler, ob diese "künstlich" zusammengeführten Paarungen "einander mögen, nur weil sie glauben, dass dies so sein müsse", schreibt Rudder. Das erwartbare Ergebnis: Menschen lassen sich tatsächlich von diesem Wert an der Nase herumführen. Im Gegensatz zu den Facebook-Experimenten seien bei OkCupid alle unfreiwilligen Test-Teilnehmer im Nachhinein informiert worden.
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