Straßenlaternen werden viele kleine Mobilfunksender

Ein neuer Ansatz von Ericsson und Philips soll die Mobilfunk-Abdeckung von Städten deutlich verbessern. Straßenlaternen sollen dabei mit eigenen kleinen Basisstationen ausgestattet werden.
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Das Prinzip ähnelt den schon länger im Einsatz befindlichen Femtozellen. Diese sind eigentlich dafür gedacht, die Mobilfunk-Abdeckung innerhalb von Gebäuden zu verbessern. Doch nicht nur dort gibt es Probleme. Auch in normalen städtischen Umgebungen ist insbesondere der Datenverkehr oftmals gestört - sei es, weil die Signale nicht besonders gut durch die Straßenzüge gelangen oder weil die verfügbaren Basisstationen auf den Dächern zu stark ausgelastet sind. Infografik: Mobilfunk-Zellen in StraßenlaternenMobilfunk-Zellen in Straßenlaternen Bisher versuchten die Mobilfunkbetreiber die Qualität ihrer Netze zu verbessern, indem diese engmaschiger gestaltet wurden. Doch es wird schwerer, ausreichend geeignete Standplätze für die Sendeanlagen auf den Dächern zu finden. Lokale Ableger der Infrastruktur im direkten Umfeld der Nutzer sollen hier für Abhilfe sorgen.

Das System nennt sich "Zero Site" und soll Bestandteil einer generellen Modernisierung von Straßenbeleuchtungen werden. Dafür kombinierten die Partner ihre jeweiligen Spezialisierungen: Ericsson steuert die Technologie für die Mobilfunk-Sender bei und Philips baute diese in LED-Lampen ein, die Straßen mit deutlich geringerem Energiebedarf als herkömmliche Laternen - es sollen Einsparungen zwischen 50 und 70 Prozent möglich sein - beleuchten sollen.

Insbesondere am Grund der Häuserschluchten von Großstädten, in denen der Mobilfunk-Empfang häufig eingeschränkt ist und sich dies vor allem negativ auf die Datenverbindungen auswirkt, will man so eine deutlich bessere Qualität erreichen. Denn jeder kleine Sender im Lichtmast müsste nur sehr wenige Nutzer parallel bedienen und stünde häufig sogar in direktem Sichtkontakt zu diesen, so dass relativ geringe Sendeleistungen ausreichen sollten, um einen guten Empfang zu sichern.
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