TV-Aufzeichnungen trotz Online-Videos sehr wichtig

Trotz der zunehmenden Verfügbarkeit von Fernsehinhalten im Internet verlassen sich noch zahlreiche Nutzer eher auf eigene Aufzeichnungen, wenn sie nicht pünktlich zur Ausstrahlung Zeit haben.
Sony, Fernseher, 4K
Sony
Fast jeder dritte Bundesbürger - 32 Prozent - zeichnet Filme, Serien oder Nachrichtensendungen aus dem TV-Programm auf. Das sind mehr als 22 Millionen Nutzer. So lautet das Ergebnis einer repräsentativen Befragung im Auftrag des IT-Branchenverbandes BITKOM. Die Aufzeichnungen werden genutzt, um Sendungen zu einem späteren Zeitpunkt zu schauen und bei Bedarf zu archivieren.

Rund 8 Prozent zeichnen Fernsehsendungen mehrmals pro Woche und oft sogar täglich auf. Weitere 8 Prozent speichern Filme, Serien oder Nachrichtensendungen aus dem TV-Programm mehrmals im Monat. Maximal einmal pro Monat nutzen 16 Prozent der Befragten die Aufnahmefunktion. "Die Online-Mediatheken der TV-Sender und Video-on-Demand-Dienste werden jedoch zunehmend beliebter und haben das Potenzial, eigene Aufzeichnungen nach und nach zu ersetzen", erklärte BITKOM-Experte Michael Schidlack.

Denn insbesondere durch die Digitalisierung der Ausstrahlung wird die früher selbstverständliche Aufnahmefunktion mit Einschränkungen belegt. "Verschlüsselungen oder Kodierungen der Sendungen können die Aufzeichnungsmöglichkeiten, etwa schnelles Vorspulen der gespeicherten TV-Sendung, technisch begrenzen. Dies gilt insbesondere für digitale TV-Signale und HD-Programme", so Schidlack. Die beschränkten Aufnahmemöglichkeiten gehen häufig auf die Auflagen der Rechteinhaber zurück. Dadurch sollen unter anderem Schwarzkopien von Filmen und Serien unterbunden werden, was letztlich aber auch zu Nachteilen für die Anwender führt.
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