BSI: Windows bekommt man kostenlos sicher

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat seine vor einiger Zeit herausgegebenen Sicherheits-Tipps für Windows-Rechner einem Praxistest unterzogen und dabei ein beachtliches Ergebnis erhalten.
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Microsoft
Es zeigte sich, dass bei Einhaltung der Empfehlungen durchaus ein sehr guter Schutz vor Infektionen mit Malware umsetzbar ist. Im Februar hatte die Behörde einen Leitfaden veröffentlicht, der keineswegs teure Sicherheits-Lösungen propagierte, sondern dem Nutzer lediglich empfahl, seinen Rechner mit einem kostenlosen Virenscanner und regelmäßigen Updates zu versorgen sowie auf Googles Browser Chrome zurückzugreifen - dessen Sandbox-System und die Auto-Updates als bestes Sicherheitskonzept angesehen wurden.

Um die Wirksamkeit dieser Maßnahmen auch mehrere Monate nach ihrer Bekanntgabe zu überprüfen, führte man beim BSI nun erneut einen Test durch. Für die Untersuchung wurden zwei Testrechner rund hundert aktuellen Drive-by-Angriffen ausgesetzt. Dabei handelt es sich um eine derzeit verbreitete Methode, einen Rechner ohne Interaktion des Anwenders unbemerkt mit Schadsoftware zu infizieren. In der Regel genügt dazu der Besuch einer manipulierten Webseite.

Um die Wirksamkeit der BSI-Empfehlungen nachzuweisen, wurden zwei Testsysteme mit identischem Betriebssystem unterschiedlich konfiguriert: Während ein Testrechner mit Windows 7 und veralteten Anwendungsprogrammen in 36 von 100 Fällen mit Schadsoftware infizierte wurde, blieb der nach den Empfehlungen des BSI konfigurierte Testrechner frei von Schadsoftware, teilte die Behörde mit.

Die so untermauerten Empfehlungen des BSI, die es sowohl für Privatnutzer als auch für kleinere Unternehmen in jeweils angepasster Form gibt, dürften so insbesondere den Anbietern kostenpflichtiger Sicherheits-Tools nicht besonders schmecken. Denn diese setzen gerade darauf, dem Anwender zu suggerieren, dass nur ihre jeweilige Software einen wirksamen Schutz vor Fallen im Web bietet. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass man auch ohne größere Ausgaben durchaus in der Lage ist, einen Rechner gut vor Malware-Befall zu schützen, wenn etwas Zeit und Aufmerksamkeit in die Problematik investiert wird.
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