Windows 8: Windows Store kommt mit "Kill Switch"
Der Software-Konzern Microsoft wird in seinen Windows Store, über den im kommenden Betriebssystem Windows 8 Anwendungen vertrieben werden, einen so genannten "Kill Switch" einbauen. Das geht aus der Dokumentation und den Nutzungsbestimmungen hervor, die das Unternehmen kürzlich veröffentlichte.
Microsoft erhält dadurch die Möglichkeit, die über den Windows Store ausgelieferten Applikationen nach eigenem Ermessen von den Windows 8-Geräten seiner Kunden zu löschen. "Für den Fall, dass die Sicherheit gefährdet ist, oder wir durch rechtliche Fragen dazu gezwungen sind, kann es dem Nutzer verwehrt werden, Anwendungen zu starten oder auf Inhalte zuzugreifen, für die zuvor eine Lizenz erworben wurde", heißt es in den Nutzungsbestimmungen.
Im Falle der Deaktivierung einer kostenpflichtigen Applikation soll den Anwendern der Kaufpreis erstattet werden. Ausdrücklich wird auch darauf hingewiesen, dass nicht nur das jeweilige Programm, sondern auch Inhalte, die mit ihm erstellt wurden, gelöscht werden könnten. Dies gilt allerdings auch, wenn ein Entwickler die jeweilige App aus dem Windows Store zurückzieht oder diese Vertriebsplattform als solche eingestellt wird.
Auch Apple hat in seinen App Stores eine solche Funktion eingebaut. Das hatte der damalige Konzernchef Steve Jobs vor drei Jahren bestätigt. Bisher kam die Funktion aber noch nicht zum Einsatz. Apple zog zwar bisweilen Anwendungen aus dem App Store zurück, löschte die bereits ausgelieferten Kopien aber nie von den Endgeräten - nicht einmal im Falle einer 15 Dollar teuren Tethering-App, die es ermöglichte, das Notebooks über das iPhone online gehen, als die meisten Netzbetreiber dies noch nicht gestatteten.
Anders sieht die Situation bei Googles Android aus. Hier kam der integrierte Kill Switch schon mehrfach zum Einsatz, um Applikationen von den Endgeräte zu entfernen. In den meisten Fällen handelte es sich dabei um Software, in der Entwickler Schadcodes versteckt hatten. Microsoft selbst hat auch sein Smartphone-Betriebssystem Windows Phone 7 mit einer Möglichkeit zum Fernlöschen ausgestattet.
Im Falle der Deaktivierung einer kostenpflichtigen Applikation soll den Anwendern der Kaufpreis erstattet werden. Ausdrücklich wird auch darauf hingewiesen, dass nicht nur das jeweilige Programm, sondern auch Inhalte, die mit ihm erstellt wurden, gelöscht werden könnten. Dies gilt allerdings auch, wenn ein Entwickler die jeweilige App aus dem Windows Store zurückzieht oder diese Vertriebsplattform als solche eingestellt wird.
Auch Apple hat in seinen App Stores eine solche Funktion eingebaut. Das hatte der damalige Konzernchef Steve Jobs vor drei Jahren bestätigt. Bisher kam die Funktion aber noch nicht zum Einsatz. Apple zog zwar bisweilen Anwendungen aus dem App Store zurück, löschte die bereits ausgelieferten Kopien aber nie von den Endgeräten - nicht einmal im Falle einer 15 Dollar teuren Tethering-App, die es ermöglichte, das Notebooks über das iPhone online gehen, als die meisten Netzbetreiber dies noch nicht gestatteten.
Anders sieht die Situation bei Googles Android aus. Hier kam der integrierte Kill Switch schon mehrfach zum Einsatz, um Applikationen von den Endgeräte zu entfernen. In den meisten Fällen handelte es sich dabei um Software, in der Entwickler Schadcodes versteckt hatten. Microsoft selbst hat auch sein Smartphone-Betriebssystem Windows Phone 7 mit einer Möglichkeit zum Fernlöschen ausgestattet.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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