PC Fritz: Krebserkrankung des Firmengründers war wohl PR-Masche
Der Software-Konzern Microsoft kämpft seit einiger Zeit gegen den deutschen Online-Händler PC Fritz, dieser soll für die massenhafte Verbreitung von Windows-7-Raubkopien verantwortlich sein. Maik Mahlow, Gründer des Unternehmens, soll nun über die mutmaßlichen Hintermänner ausgepackt haben.
Seit Mai 2013 ermittelt die Staatsanwaltschaft Halle gegen den dort ansässigen Online-Händler PC Fritz, im vergangenen September kam es dann zu einer groß angelegten Razzia: Dabei wurden mehr als 100.000 Datenträger mit Verdacht auf raubkopierte Windows-Versionen beschlagnahmt.
Im April dieses Jahres kam es dann zu weiteren Aktionen der Zollfahndung, es wurden Wohn- und Geschäftsräume durchsucht sowie mehrere Personen festgenommen, Anfang Mai ging den Behörden dann auch Mahlow ins Netz. Wie das Fernsehmagazin Spiegel TV gestern Abend berichtete, soll Mahlow nach dessen Festnahme umfangreich über Hintermänner und "Geschäftsmodell" von PC Fritz ausgepackt haben.
Und die "Krebs-Masche" hat anfangs auch bestens funktioniert, da zahlreiche Medien die Geschichte aufgegriffen und Mahlow sowie der Marke PC Fritz schnell zu größerer Bekanntheit verholfen haben.
Mahlow, der derzeit untergetaucht ist, fürchtet eigenen Aussagen nach um sein Leben, da er bereits vor Monaten aussteigen wollte. Allerdings sollen ihm die Drahtzieher damals gedroht haben, ihm einen Finger abzuschneiden, den Arm zu brechen und schließlich zu erschießen.
Siehe auch: Nun auch PC Fritz-Gründer Maik Mahlow verhaftet
Im April dieses Jahres kam es dann zu weiteren Aktionen der Zollfahndung, es wurden Wohn- und Geschäftsräume durchsucht sowie mehrere Personen festgenommen, Anfang Mai ging den Behörden dann auch Mahlow ins Netz. Wie das Fernsehmagazin Spiegel TV gestern Abend berichtete, soll Mahlow nach dessen Festnahme umfangreich über Hintermänner und "Geschäftsmodell" von PC Fritz ausgepackt haben.
Nur als "Strohmann" an der Spitze?
Mahlow behauptet, dass er selbst nur ein "Strohmann" für die Hintermänner von PC Fritz gewesen sei, genannt werden vor allem der 30-jährige Firat C. sowie der Berliner Anwalt Yves W. Vor allem ersterer soll keinerlei Skrupel gehabt haben, laut Mahlow habe C. die Krebserkrankung des PC-Fritz-"Gründers" nur für Marketing-Zwecke "erfunden" - die Bekanntheit der Marke sollte skrupellos und so schnell wie möglich gesteigert werden.Und die "Krebs-Masche" hat anfangs auch bestens funktioniert, da zahlreiche Medien die Geschichte aufgegriffen und Mahlow sowie der Marke PC Fritz schnell zu größerer Bekanntheit verholfen haben.
Mahlow, der derzeit untergetaucht ist, fürchtet eigenen Aussagen nach um sein Leben, da er bereits vor Monaten aussteigen wollte. Allerdings sollen ihm die Drahtzieher damals gedroht haben, ihm einen Finger abzuschneiden, den Arm zu brechen und schließlich zu erschießen.
Siehe auch: Nun auch PC Fritz-Gründer Maik Mahlow verhaftet
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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