EU-Kommission genehmigt die Skype-Übernahme

Wie erwartet hat die Europäische Kommission der Übernahme des VoIP-Dienstleister Skype durch den US-amerikanischen Softwarekonzern Microsoft offiziell zugestimmt. Microsoft will die Übernahme nun in Kürze zum Abschluss bringen.
Microsoft, Skype, Steve Ballmer, Tony Bates
Microsoft
Die Europäische Kommission geht nicht davon aus, dass diese Übernahme den Wettbewerb in diesem Bereich erheblich behindern wird. Zu diesem Ergebnis kam die Kommission nach einer umfassenden Untersuchung. Ursprünglich beantragte Microsoft die Übernahme vor gut einem Monat.

Der Softwarekonzern aus Redmond ist unter anderem im Bereich der Videokommunikation selbst tätig. Gemeint ist damit der Windows Live Messenger. Die Europäische Kommission ist daher der Meinung, dass sich die Angebote von Skype und Microsoft nur in diesem Bereich überschneiden würden. Wettbewerbsrechtliche Bedenken äußerte die EU-Kommission aber trotzdem nicht, da es genügend andere Wettbewerber gäbe.

Im Juni hatte die in den Vereinigten Staaten zuständige Handelsbehörde die Übernahme bereits genehmigt und ebenfalls keine Bedenken geäußert. Auch die US-amerikanische Behörde kam zu dem Schluss, dass der Wettbewerb gewährleistet sei, da es eine ausreichende Zahl von Konkurrenten in diesem Bereich gäbe.

Den Voice-over-IP-Dienstleister Skype hatte Microsoft für 8,5 Milliarden US-Dollar gekauft. Davor gehörte Skype einer Investorengruppe um die Investmentfirma Silver Lake, die Skype ihrerseits im November 2009 für 1,9 Milliarden Dollar von eBay übernommen hatte. Skype hat gegenwärtig mehr als 660 Millionen registrierte Benutzer.
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