Startup beendet Roaming-Probleme mit Spezial-SIM

Ein israelisches Startup will dafür sorgen, dass unerwartet hohe Roaming-Gebühren für Mobilfunknutzer endgültig der Vergangenheit angehören. Was politisch bisher nicht durchsetzbar war, soll nun technisch gelingen. Die Firma Cell Buddy arbeitet dafür an einem System, das Smartphones in beliebigen Ländern so in die Mobilfunknetze einbucht, wie es auch bei heimischen Kunden der Betreiber der Fall ist. Dadurch sollen nur noch die lokalen Nutzungsgebühren anfallen, was deutlich billiger ist, als das Roaming über den eigenen Anbieter.

Möglich werden soll dies über eine spezielle universelle SIM-Karte, die von Cell Buddy angeboten wird. Steigt ein Nutzer beispielsweise in einem anderen Land aus dem Flugzeug, soll er über eine App verschiedene Tarife lokaler Netzbetreiber angeboten bekommen, aus denen er sich das passende Angebot heraussuchen kann. Die Anwendung soll dabei möglichst detailliert über Preise, Datenpakete, Bandbreiten und andere Dinge informieren.

Auf Knopfdruck soll dann der Vertragsabschluss zustande kommen. Der Anwender ist dann Kunde des jeweiligen lokalen Netzbetreibers und dessen Spezifikationen inklusive einer örtlichen Telefonnummer werden auf der SIM-Karte gespeichert. Diese soll aber weiterhin auch die Daten des heimischen Providers enthalten, so dass man wie gewohnt über die eigene Nummer erreichbar ist.

Um den Dienst, der im kommenden Jahr starten soll, nutzen zu können, benötigt man allerdings ein Smartphone, das nicht mit einem SIM-Lock versehen ist. Solche werden immer wieder in Verbindung mit festen Verträgen vertrieben. Wer im Ausland bisher aber ohnehin schon Prepaid-Karten lokaler Netzbetreiber kaufte und in sein Telefon steckte, bekommt hier einen deutlich bequemeren Service geboten und muss dabei nicht einmal auf seine gewohnte Nummer verzichten.

Allerdings wird sich der Dienst von Cell Buddy auch nur für Nutzer lohnen, die viel in anderen Ländern unterwegs sind. Denn das Unternehmen wird voraussichtlich 60 Dollar pro Jahr für seine Dienste verlangen - für einen einmaligen Urlaub im Ausland lohnt sich dies also kaum.
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