Waffenindustrie profitiert vielfach von Ego-Shootern
Die Waffenindustrie hat die zahlreichen populären Ego-Shooter längst als Einnahmequelle und Werbeplattform für sich entdeckt. Abbildungen realer Modelle erfolgen längst über direkte Vertragsbeziehungen.
Zuletzt waren Ego-Shooter erneut nach dem Amoklauf an einer Schule in den USA in die Kritik geraten. Während eine direkte Beziehung zwischen der Nutzung eines solchen Spiels und dem realen Töten von Menschen im Grunde nicht plausibel ist, gibt es aber doch subtiler wirkende Mechanismen. Das geht aus einem Bericht des Magazins 'Eurogamer' hervor.
Erstmals waren die Entwickler des Nintendo 64-Spiels "GoldenEye" mit dem Problem konfrontiert, reale Waffen in ihrem Game abzubilden. In diesem konnten die Nutzer unter anderem bekannte Marken wie Walther PPK, Kalashnikov AK47 oder FN P90 nutzen. Wegen der zu erwartenden Lizenzprobleme entschied man sich damals, zumindest fiktive Namen zu verwenden. Das hat sich inzwischen geändert - da die Spielehersteller wert auf hohen Realismus legen und auch die Waffenindustrie ein Interesse an dem Medium hat.
Die Spieleentwickler wollen über das Thema eigentlich nicht sprechen und reagierten auf Anfragen mit Ausflüchten. Seitens der Waffenproduzenten sei man da schon auskunftsfreudiger gewesen, hieß es. "Es ist im Grunde das Gleiche, wie bei Autos, die in Spielen vorkommen", sagte Ralph Vaughn von Barrett Rifles, einem in den USA populären Anbieter von Präzisionsgewehren. Demnach zahlen die Spielehersteller Lizenzgebühren für die Verwendung der Designs und Namen - entweder im Rahmen eines einmaligen Betrages oder einem Umsatzanteil. "Typischerweise führt ein Lizenznehmer 5 bis 10 Prozent des Verkaufspreises im Rahmen der Verträge ab. Aber das kann verhandelt werden", so der Manager.
Je nach Spielehersteller und Produkt fließen so einige bis viele tausend Dollar an die Waffenproduzenten. Die Waffenhersteller lassen sich aber nicht nur Lizenzgebühren zahlen, sondern nehmen auch Einfluss darauf, wie ihre Produkte in dem Spiel vorkommen. Immerhin geht es auch ihnen darum, ihr Image zu verbessern. So sollen ihre Waffen natürlich von den guten Figuren im Spiel eingesetzt werden und keineswegs von Personen, Organisationen, Ländern oder Unternehmen, die als Feinde der USA angesehen werden können. Außerdem achtet man zum beiderseitigen Vorteil darauf, dass eine möglichst realistische Funktionsweise umgesetzt wird.
Denn die Waffenproduzenten nutzen die Spiele nicht nur, um Lizenzeinnahmen zu generieren, sondern auch als Werbeplattform. "Videospiele präsentieren unsere Marke einem jüngeren Publikum, das möglicherweise später selbst zu Waffenbesitzern wird", so Vaughn. So ist man natürlich daran interessiert, bereits früh die Begeisterung für bestimmte Modelle zu wecken und längerfristig zu verankern, indem die jeweiligen Produkte auch in weiteren Spielen eine zentrale Rolle spielen.
Erstmals waren die Entwickler des Nintendo 64-Spiels "GoldenEye" mit dem Problem konfrontiert, reale Waffen in ihrem Game abzubilden. In diesem konnten die Nutzer unter anderem bekannte Marken wie Walther PPK, Kalashnikov AK47 oder FN P90 nutzen. Wegen der zu erwartenden Lizenzprobleme entschied man sich damals, zumindest fiktive Namen zu verwenden. Das hat sich inzwischen geändert - da die Spielehersteller wert auf hohen Realismus legen und auch die Waffenindustrie ein Interesse an dem Medium hat.
Die Spieleentwickler wollen über das Thema eigentlich nicht sprechen und reagierten auf Anfragen mit Ausflüchten. Seitens der Waffenproduzenten sei man da schon auskunftsfreudiger gewesen, hieß es. "Es ist im Grunde das Gleiche, wie bei Autos, die in Spielen vorkommen", sagte Ralph Vaughn von Barrett Rifles, einem in den USA populären Anbieter von Präzisionsgewehren. Demnach zahlen die Spielehersteller Lizenzgebühren für die Verwendung der Designs und Namen - entweder im Rahmen eines einmaligen Betrages oder einem Umsatzanteil. "Typischerweise führt ein Lizenznehmer 5 bis 10 Prozent des Verkaufspreises im Rahmen der Verträge ab. Aber das kann verhandelt werden", so der Manager.
Je nach Spielehersteller und Produkt fließen so einige bis viele tausend Dollar an die Waffenproduzenten. Die Waffenhersteller lassen sich aber nicht nur Lizenzgebühren zahlen, sondern nehmen auch Einfluss darauf, wie ihre Produkte in dem Spiel vorkommen. Immerhin geht es auch ihnen darum, ihr Image zu verbessern. So sollen ihre Waffen natürlich von den guten Figuren im Spiel eingesetzt werden und keineswegs von Personen, Organisationen, Ländern oder Unternehmen, die als Feinde der USA angesehen werden können. Außerdem achtet man zum beiderseitigen Vorteil darauf, dass eine möglichst realistische Funktionsweise umgesetzt wird.
Denn die Waffenproduzenten nutzen die Spiele nicht nur, um Lizenzeinnahmen zu generieren, sondern auch als Werbeplattform. "Videospiele präsentieren unsere Marke einem jüngeren Publikum, das möglicherweise später selbst zu Waffenbesitzern wird", so Vaughn. So ist man natürlich daran interessiert, bereits früh die Begeisterung für bestimmte Modelle zu wecken und längerfristig zu verankern, indem die jeweiligen Produkte auch in weiteren Spielen eine zentrale Rolle spielen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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