Japan: Elektronikriesen bauen statt Chips & Co jetzt Gemüse an
Weil die Produktion von Elektronikprodukten und Halbleitererzeugnissen in Ländern wie China, Vietnam und Südkorea inzwischen oft günstiger ist, müssen japanische Hersteller wie Fujitsu, Toshiba Panasosonic und Sharp nach neuen Einnahmequellen und Nutzungsmöglichkeiten für ungenutzte Fertigungsstätten suchen. Statt Chips und PCs zu bauen, züchten die Unternehmen in den Reinräumen nun Gemüse.
Wie das Wall Street Journal berichtet, hat Fujitsu eine seiner Fertigungsstraßen, die bis 2009 für die Produktion von Chips genutzt wurde, inzwischen stillgelegt und die als Reinraum konzipierte Anlage so umgebaut, dass dort nun Gemüse angebaut wird. Genauer gesagt Salat. Das High-Tech-Werk produziert nun also nicht mehr Platinen und Chips, sondern Lebensmittel und dies sogar unter ähnlichen Umständen.
Ursprünglich rechneten die dortigen Mitarbeiter mit der Einrichtung eines Rechenzentrums oder eines Call-Centers in der riesigen Halle, doch dafür gab es keine Freigaben von den zuständigen Stellen. Der Salat von Fujitsu landet sogar mit dem Firmenlogo des Elektronikunternehmens im Handel und wird seit Mai vertrieben.
Die Gemüsezucht im Reinraum hat nach Angaben von Fujitsu eine Reihe von Vorteilen. So kann man den Anteil bestimmter Inhaltsstoffe des Salats zum Beispiel reduzieren, so dass er von älteren Kunden mit Leberproblemen besser verdaut werden kann. Außerdem bleibt der Salat im Kühlschrank wegen der Aufzucht in einer bakterienfreien Umgebung bis zu zwei Monate frisch. Fujitsu sieht darin unter anderem auch Vorteile für den Export.
Die Firmen bekommen bei ihrem Einstieg in die Landwirtschaft im Reinraum teilweise Unterstützung von der japanischen Regierung. Weil die traditionelle Landwirtschaft in Japan extrem teuer ist, hoffen die Behörden auf günstigere Preise. Hintergrund ist, dass die meisten landwirtschaftlichen Flächen in Japan in der Hand von Familien sind, die jeweils nur sehr kleine Ländereien bewirtschaften und das Durchschnittsalter immer weiter steigt.
Hinzu kommt, dass man aufgrund der Nuklearkatastrophe in Fukushima auf neue Produktionsmethoden setzt, weil in der Region, die eigentlich zu den wichtigsten Gegenden für Landwirtschaft gehört, nun deutlich weniger Anbauflächen genutzt werden können.
Ursprünglich rechneten die dortigen Mitarbeiter mit der Einrichtung eines Rechenzentrums oder eines Call-Centers in der riesigen Halle, doch dafür gab es keine Freigaben von den zuständigen Stellen. Der Salat von Fujitsu landet sogar mit dem Firmenlogo des Elektronikunternehmens im Handel und wird seit Mai vertrieben.
Gemüse statt Floppy-Disks
Fujitsu ist bei der Umstellung auf eine landwirtschaftliche Nutzung nicht allein. Toshiba hat ein altes Werk für Floppy-Disks, das seit 20 jahren nicht mehr genutzt wurde, inzwischen so umgebaut, dass dort unter Laborbedingungen Gemüse angebaut wird, während der Konkurrent Panasonic in den kommenden Monaten mit dem Vertrieb von computergesteuerten Gewächshäusern beginnen will, in denen Spinat und anderes Gemüse angebaut werden soll. Sharp hat unterdessen Tests durchgeführt, um in Dubai Erdbeeren anzubauen und dabei seine Beleuchtungs- und Luftfiltertechnologien einzusetzen - Indoor wohlgemerkt.Die Gemüsezucht im Reinraum hat nach Angaben von Fujitsu eine Reihe von Vorteilen. So kann man den Anteil bestimmter Inhaltsstoffe des Salats zum Beispiel reduzieren, so dass er von älteren Kunden mit Leberproblemen besser verdaut werden kann. Außerdem bleibt der Salat im Kühlschrank wegen der Aufzucht in einer bakterienfreien Umgebung bis zu zwei Monate frisch. Fujitsu sieht darin unter anderem auch Vorteile für den Export.
Die Firmen bekommen bei ihrem Einstieg in die Landwirtschaft im Reinraum teilweise Unterstützung von der japanischen Regierung. Weil die traditionelle Landwirtschaft in Japan extrem teuer ist, hoffen die Behörden auf günstigere Preise. Hintergrund ist, dass die meisten landwirtschaftlichen Flächen in Japan in der Hand von Familien sind, die jeweils nur sehr kleine Ländereien bewirtschaften und das Durchschnittsalter immer weiter steigt.
Hinzu kommt, dass man aufgrund der Nuklearkatastrophe in Fukushima auf neue Produktionsmethoden setzt, weil in der Region, die eigentlich zu den wichtigsten Gegenden für Landwirtschaft gehört, nun deutlich weniger Anbauflächen genutzt werden können.
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