Free-to-Play: Spielebranche will schwarze Schafe in Schranken weisen
Die Spielebranche hat beteuert, Free-to-Play-Produkte in Eigeninitiative zukünftig fairer gestalten wollen. Man befürchtet ein zunehmendes Image-Problem für das lukrative Geschäftsmodell, wenn es einige Anbieter zunehmend auf die Spitze treiben.
"In der Vergangenheit sind diese Modelle zunehmend in das Visier von Verbraucherschützern geraten. Die zum Teil berechtigte Kritik trifft aber nur eine Minderheit der Anbieter", erklärte der Branchenverband der deutschen Spielehersteller GAME heute in einer Stellungnahme. Hier will man zukünftig ähnlich auf eine Selbstkontrolle setzen, wie es bereits beim Jugendmedienschutz der Fall ist.
Mit der Initiative reagiert der Verband auf die Bestrebungen von Verbraucherschützern, Auswüchse in dem Bereich einzudämmen. Laut GAME dürfe dies "jedoch nicht zu einem innovationsfeindlichen und anbieterunfreundlichen Marktumfeld führen". Die Firmen befürchten hier also, dass sie durch äußere Regulierung in enge Grenzen verbannt werden, wenn sie ihre eigenen schwarzen Schafe nicht unter Kontrolle bekommen.
"Nachhaltigkeit und Fairness bei Geschäftsmodellen für Onlinespiel-Angebote bilden eine Einheit. Eine angemessene Ausgestaltung des Spielerlebnisses und der Bepreisung der darin enthaltenen Leistungen stellt eine notwendige Grundvoraussetzung dar, das Modell für die Zukunft zu entwickeln", sagte Thorsten Unger, Geschäftsführer des Verbandes. Gespräche mit Politik, Gesellschaft und wichtigen Institutionen hätten gezeigt, dass hier unbedingt Handlungsbedarf besteht.
Interessen aller berücksichtigen
Mit der neuen "Initiative faires Onlinespiel" will der Verband für einen "angemessenen und nachhaltigen Einsatz" des Free-to-Play-Modells eintreten, bei dem Nutzer das Spiel kostenlos verwenden können und die Anbieter mit In-Game-Verkäufen letztlich Geld verdienen. Dazu sollen gemeinsam mit der Branche, der Politik und der Gesellschaft Leitlinien erarbeitet werden, die die Interessen aller Beteiligten unter einen Hut bringen.Mit der Initiative reagiert der Verband auf die Bestrebungen von Verbraucherschützern, Auswüchse in dem Bereich einzudämmen. Laut GAME dürfe dies "jedoch nicht zu einem innovationsfeindlichen und anbieterunfreundlichen Marktumfeld führen". Die Firmen befürchten hier also, dass sie durch äußere Regulierung in enge Grenzen verbannt werden, wenn sie ihre eigenen schwarzen Schafe nicht unter Kontrolle bekommen.
"Nachhaltigkeit und Fairness bei Geschäftsmodellen für Onlinespiel-Angebote bilden eine Einheit. Eine angemessene Ausgestaltung des Spielerlebnisses und der Bepreisung der darin enthaltenen Leistungen stellt eine notwendige Grundvoraussetzung dar, das Modell für die Zukunft zu entwickeln", sagte Thorsten Unger, Geschäftsführer des Verbandes. Gespräche mit Politik, Gesellschaft und wichtigen Institutionen hätten gezeigt, dass hier unbedingt Handlungsbedarf besteht.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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