Petaflops-Supercomputer in Amazon-Cloud geklickt
Wissenschaftler müssen inzwischen nicht mehr unbedingt auf Rechenzeit bei einem der vergleichsweise wenigen Supercomputer warten, wenn sie für ihre Arbeit kurzfristig viel Rechenkraft benötigen - sie können auch Amazon nutzen.
Das zeigte jetzt ein Fall, bei dem Chemiker in Kooperation mit der Firma Cycle Computing einen Cluster aus zahlreichen Instanzen der Cloud-Services des weltweit größten Internet-Händlers zusammenschalteten. Das virtuelle System erreichte dabei eine theoretische Spitzenleistung, die ihm im Grunde einen Platz im oberen Drittel der Liste aller weltweit schnellsten Supercomputer sichern würde.
1,21 Petaflops Rechenkraft konnte der Cluster erreichen. Dafür wurden insgesamt 156.314 Prozessorkerne aus allen Amazon-Datenzentren weltweit für einen Zeitraum von 18 Stunden zusammengeschaltet. Die Rechnung, die Amazon dafür ausstellte, schlug im Budget der Forscher letztlich nur mit 33.000 Dollar zu Buche - sehr wenig im Vergleich zu dem, was der Bau und der Betrieb eines Supercomputers dieser Größenklasse kostet.
Eingesetzt wurde der Cluster vom Team des Chemie-Professors Mark Thompson von der University of Southern California (USC). Dieses ist auf der Suche nach neuen Materialien für die Konstruktion leistungsfähigerer Solarzellen. "Nur um herauszufinden, wie sich ein beliebiges Material synthetisieren lässt und es dann zu analysieren, sind normalerweise viel Zeit, Equipment im Wert von tausenden Dollar, verschiedenste Chemikalien und Laborzeit nötig", erklärte Jason Stowe, Chef von Cycle Computing.
Die Firma, die sich auf HPC-Anwendungen in der Cloud spezialisiert hat, brachte hingegen eine Simulations-Software des Spezialanbieters Schrödinger auf dem Amazon-Cluster zum Laufen. Thompsons Team konnte in dem vergleichsweise kurzen Zeitraum immerhin 205.000 verschiedene Moleküle durch den virtuellen Supercomputer analysieren lassen. Nun müssen die dabei gewonnenen Daten ausgewertet werden, weshalb sich noch nicht sagen lässt, ob es bereits einen Erfolg bei der Suche nach einem neuen Werkstoff gibt.
1,21 Petaflops Rechenkraft konnte der Cluster erreichen. Dafür wurden insgesamt 156.314 Prozessorkerne aus allen Amazon-Datenzentren weltweit für einen Zeitraum von 18 Stunden zusammengeschaltet. Die Rechnung, die Amazon dafür ausstellte, schlug im Budget der Forscher letztlich nur mit 33.000 Dollar zu Buche - sehr wenig im Vergleich zu dem, was der Bau und der Betrieb eines Supercomputers dieser Größenklasse kostet.
Eingesetzt wurde der Cluster vom Team des Chemie-Professors Mark Thompson von der University of Southern California (USC). Dieses ist auf der Suche nach neuen Materialien für die Konstruktion leistungsfähigerer Solarzellen. "Nur um herauszufinden, wie sich ein beliebiges Material synthetisieren lässt und es dann zu analysieren, sind normalerweise viel Zeit, Equipment im Wert von tausenden Dollar, verschiedenste Chemikalien und Laborzeit nötig", erklärte Jason Stowe, Chef von Cycle Computing.
Die Firma, die sich auf HPC-Anwendungen in der Cloud spezialisiert hat, brachte hingegen eine Simulations-Software des Spezialanbieters Schrödinger auf dem Amazon-Cluster zum Laufen. Thompsons Team konnte in dem vergleichsweise kurzen Zeitraum immerhin 205.000 verschiedene Moleküle durch den virtuellen Supercomputer analysieren lassen. Nun müssen die dabei gewonnenen Daten ausgewertet werden, weshalb sich noch nicht sagen lässt, ob es bereits einen Erfolg bei der Suche nach einem neuen Werkstoff gibt.
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