Microsoft investiert gegen IBMs Mainframe-Dominanz

Wirtschaft & Firmen Der Software-Konzern Microsoft beteiligt sich an der Finanzierung des französischen Unternehmens TurboHercules. Dieses schickt sich an, IBM Steine in den Weg zu legen. Die Firma bietet die Emulations-Umgebung Hercules an. Diese ermöglicht es Unternehmen, IBMs Mainframe-Betriebssystem und die zugehörigen Anwendungen auf x86-basierten Servern einzusetzen. Dies lockert eine langfristige Abhängigkeit von Big Blue, wenn bereits größere Summen in die Applikations-Entwicklung auf Basis dessen Plattform investiert wurden.

Hercules wurde bereits vor gut zehn Jahren entwickelt. Die Software steht unter der Open Source-Lizenz Q Public License. Erst 2009 gründete sich allerdings TurboHercules mit dem Ziel, professionellen Support für den Emulator anzubieten.

Sowohl System/360, System/370, ESA/390 und Hardware der Z-Series können von Hercules emuliert werden. TurboHercules bemüht sich derzeit auch, von IBM die Erlaubnis zur Unterstützung modernerer Systeme zu erhalten. Die Software steht sowohl für x86-Systeme mit 32 und 64 Bit als auch für Itanium-Prozessoren zur Verfügung.

Wie Microsoft mitteilte, wolle man mit der Investition dazu beitragen, dass Anwender bei Mainframe-Hardware eine breitere Auswahl erhalten. Wie viel der Konzern aktuell in die Firma investierte, wurde allerdings nicht bekannt gegeben.
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