"Quantum": NSA hat Zugang zu 100.000 Offline-PCs
Ende Dezember kam ein weiteres brisantes Detail aus der NSA-Schnüffelaffäre ans Tageslicht. Demnach habe der Nachrichtendienst zahlreiche online bestellte Laptops abgefangen und darauf Quasi-Malware installiert. Und das Programm ist verbreiteter als gedacht.
Vor mehr als einem halben Jahr hat der Whistleblower Edward Snowden die Machenschaften der US-Geheim- und Nachrichtendienste aufgedeckt bzw. erste Informationen dazu veröffentlicht. Bis heute reißt der Strom an Enthüllungen nicht ab. Und nun gibt es wieder Details zu den Überwachungspraktiken, die man noch vor einem Jahr nie und nimmer geglaubt hätte.
Laut einem Bericht der renommierten US-Tageszeitung New York Times (NYT) habe die National Security Agency "Wanzen" auf zahlreichen Computern installiert. Die Rechner hat die NSA zuvor nach Online-Bestellungen abgefangen und sie heimlich mit einer Spionage-Software versehen. Das Ausmaß dieses "Quantum" genannten Spionage-Programms ist gewaltig: Nach Angaben der New York Times habe die NSA nahezu 100.000 Rechner weltweit auf diese Weise infiziert.
Siehe auch: NSA fängt Laptop-Lieferungen ab, installiert Malware
Die NSA nennt diese Maßnahmen "aktive Verteidigung" gegen Cyberattacken aus dem Ausland. Die Regierungsquellen der NYT beteuern dabei, dass derartige Rechner nicht innerhalb der USA zum Einsatz kommen, sondern sich vor allem gegen chinesische und russische (militärische) Spionageaktivitäten richten. Außerdem sollen mexikanische Drogenkartelle, mutmaßliche Terroristen und europäische "Handelsinstitutionen" im Visier der NSA stehen.
Eine aktive Internet-Verbindung muss bei solchen "Quantum"-Rechnern übrigens nicht bestehen, da die NSA den Remote-Zugriff über Radiowellen herstellen kann. Man beteuert allerdings, dass man das Ganze nur gegen "berechtigte geheimdienstliche Ziele" einsetze.
Wie erwähnt behauptet die NSA, die Technologie für die eigene Verteidigung zu nutzen. Getestet wurde sie aber als Teil eines Angriffs, nämlich bei Stuxnet. Der mittlerweile berühmt-berüchtigte Wurm wurde 2008 mit Hilfe von "Quantum"-Rechnern in das iranische Atomprogramm eingeschleust. Dort gelang es dem Sabotage-Programm rund 1000 zur Urananreicherung eingesetzte Zentrifugen zu zerstören.
Laut einem Bericht der renommierten US-Tageszeitung New York Times (NYT) habe die National Security Agency "Wanzen" auf zahlreichen Computern installiert. Die Rechner hat die NSA zuvor nach Online-Bestellungen abgefangen und sie heimlich mit einer Spionage-Software versehen. Das Ausmaß dieses "Quantum" genannten Spionage-Programms ist gewaltig: Nach Angaben der New York Times habe die NSA nahezu 100.000 Rechner weltweit auf diese Weise infiziert.
Siehe auch: NSA fängt Laptop-Lieferungen ab, installiert Malware
Die NSA nennt diese Maßnahmen "aktive Verteidigung" gegen Cyberattacken aus dem Ausland. Die Regierungsquellen der NYT beteuern dabei, dass derartige Rechner nicht innerhalb der USA zum Einsatz kommen, sondern sich vor allem gegen chinesische und russische (militärische) Spionageaktivitäten richten. Außerdem sollen mexikanische Drogenkartelle, mutmaßliche Terroristen und europäische "Handelsinstitutionen" im Visier der NSA stehen.
Eine aktive Internet-Verbindung muss bei solchen "Quantum"-Rechnern übrigens nicht bestehen, da die NSA den Remote-Zugriff über Radiowellen herstellen kann. Man beteuert allerdings, dass man das Ganze nur gegen "berechtigte geheimdienstliche Ziele" einsetze.
Wie erwähnt behauptet die NSA, die Technologie für die eigene Verteidigung zu nutzen. Getestet wurde sie aber als Teil eines Angriffs, nämlich bei Stuxnet. Der mittlerweile berühmt-berüchtigte Wurm wurde 2008 mit Hilfe von "Quantum"-Rechnern in das iranische Atomprogramm eingeschleust. Dort gelang es dem Sabotage-Programm rund 1000 zur Urananreicherung eingesetzte Zentrifugen zu zerstören.
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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