Panasonic: Weitere 10.000 Entlassungen bis März

Der japanische Elektronikkonzern Panasonic will bis zum kommenden März, also dem Ende des laufenden Geschäftsjahres mindestens noch einmal 10.000 Beschäftigte entlassen und wohl auch Konzernsparten schließen.
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Panasonic
Das erklärte Finanzchef Hideaki Kawai gegenüber der Nachrichtenagentur 'Reuters'. Hintergrund dessen sei die Tatsache, dass es im Unternehmen trotz einer zuletzt etwas positiven Entwicklung immer noch viele Baustellen gibt, die nicht gerade einen positiven Eindruck machen. So schreibt das Unternehmen immerhin in einem Fünftel seiner 88 einzelnen Geschäftsbereiche Verluste und nur die Hälfte hat bisher die Zielvorgabe einer 5-prozentigen Rendite erreicht.

Bereits im vergangenen Geschäftsjahr hatte das Panasonic-Management die Belegschaft um 36.000 Stellen verkleinert. Längst vorbei sind die Zeiten, als das Unternehmen stolz auf das Erbe des Firmengründers Konosuke Matsushita sein konnte, der in Krisenzeiten seine Mitarbeiter vor den unternehmerischen Erfolg stellte und die Konzernreserven zur Fortzahlung von Gehältern einsetze, wenn die Auftragslage schlecht war.

Jetzt werden hingegen gezielt Rücklagen gebildet, um die Massenentlassungen finanzieren zu können - denn auch diese kosten nicht wenig Geld, wenn beispielsweise Abfindungen zu zahlen sind. In Verbindung mit Abschreibungen auf verschiedene Geschäftsbereiche wie die Handy-, Solarzellen- und Akku-Produktion soll dann im März ein Jahresverlust von 10 Milliarden Dollar unter den Bilanzen stehen.

Alles wird derzeit dem Ziel untergeordnet, möglichst schnell wieder in die Gewinnzone zu kommen. "Unser neuer Chef hat uns aufgetragen, dass alle Geschäftsbereiche binnen drei Jahren mindestens eine Rendite von 5 Prozent erreichen sollen", so Kawai. Man wolle aber gar nicht so lange abwarten und Abteilungen, die damit ein Problem haben, bereits jetzt entweder schließen oder abstoßen.

Um Geld in die Kassen zu bekommen, will Panasonic aber auch Gebäude und Grundbesitz abstoßen - vornehmlich in Japan. Dies soll im kommenden Jahr fortgesetzt werden, um das Unternehmen flüssig zu halten.
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