Andy Rubin: Android war für Digicams, nicht Handys
Andy Rubin, der erst vor kurzem den Chef-Posten von Googles Android-Abteilung aufgab und als Erfinder des inzwischen weltweit am häufigsten genutzten mobilen Betriebssystems gilt, hat verraten, dass Android ursprünglich als Plattform für Digitalkameras gedacht war.
Rubin sagte anlässlich einer Wirtschaftskonferenz im japanischen Tokio laut 'PCWorld', dass er und seine Mitarbeiter in der Gründungsphase ihres Android, Inc. genannten Startup-Unternehmens eigentlich eine Welt voller "Smart-Kameras" schaffen wollten, die leicht mit einem PC kommunizieren sollten. Man wollte außerdem eine Art Ökosystem für Kamera-Apps schaffen, die von Drittanbietern stammen sollten.
2004 wollte Rubin mit Android nach eigenen Angaben Investoren finden, die seine Idee als Geldgeber unterstützen würden. Bei seiner Präsentation in Tokio zeigte er unter anderem Material aus der damaligen Zeit, das erklärte, wie eine Kamera per Drahtlos- oder Kabelverbindung Kontakt zu einem PC aufnehmen sollte, der wiederum über das Internet zu einem Rechenzentrum der Android-Entwickler verbinden sollte.
Letztlich entschied sich Rubin aber um, weil er der Meinung war, der damals schon stagnierende Markt für digitale Kameras sei langfristig nicht groß genug, um mit Android erfolgreich zu sein. Schon wenige Monate später versuchte sein Team, Android als neue, quelloffene Alternative unter den Smartphone-Betriebssystemen an den Mann zu bringen. Die Basis in Form Java als Grundlage für die meisten Anwendungen blieb erhalten und man holte neue Mitarbeiter an Bord, die bereits Erfahrungen bei Netzbetreibern gesammelt hatten.
Nun wollte man es mit Konkurrenten wie Microsofts Windows Mobile und Nokias Symbian aufnehmen, das Apple iPhone mit iOS war damals noch Zukunftsmusik. Rubin witterte den Erfolg von Android, weil die Konkurrenz weiterhin hohe Preise für die Lizenzen ihrer Betriebssysteme verlangte, während die Kosten für die Hardware aber deutlich fielen. Die Gerätehersteller suchten also nach Alternativen, um nicht "59, 69 oder 99 Dollar" für Lizenzen ausgeben zu müssen. Android bot sich an, weil Rubin und Co damit nicht durch Lizenzen Geld verdienen wollten, sondern mit der Vermarktung von Diensten und anderen Produkten.
Den Siegeszug von Android konnte Rubin allerdings in seinem Ausmaß nicht vorhersagen. So gingen selbst zuversichtliche Schätzungen davon aus, dass man bis 2010 in Nordamerika und Europa vielleicht auf neun Prozent Marktanteil kommen würde - Im Jahr 2012 kam Android auf einen Marktanteil von immerhin 72 Prozent. Die Zahl der Android-Nutzer nimmt jeden Tag deutlich zu und Google geht inzwischen davon aus, dass man noch in diesem Jahr den Meilenstein von mehr als einer Milliarde Usern hinter sich lässt.
2004 wollte Rubin mit Android nach eigenen Angaben Investoren finden, die seine Idee als Geldgeber unterstützen würden. Bei seiner Präsentation in Tokio zeigte er unter anderem Material aus der damaligen Zeit, das erklärte, wie eine Kamera per Drahtlos- oder Kabelverbindung Kontakt zu einem PC aufnehmen sollte, der wiederum über das Internet zu einem Rechenzentrum der Android-Entwickler verbinden sollte.
Letztlich entschied sich Rubin aber um, weil er der Meinung war, der damals schon stagnierende Markt für digitale Kameras sei langfristig nicht groß genug, um mit Android erfolgreich zu sein. Schon wenige Monate später versuchte sein Team, Android als neue, quelloffene Alternative unter den Smartphone-Betriebssystemen an den Mann zu bringen. Die Basis in Form Java als Grundlage für die meisten Anwendungen blieb erhalten und man holte neue Mitarbeiter an Bord, die bereits Erfahrungen bei Netzbetreibern gesammelt hatten.
Nun wollte man es mit Konkurrenten wie Microsofts Windows Mobile und Nokias Symbian aufnehmen, das Apple iPhone mit iOS war damals noch Zukunftsmusik. Rubin witterte den Erfolg von Android, weil die Konkurrenz weiterhin hohe Preise für die Lizenzen ihrer Betriebssysteme verlangte, während die Kosten für die Hardware aber deutlich fielen. Die Gerätehersteller suchten also nach Alternativen, um nicht "59, 69 oder 99 Dollar" für Lizenzen ausgeben zu müssen. Android bot sich an, weil Rubin und Co damit nicht durch Lizenzen Geld verdienen wollten, sondern mit der Vermarktung von Diensten und anderen Produkten.
Den Siegeszug von Android konnte Rubin allerdings in seinem Ausmaß nicht vorhersagen. So gingen selbst zuversichtliche Schätzungen davon aus, dass man bis 2010 in Nordamerika und Europa vielleicht auf neun Prozent Marktanteil kommen würde - Im Jahr 2012 kam Android auf einen Marktanteil von immerhin 72 Prozent. Die Zahl der Android-Nutzer nimmt jeden Tag deutlich zu und Google geht inzwischen davon aus, dass man noch in diesem Jahr den Meilenstein von mehr als einer Milliarde Usern hinter sich lässt.
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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