LG zerrinnt Erfolg bei Handys zwischen den Fingern
Der aktuelle Quartalsbericht des südkoreanischen Elektronikkonzerns LG spiegelt recht beispielhaft die Situation für viele Handy-Anbieter wider: "Wie gewonnen, so zerronnen", könnte man das Ergebnis beschreiben.
Positiv konnte das Unternehmen herausstellen, dass immerhin 12 Millionen Mobiltelefone verkauft werden konnten. Damit konnte man fast an den Rekord von 12,1 Millionen Stück aus dem vorherigen Quartal anknüpfen. Im Jahresvergleich schlugen die Absatzzahlen mit einem Plus von immerhin 24 Prozent zu Buche.
Trotz dieser Entwicklung standen für die Mobilfunksparte erstmals seit einem Jahr wieder rote Zahlen unter dem Strich. 75,5 Millionen Dollar Verlust verbuchte der Konzern für sein Handygeschäft. Denn gegen die stärker werdende Konkurrenz wusste man sich nur mit geringeren Verkaufspreisen und höheren Investitionen in das Marketing zu behaupten. Ähnlich geht es auch fast allen anderen Smartphone-Herstellern, die letztlich nur zusehen können, wie sich Apple und Samsung quasi den gesamten Gewinn, der weltweit in dem Bereich gemacht wird, untereinander aufteilen.
LG steckte vor allem in die Werbung für sein neues Flaggschiff-Smartphone G2 eine Menge Geld. Allerdings bleibt der Konzern auch bei diesem weit davon entfernt, auch nur annähernd an die direkten Konkurrenten iPhone 5S und Galaxy S4 herankommen zu können. Denn hinsichtlich der finanziellen Ressourcen, die in das Marketing gesteckt werden können, steht man ebenfalls deutlich hinter den Wettbewerbern zurück.
Trotzdem will LG seinen Weg fortsetzen, zukünftig vor allem im höheren Preisbereich, in dem deutlich bessere Gewinnmargen zu realisieren sind als bei den massenhaft verkauften Geräten der unteren Preisklasse, zu wachsen. Denn im Massenmarkt droht noch deutlich größeres Ungemach: Hier arbeiten zunehmend die großen chinesischen Hersteller daran, den Weltmarkt mit ihren Produkten zu überrollen.
Trotz dieser Entwicklung standen für die Mobilfunksparte erstmals seit einem Jahr wieder rote Zahlen unter dem Strich. 75,5 Millionen Dollar Verlust verbuchte der Konzern für sein Handygeschäft. Denn gegen die stärker werdende Konkurrenz wusste man sich nur mit geringeren Verkaufspreisen und höheren Investitionen in das Marketing zu behaupten. Ähnlich geht es auch fast allen anderen Smartphone-Herstellern, die letztlich nur zusehen können, wie sich Apple und Samsung quasi den gesamten Gewinn, der weltweit in dem Bereich gemacht wird, untereinander aufteilen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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