XKeyscore: NSA-Spähsoftware im deutschen Einsatz
XKeyscore, eine Software zum Ausspähen von Internetnutzung, ist nach Angaben des Spiegel von der amerikanischen National Security Agency (NSA) auch den deutschen Geheimdiensten zur Verfügung gestellt worden.
Sowohl der Bundesnachrichtendienst (BND) als auch das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) setzen XKeyscore ein, "um Fähigkeiten auszubauen, die NSA bei der gemeinsamen Terrorbekämpfung zu unterstützen", meldet der Spiegel vorab. Informationen und Zitat dürften aus den Unterlagen von Whistleblower Edward Snowden stammen, der dem Nachrichtenmagazin offensichtlich einen Datensatz brisanter Dokumente zur Verfügung gestellt hat.
XKeyscore zeichnet unbemerkt Internet-Sessions auf, wie aus einer von der brasilianischen Zeitung O Globo veröffentlichten geheimen NSA-Präsentation hervorgeht. Die Software schafft demnach aus E-Mails-Adressen, Telefonnummern, Logins und Nutzeraktivitäten sogenannte Metadaten, die dann auch mit anderen geheimdienstlichen Erkenntnissen verknüpfbar sind. Die NSA-Folien zeigen zudem, dass XKeyscore zudem über eine Schnittstelle zu Google Maps verfügt:
Die Süddeutsche Zeitung meldet unterdessen unter Berufung auf Bild am Sonntag, dass das BfV den Besitz von XKeyscore bestätigt habe, die Software aber nur teste und "derzeit" nicht einsetze. BND-Präsident Gerhard Schindler wollte sich demnach bislang nicht konkret äußern.
Schon vor zwei Wochen hatte der Spiegel berichtet, dass die deutschen und amerikanischen Geheimdienste sehr eng kooperieren. Der 30-Jährige Prism-Enthüller Snowden sitzt derweil weiter im Transit-Bereich des Moskauer Flughafens Scheremetjewo fest und hofft, von Russland temporär politisches Asyl gewährt zu bekommen.
XKeyscore zeichnet unbemerkt Internet-Sessions auf, wie aus einer von der brasilianischen Zeitung O Globo veröffentlichten geheimen NSA-Präsentation hervorgeht. Die Software schafft demnach aus E-Mails-Adressen, Telefonnummern, Logins und Nutzeraktivitäten sogenannte Metadaten, die dann auch mit anderen geheimdienstlichen Erkenntnissen verknüpfbar sind. Die NSA-Folien zeigen zudem, dass XKeyscore zudem über eine Schnittstelle zu Google Maps verfügt:
Die Süddeutsche Zeitung meldet unterdessen unter Berufung auf Bild am Sonntag, dass das BfV den Besitz von XKeyscore bestätigt habe, die Software aber nur teste und "derzeit" nicht einsetze. BND-Präsident Gerhard Schindler wollte sich demnach bislang nicht konkret äußern.
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