Berlin: Mit Google Maps zum Adolf-Hitler-Platz
Eine peinliche Panne beim Kartendienst Google Maps hat in der Bundeshauptstadt Berlin für etwas Aufregung gesorgt. Aufmerksame Nutzer hatten hier einen Adolf-Hitler-Platz entdeckt.
Der fragliche Ort wurde natürlich direkt nach dem Ende der Nazizeit umbenannt. Heute trägt er den Namen von Theodor Heuss, der in den Jahren 1949 bis 1959 als erster Bundespräsident der BRD amtierte. Suchte man nach diesem, kam man durchaus an der richtigen Stelle heraus und die Freifläche war auch entsprechend ausgewiesen.
Parallel war auf den Karten aber auch der Name des Platzes aus dem Dritten Reich zu finden, wenn man ausreichend tief hinein gezoomt hatte. Auch wer in der Suchfunktion "Adolf-Hitler-Platz" eingab, landete an der richtigen Stelle, berichtete die Berliner Boulevardzeitung B.Z.. Diese fragte auch bei dem Suchmaschinenkonzern nach, wo man erst einmal keine Erklärung dafür hatte, wie der alte Name sowohl in den Index als auch in das Kartenmaterial geriet.
Eine denkbare Variante wäre, dass sich hier ein Mitarbeiter des Unternehmens oder eines Partners, der über ausreichend Detailwissen über die Geschichte des fraglichen Ortes verfügt, einen schlechten Scherz erlaubte. Möglich wäre aber auch, dass Google auf einem kaum nachvollziehbaren Weg Informationen aus einer Datenbank einspielte, in der die veralteten Angaben noch in irgendeiner Form enthalten waren. Das Unternehmen sorgte binnen sehr kurzer Zeit dafür, dass die Karten korrigiert wurden und will die Ursache des peinlichen Fehlers genauer überprüfen.
Seinen jetzigen Namen erhielt der Platz im Berliner Stadtteil Charlottenburg Ende des Jahres 1963 - nur sechs Tage nach dem Tod von Theodor Heuss am 12. Dezember. Zuvor trug der Ort seit 1947 die Bezeichnung Reichskanzlerplatz, die auch schon vor der Umbenennung im Jahr 1933 an dieser Stelle zu finden war.
Parallel war auf den Karten aber auch der Name des Platzes aus dem Dritten Reich zu finden, wenn man ausreichend tief hinein gezoomt hatte. Auch wer in der Suchfunktion "Adolf-Hitler-Platz" eingab, landete an der richtigen Stelle, berichtete die Berliner Boulevardzeitung B.Z.. Diese fragte auch bei dem Suchmaschinenkonzern nach, wo man erst einmal keine Erklärung dafür hatte, wie der alte Name sowohl in den Index als auch in das Kartenmaterial geriet.
Eine denkbare Variante wäre, dass sich hier ein Mitarbeiter des Unternehmens oder eines Partners, der über ausreichend Detailwissen über die Geschichte des fraglichen Ortes verfügt, einen schlechten Scherz erlaubte. Möglich wäre aber auch, dass Google auf einem kaum nachvollziehbaren Weg Informationen aus einer Datenbank einspielte, in der die veralteten Angaben noch in irgendeiner Form enthalten waren. Das Unternehmen sorgte binnen sehr kurzer Zeit dafür, dass die Karten korrigiert wurden und will die Ursache des peinlichen Fehlers genauer überprüfen.
Seinen jetzigen Namen erhielt der Platz im Berliner Stadtteil Charlottenburg Ende des Jahres 1963 - nur sechs Tage nach dem Tod von Theodor Heuss am 12. Dezember. Zuvor trug der Ort seit 1947 die Bezeichnung Reichskanzlerplatz, die auch schon vor der Umbenennung im Jahr 1933 an dieser Stelle zu finden war.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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