OLED-TVs: Sony und Panasonic wollen kooperieren

Kooperationen sind im Geschäft mit TV-Geräten keine Seltenheit. Die nun geplante Zusammenarbeit zwischen Sony und Panasonic wäre allerdings doch eine kleine Überraschung, schließlich handelt es sich bei den beiden japanischen Unternehmen und langjährige Erzrivalen.
LG, OLED, LG Electronics
LG
Wie sowohl die japanische Wirtschafts-Seite 'Nikkei' als auch das 'Wall Street Journal' berichten, führen Sony und Panasonic derzeit erste Gespräche über eine mögliche Kooperation hinsichtlich der nächsten auf OLED basierenden Fernseher-Generation.

Die beiden japanischen Unterhaltungselektronikriesen wollen gemeinsam die Entwicklung von OLED-Panels ("Organic Light Emitting Diode", also organische Leuchtdioden) vorantreiben und auch bei der Fertigung zusammenarbeiten. Allerdings sollen sich die Gespräche derzeit noch in einer sehr "frühen" Phase befinden.

Sollten die Gespräche erfolgreich abgeschlossen werden, dann wäre das sicherlich ein naheliegender Schritt: Die beiden Hersteller waren noch vor wenigen Jahren regelrechte Großmächte auf dem Fernseher-Markt, haben aber beide der Trend zu LCD-Geräten verschlafen.

Panasonic hat bei Flachbildfernsehern lange Zeit auf die Plasma-Technik gesetzt, Sony hat sogar generell sehr spät die Röhren-Produktion aufgegeben und auf LCD umgesattelt. Profitiert haben davon vor allem die koreanischen Hersteller Samsung und LG Electronics.

Dementsprechend sind die TV-Sparten bei beiden Unternehmen derzeit auch deren größten Sorgenkinder: Sony musste vor kurzem einen Rekordverlust in Höhe von 5,7 Milliarden Dollar bekannt geben, noch dramatischer ist das Minus bei Panasonic, der Konzern musste jüngst einen Verlust von rund 9,7 Milliarden Dollar verkünden.

Die nun angestrebte Zusammenarbeit bei OLED-TVs dürfte aber eine eher langfristige Maßnahme darstellen, da die Technologie bei großen Panels vor allem aufgrund des Preises noch nicht massentauglich ist. Samsung hat etwa vor kurzem einen OLED-Fernseher mit 55 Zoll vorgestellt, der auch noch in diesem Jahr in den Verkauf kommen soll. Allerdings kostet das Gerät die "Kleinigkeit" von knapp 6800 Euro.
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